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Netzgeflüster – Der verschwundene Kurz-Link Button

Das Update auf WordPress 4.4 hat einige Neuerungen gebracht und eine unscheinbare, aber für soziale Medien (Twitter) wichtige Funktion entfernt.

Bis Version 4.3.x des beliebten Content Management und Blogsystems WordPress gab es eine Funktion um die Links und Verweise für Beiträge und Seiten schnell zu kürzen, um diese auf Twitter und anderen Sozialen Netzwerken mit beschränkter Zeichenanzahl bereit zu stellen. Diese Funktion nannte sich Kurzlink (engl. Shortlink). Mit ein bisschen Code in der functions.php des eigenen Blogs kann man diese Funktion schnell wieder zurückholen. Folgende Bilder zeigen diese Funktion im Bearbeitungsmodus.

Kurzlink Button nicht vorhanden

Kurzlink Button nicht vorhanden

Kurzlink Button vorhanden

Kurzlink Button vorhanden

Den Code, den man in der functions.php eingefügt werden muß, kann aus der nachfolgenden Box einfach in diese Datei kopiert werden. Das geht recht schnell und unproblematisch.

// Kurzlink in WP 4.4 zurückholen
if ( function_exists( 'add_filter' ) ) {
    add_filter( 'get_shortlink', function ( $shortlink ) {
        return $shortlink;
    } );
}

Meinerseits ungetestet ist auch das Plugin Bring Back the Get Shortlink Button für WordPress eine Alternative zur Codefrickelei.

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Die eigene Webseite und die sozialen Medien

Jeder Webseitenbetreiber kennt das Problem: er möchte seine Seite attraktiver gestalten und bekannter machen. Mundpropaganda ist da immer noch das beste Mittel der Wahl. Die besten Mittel für solche Mundpropaganda ist die Verknüpfung der eigenen Seite mit sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Co. Doch dabei gibt es auch einige Fallstricke zu beachten.

Um eine Webseite interaktiver zu gestalten, kann man darauf sogenannte Social Media Buttons für jeden erdenklichen Zweck einbauen. Bekannte Möglichkeiten sind der Like-Knopf für Facebook, Buttons für Twitter, Xing, Instagram, Mr. Wong, Google+ und andere – nur um einige Möglichkeiten zu nennen. Die meisten Surfer im Internet sind nebenher in einem (oder auch mehreren) der genannten sozialen Netzwerke zu Gange. Daher ist es besondders praktisch, eine toll gefundene Webseite über diese Knöpflein mit anderen Leuten um Netzwerk zu teilen.

Genau das macht einen nicht zu vernachlässigenden Werbeeffekt für die Webseite aus. So gelangt diese auch über andere Quellen, abseits von Google, zu anderen Nutzern, die diese auch toll finden können. Und für den Nutzer eines Netzwerkes ist es auch praktisch, er muß keine großartigen Links und URLs kopieren. Einfach im Netzwerk der Wahl einloggen und bei einem Surftripp die gefundenen Website-Schätzchen mit einem Klick teilen und anderen Leuten auf die Schnelle zeigen.

Die meisten dieser Social Media Buttons sind recht einfach einzubinden. Diese gibts als Plugin für die meisten Content Management Systeme (CMS) oder als Scriptschnipsel in Javascript für statische Webseiten. Dieser bindet den Knopf ein und beim Betätigen soll er den Link zur Seite an ein soziales Netzwerk der Wahl schicken um diese Seite den Freunden und der Welt präsentieren.

Als Administrator einer Webseite sollte man allerdings einige Dinge beachten. Zu diesen Buttons sollte man sich eine Datenschutzerklärung ins Impressum einbauen. Diese informiert den Nutzer, daß schließlich Daten (der Link der Webseite und persönliche Daten, die das soziale Netzwerk selbstsändig sammelt) ausgetauscht werden. Eine solches Impressum mit dieser Datenschutzerklärung gibt es auf der Webseite von eRecht24 (Links dazu gibts am Ende wie üblich).

Der Haken dazu liegt allerdings im Detail. Als Webmaster ist es wichtig zu wissen, daß die Social Media Buttons Daten an ihre Netzwerke senden, gefragt (auf Klick) aber auch ungefragt im Hintergrund.

