Das Workflow der Medienspürnase – Teil 2 Von Plugins und Problemen

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Zekelhuter, WordPress logo 8, CC BY-SA 4.0

Nach einem reichlich langem Artikel Anfang des Monats über das Bloggen, habe ich nun die restlichen Sachen zu diesem Thema zusammengestellt. In diesem Beitrag geht es hauptsächlich um ein paar Plugins, die einem Blogger das Leben in WordPress leichter machen, aber auch um ein paar Dinge, die ihr grundsätzlich beachten solltet, um euch ein Kreuz gegen Abmahnanwälte an die Tür zu nageln. Das sind natürlich nur allgemeine Tips und ersetzen keine Beratung. durch einen Fachanwalt. Suchmaschinenoptimierung ist auch noch ein kleiner Punkt den ich anspreche.

WordPress aufgebohrt

Hat man seine ersten paar Artikel verfasst und schon den einen oder anderen Kommentar im Gästebuch eingeheimst, möchte man seinen Blog gern ein bisschen weiter aufbohren.

Aufbohren – damit meine ich ein paar Funktionen für leichteres Arbeiten, aber auch neue Features für Besucher hinzufügen. Das Einfügen von neuen Funktionen in WordPress geht am besten über das Pluginverzeichnis aus dem Backend heraus. Im Laufe der Zeit haben sich da bei mir so einige Sachen angesammelt.

Plugins für SSL Verschlüsselung, WYSIWYG Editoren im Backend, Diashows für Bilder und einiges mehr. Hier stelle ich eine kleine Auswahl  meiner Plugins vor. Das soll keine der Listen mit den 10 oder 20 besten AdOns für WordPress werden, wie sie schon zu Hauf im Internet kursieren. Einige habe ich in früheren Artikeln auch schon besprochen.

Die Antispam Bee zum beispiel ist ein fleißiges Bienchen, welches Kommentarspam abfängt. Dazu werden ein paar für den normalen Benutzer unsichtbare Felder in die Kommentarfunktion eingefügt, die, wenn ausgefüllt, der Biene anzeigen, daß da ein Spam-Bot am Werke war. Das Ganze geht sogar ganz datenschutzfreundlich ohne IP-Tracking durch fremde Server.

What you See is what you Get (ausgesprochen für WYSIWYG) ist eine grafische Alternative für den Textbasierten Editor in WordPress. Solcher Alternativen gibt es viele, ich nutze da WP-Edit. Das ist ein Editor, der mir die WordPress eigene Oberfläche mit einer recht großen Funktionsvielfalt aufbohrt und sich ein bisschen wie ein älteres Word (ohne Ribbons) anfüllt. Man markiert eine Textpassage und klackert auf ein Symbol seiner Wahl und schon wird der Text so formatiert wie man möchte. Ansonsten muß man mit Shortcodes herumhantieren, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

TablePress, WP YouTube Lyte und Meta Slider sind 3 Plugins, die diverse Inhalte Zentral verwalten. TablePress generiert, wie der Name schon Sagt, Tabellen. Diese Befüllt man außerhalb vom WordPress Editor und fügt einen Shortlink in den zu bearbeitenden Text ein. Man braucht hier kein Quäntchen an Scriptsprachen zu erlernen. Der Nachteil allerdings ist, daß diese Tabellen in Javascript erstellt werden was manch ein User blockieren mag. WP YouTube Lyte ist ein schmaler HTML Player für YouTube Videos. In einem Zentralen Menü kann man global für den ganzen Blog die Größe und Ausrichtung des Players einstellen. Einfach die URL eines Youtube Videos in den Beitrag kopieren und das http:// zu einem httpv:// erweitern. MetaSlider erstellt eine Slideshow aus Bildern, die mit WordPress. Wieder kann man für jede Slideshow Zentral sämtliche Einstellungen anpassen.

