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Telekom gibt beim Streit um die Drossel nach

Heute ist nach unbestätigten Berichten bekannt geworden, daß die Drosselkom im Streit um die DSL-Drosselung nachgeben will. Statt auf unbenutzbare 384 kb/s zu drosseln, will die Telekomm nun noch auf nur 2 MBit/s drosseln. Mit diesem Zugeständnis will die Telekom den Streit um die Drosselung beenden. Das hat Caschys Blog (Link folgt am Artikelende) aus zwei informierten Quellen bei der Telekom erfahren. Weiterhin möchte die Telekom echte und unbegrenzte Flatrates ohne Drossel anbieten. Dazu hat die Telekom noch kein offizielles Statement abgegeben.

Folgende Daten zur Volumengrenze hat die Telekom ausgegeben:

TarifDatenvolumen
Call & Surf mit DSL 75 GB
Entertain mit 16 MBit/s 75 GB
Call & Surf mit VDSL 200 GB
Entertain mit VDSL 200 GB
Call & Surf mit Fiber 100 300 GB
Entertain mit Fiber 100 300 GB
Call & Surf mit Fiber 200 400 GB
Entertain mit Fiber 200 400 GB

Bei diesen Werten soll die Drossel der Telekom zuschlagen. Betroffen sind Neukundemn, sowie Bestandskunden, die den Tarif wechseln und spätestens in ein paar Jahren alle Kunden der Telekom, wenn die Anschlüsse auf die IP basierten DSL-Anschlüsse umgestellt werden.

In den vergangenen Wochen hat eine Protestaktion bei Change.org fast 200.000 Unterschriften erreicht. Eine Petition für die gesetzliche Verankerung der Netzneutralität bei der Bundesregierung, hatte innerhalb kürzester Zeit das erforderliche Quorum überschritten. Dort sind bisher 74700 Unterschriften zusammengekommen.

Die Argumente für die Drossel bei der Telekom sind immer schwerer zu halten. Als Begründung gab die Telekom an, daß Drei Prozent aller Nutzer mehr als ein Drittel des gesamten transferierten Datenvolumens erzeugen. Von anderen DSL Anbietern verlangt die Telekom nur wenige Cent pro Gigabyte. Zur Erklärung: Die Telekom hat in Deutschland noch das größte Kommunikationsnetz. Andere Gesellschaften betreiben zwar auch ihre Netze, sind aber mit diesen nicht so weit verbreitet wie der Exmonopolist. Um mehr Kunden zu erreichen kaufen oder Mieten diese anderen Anbieter Anschlüsse und Netzkapazitäten bei der Telekom und zahlen somit auch den Traffic, den die Kunden oder Provider im Telekomnetz verursachen. So geht es natürlich auch der Telekom, die Daten auch in andere Netze einspeist.

Aber es gibt natürlich ein Problem, welches die Telekom hat. Und das sind die Ballungsräume, wie der Ruhrpott, München, Stuttgart, Berlin etc. In diesen Gegenden werden einige Peering-Punkte stärker ausgelastet, als an anderen Stellen. Pering-Punkte sind nichts weiter, als Schnittstellen zwischen den Netzen verschiedener Anbieter. Um diese Punkte auszubauen, braucht die Telekom Geld und sie möchte natürlich auch diese Schnittstellen irgendwo ein bisschen entlasten. Aber diese Zentrem auszubauen kostet keine Milliarden Euro, so wie die Telekom immer behauptete.

Links zum Thema

  1. Caschys Blog zur Telekomdrossel
  2. ePetition für Gesetz zur Netzneutralität
  3. Petition bei Change.org gegen Telekomdrossel

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