Was genau wird da gesendet? Meist sind es ersteinmal allgemeine Daten wie solche zum Betriebssystem, Browser, Monitorauflösung, IP-Adressen und softwaretechnische Einstellungen und natürlich welche Seiten man aufruft, wie lang man dort verweilt und wohin man weiterzieht. Ist der Nutzer noch bei einem sozialen Netzwerk registriert und eingeloggt, so kann das mit den vorhin beschriebenen Daten das Surfverhalten ziemlich genau protokollieren. Weiterhin kann es sein, daß diese Daten im Ausland gespeichert werden können, wo der Datenschutz weniger hoch gestellt ist, als in Deutschland oder der EU.

Das ganze geschieht zumeist im Verborgenem. Diese Daten werden hauptsächlich zu werbezwecken aufgezeichnet und vielleicht auch dazu weiterveräußert. Wenn solche Social Media Buttons verwendet werden, ist dazu ein entsprechender Hinweis im Impressum von Nöten. Diese gibt es schon vorformuliert auf der Seite von eRecht24. Ein Webmaster sollte natürlich über diese Datensammelpraxis von diversen Webseiten informiert sein und natürlich dafür Sorge tragen, daß nur wenig über die Leser seiner Webseite bekannt wird.

Daher gibt es gewisse Lösungen um bedenkenlos solche Knöpflein auf seiner Webseite einzubauen, die meisten gibt es schon vorgefertigt und gratis zum Download, aber wer selbst gern bastelt, dem sei versichert, daß auch solche Zwei-Klick Lösungen recht einfach umzusetzen sind. Diese Lösungen sind zwar für den Nutzer etwas unbequemer, aber als Webmaster einer Seite ist man auf der sicheren Seite den im Telekomunikationsgesetz vorgeschriebenen Datenschutz einzuhalten. Nutzer müssen hier den gewünschten Social Media Button ersteinmal aktivieren, bevor sie den Link zur Seite auf Twitter und Co teilen können. Aber es schützt auch solche Leute, die sozialen Netzwerken doch etwas mißtrauisch gegenüber stehen.

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Erdogan und die sozialen Medien

„Soziale Medien sind schlimmste Bedrohung der Gesellschaft“ so Erdogan, Präsident der Türkei. Weiterhin verteufelt er Twitter und andere Soziale Netzwerke. Twitter sei das Problem in der Türkei und nicht das Brutale Vorgehen der Polizei.

Nach etlichen Massenprotesten in der Türkei, hat der türkische Ministerpräsident soziale Netzwerke aufs heftigste angegriffen. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte Erdogan „Es gibt eine Bedrohung, die sich Twitter nennt. „Die größten Lügen sind hier zu finden. Für mich sind die sozialen Medien die schlimmste Bedrohung der Gesellschaft.“

Die Demonstrationen begannen nach dem gewaltsamen Räumen eines Protestlagers durch die türkische Polizei, mit dem die Zerstörung des zentralen Taksim-Platz in Istanbul verhindert werden sollte. Mittlerweile empfinden immer mehr türkische Bürger die Politik Erdogans als diktatorisch und geben ihre Meinung über soziale Netze und über Proteste und Demonstrationen kund. Unter anderem wurden Parolen wie „Diktator tritt zurück, wir wehren uns bis wir gewinnen“ laut.

Erdogan läßt mit Gewalt gegen Demonstranten vorgehen und hat auch scheinbar Angst vor den sozialen Medien, auf denen persönliche Meinungen und Bilder von Polizeieinsätzen in Minuten um die Welt gehen.

Kurz gemeldet: Aus für SchülerVZ

Golem berichtete heute, daß das soziale Netzwerk SchülerVZ am 30. April eingestellt wird. Alle dort eingetragenen Daten wie Pinnwandeinträge Bilder, Nachrichten, Links sollen unwiderbringlich gelöscht werden. Bis dahin haben alle Nutzer noch Zeit ihre Daten soweit ins Trockene zu bringen.

Zur Zeit arbeitet Poolworks an VZ Fotobuch um die noch verbliebenen Nutzer von StudiVZ und MeinVZ weiterhin zu halten.

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