Insgesamt gibt es tausende sinnvolle und mindestens genausoviele sinnlose Plugins für den eigenen Blog mit WordPress. Im Endeffekt hängt es von den eigenen Vorlieben ab, wie man seinen Blog erweitern möchte. Auch unter der Haube gibt es viel zu tun. Man möchte bei Google und Co gut gefunden werden, also muß man ein bisschen SEO (ausgesprochen für Searche Engine Optimizing – neudeutsch für Suchmaschinenoptimierung) betreiben. Auch hierfür gibt es viele Plugins. Patentrezepte für dieses Themenfeld gibt es nicht, manchmal ist auch weniger etwas mehr.

Mehr Vielfalt

Dashboard von WordPress
Dashboard von WordPress

Wie der geneigte Leser schon bemerkt hat, gibt es vielfältige Funktionen und Zubehör zum WordPress-Blog. Um aus diesen vielfältigen Möglichkeiten das richtige und für sich passende Zubehör herauszufinden benötigt Geduld und einiges an Ausprobieren. Es gibt im Netz zu Hauf Listen mit Top 10 Plugin Listen und Tutorials. Wichtig ist es beim Ausprobieren zu wissen, daß man beim Produktivsystem regelmäßig ein Backup macht um bei Fehlkonfigurationen wieder auf einen vorherigen Stand zurückzukommen.

Besser ist es beim Webhoster oder via XAMPP zusätzlich ein Testsystem mit der gleichen Konfiguration und Inhalten einmzurichten. Dort kann man in aller Ruhe neue Funktionen ausprobieren, ohne Gefahr zu laufen, das eigene Produktivsystem zu zerschießen.

Search Engine Optimizing

Hier bietet auch WordPress wieder eine Menge an nützlicher Plugins, die man sich zusätzlich installieren kann. Warum eigentlich Search Engine sonstnochwas? Die Frage ist leicht beantwortet. Ihr möchtet doch mit eurem Blog doch auch bei Google und Co gefunden werden. Natürlich macht schon guter Content (neudeutsch für Inhalt) viel aus. Bilder, Ton, aber auch entsprechend gute Texte mit den entsprechenden Schlüsselwörtern (Keywords) sind da prägend. Darauf nimmt Google sehr viel Rücksicht, aber auch ob eure Seite für mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets optimiert ist beeinflußt das Ranking. Google gewichtet auch die Links, die auf verschiedenen Seiten zu eurer Seite gesetzt sind zu einem gewissen Teil. Je Prominenter die Seite, die auf euren Blog verweist, desto besser bewerten die Suchmaschinen das, Linkfarmen allerdings bekommen einen Daumen nach unten.

Für SEO nutze ich zum Beispiel das Plugin All in One SEO Pack. Es bietet mir in der freien Version eine XML Sitemap an, eine art „Landkarte“ des Blogs. Es listet für die Suchmaschinen gut verständlich alle zugänglichen Links auf. Weiterhin bietet es kurze Beschreibungen der Artikel einzugeben und Keywörter dafür zu definieren.

Duplicate Content Cure richtet WordPress so ein, daß mehrere Links auf einen und den selben Artikel im gleichen Blog (beispielsweise aus der Navigation oder der Archivseite) nicht als doppelter Content bewertet wird. Doppelter Inhalt wird auch von den Suchmaschinen abgestraft.

Natürlich sind regelmäßig veröffentlichte Artikel die Beste Werbung. Diese lassen die Suchmaschinen öfter vorbeischauen und Aktivität kommt immer an. Allerdings gibt es kein Patentrezept für gute Suchmaschinenoptimierung. Um das weiter auszubreiten braucht man weitere Artikel zum Thema.

Die Rechtliche Seite des Bloggens

Natürlich gilt natürlich auch hier wieder, daß man das geltende Recht – Datenschutz und Urheberrecht – einhalten sollte. Manch einer würde einen Blog als private Seite sehen und beispielsweise ein Impressum wohl als überflüssig erachten. Aber Recht haben und Recht bekommen sind leider zweierlei Paar Schuhe. Es sollte doch nicht verkehrt sein, Anschrift und Telefonnummer im Impressum einzufügen. Nutzt man Youtube oder Facebooks Daumen-Hoch-Button, ist vielleicht eine Datenschutzerklärung notwendig. Es gibt Impressumgeneratoren im Internet zu Hauf. Das Verlinken von fremden Webseiten ist soweit auch erlaubt, sofern erkennbar ist, daß die fremde Webseite nicht gegen geltendes Recht verstößt und man sich den Inhalt nicht zu eigen macht.

Bilder, Bilder und nochmals Bilder. Fremdes Bildmaterial zu verwenden ist erst einmal rechtlich bedenklich. Lieber selbst ein Foto schießen oder einen Scrfeenshot selbst erstellen, dazu bietet Windows standardmäßig das Snipping-Tool an. Fällt es schwer an passendes Bildmaterial zu kommen, gibt es im Internet auch Sammlungen, aus denen man sich sogar kostenlos bedienen darf. Dazu gehört auch Wikipedia und Wikimedia Commons. Sofern man Bilder aus dieser Quelle dementsprechend kennzeichnet, braucht man keine rechtlichen Streitereien zu befürchten. Wie das schnell und einfach geht, habe ich in einem früheren Artikel schon beschrieben.

Fazit

Bloggen kann schon spaß machen, es macht auf alle Fälle auch einiges an Arbeit. WordPress ist ein weit verbreitetes Blogsystem und das nicht zu Unrecht. Es gibt massig an Zubehör, was man direkt in Form von Funktionen und Themes integrieren kann oder indirekt an das System anflanschen kann. Mit den richtigen Mitteln kann man sich die Arbeit erleichtern und Routineaufgaben ersparen. Durch die Vielfalt an Möglichkeiten geht aber auch viel Zeit für Tests drauf, um für sich den richtigen Weg zu finden.

Das Workflow der Medienspürnase – Teil 1 Hosting und externe Soft- und Hardwarelösungen

Blaues WordPress Logo
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Zekelhuter, WordPress logo 8, CC BY-SA 4.0

Schon mehrmals wurde ich gefragt, wie das mit dem Bloggen so ist. Ist das einfach? Was braucht man dazu? Kostet das Geld? Auf einige dieser Fragen möchte ich an dieser Stelle eine Antwort geben und mein Workflow vorstellen.

Im ersten Teil der Artikelserie geht es um WordPress an sich und die Frage ob man es selbst auf ein bisschen Webspace hosten möchte oder ob man bei WordPress.com sich seinen Blog fremdverwalten lassen möchte.  Weiterhin gehe ich auf einige Programme ein, die ich auf diversen Geräten lokal bei mir installiert habe und durch diverse Schnittstellen an WordPress angeflanscht sind.

 

Die Zentrale

Alles dreht sich um die Freie Software WordPress, mit der ich meinen Blog betreibe. Themes und Plugins gibt es zu Hauf kostenfrei, aber auch zum Teil kostenpflichtig im Internet. Mit ein paar grundlegenden HTML/CSS, PHP und Javascriptkenntnissen kann man recht schnell seinen Blog um ansehnliche Designs und Plugins für neue Funktionen erweitern.

Wieso WordPress?

Es gibt genug Alternativen draußen in der freien Wildbahn, die sich für den eigenen Blog qualifizieren, dabei aber leichtgewichtiger sind, weniger verbreitet oder geradeso das Allernötigste an Funktionen mitbringen. Selbst etwas programmieren ist auch nicht zu schwer, sofern man die oben genannte Scriptsprachen beherrscht. Allerdings muss man sich hier immer wieder auf das Scripten konzentrieren, etwa um Fehler zu beheben oder eine neue Funktion zu integrieren. Bei einem vorgefertigtem CMS (kurz für Content Managementsystem) braucht man sich um beides nicht zu kümmern, Updates gibt es mehr oder weniger regelmäßig in verschieden großen Zeitabständen. So bleibt mehr Zeit, um sich auf’s Wesentliche zu konzentrieren.

WordPress bietet für den Einstieg alle relevanten Funktionen und hat eine aktive Community, die das System um viele brauchbare Funktionen erweitert. Themes gibt es jede Menge. In den letzten Jahren hat sich WordPress zu einem vollständigen Content Management System (neudeutsch für System zur Verwaltung von Inhalten) entwickelt, mit dem man auch ganz passable Webseiten und Portale zusammenschrauben kann. Multifunktional ist es auch. Vom Fotoblog (neudeutsch Phlog – von Photo und Blog) bis hin zum Videoblog kann WordPress ziemlich viel. Sogar Social Communities kann WordPress mit dem Plugin Buddypress. Damit kann man aus seinem Blog ein eigenes kleines Facebook machen. Auf Grund der ganzen Fülle an Funktionen, die zum Teil im Grundsystem integriert sind ist WordPress so verbreitet. Viel liegt auch an der Einsteigerfreundlichkeit und der relativ simplen Bedienung. Man braucht nur recht simple Kenntnisse, um einen Blog zu erstellen und zu betreiben.

Die große Verbreitung hat auch ihren Preis. Zahlreiche Gängster suchen nach Schwachstellen, um ganze Server der Webhoster für ihre kriminellen Machenschaften zu mißbrauchen. Bei vielen Installationen einer Software ist es statistisch gesehen eher wahrscheinlich, daß irgendjemad auf eine Schwachstelle stößt, die man aktiv ausnutzen kantan. WordPress sorgt da schon bei manch einem Serveradmin für Schweißausbrüche.

Hosten? Oder nicht Hosten?

Das ist hier die Frage. Da gehen die Meinungen auch ein bisschen auseinander. WordPress betreibt einige Server selbst und bietet geneigten Nutzern jedem eine Instanz von WordPress zu eröffnen. Hierbei übernimmt der Hoster alles selbst – von der Datenbank bis hin zum Backup. Aktualisierungen muß man nicht mehr selbständig durchführen. Man zieht quasi in ein vorgefertigtes Haus ein, was man sich mit Themes und Plugins selbst einrichten kann. An Backups, eventuell für einen Umzug, kommt man hier schwerer.

Für Lau gibt es schon an jeder Ecke ein bisschen Webspace mit einer (oder mehreren) MySQL Datenbanken. Hier muß man sich seinen Blog aber selbst einrichten – bei WordPress.org downloden, via FTP auf den eigenen Webspace hochladen und dann mit der Datenbank verbinden. Viele Webhoster haben aber auch einen automatisierten Installationsvorgang, bei dem man nur einige wichtige Dinge von Hand eintragen muss. Allerdings muß man sich bei einem selbst gehosteten Blog um Backups der Datenbank und des Contentordners kümmern, aber damit fällt auch ein Umzug zu einem anderen Hoster leichter.

Mein Blog liegt bei einem Hostingangebot aus Deutschland – Lima City. Dort habe ich ein bisschen Webspace, eine Domain und die benötigte Datenbank für WordPress. Mailpostfächer für die Domain gibt es auch, die verwalte ich via Thunderbird. Für 8 Euro im Jahr gibt’s auf Lima-City schon eine TLD (Top Level Domain) mit einer .de Endung, dazu kostenfreien Webspace und Datenbanken. Wer etwas schnelleren Webspace und garantiert eine bestimmte Menge Platz haben möchtet, investiert  monatlich einige Eurotaler und bekommt ein bestimmtes Kontingent an Platz zugesichert.

Hilfsmittel beim Bloggen

WordPress ist eine reine Webanwendung, die auf einem Server gehostet wird. Deswegen ist ein Browser der Zentrale Bestandteil fürs Bloggen. Ich nutze seit jeher Firefox als meinen Hauptbrowser. Jeder, der irgendwie ein bisschen im Internet kreativ ist, kennt das Dilemma, daß jeder Browser die Internetseiten ein bisschen anders darstellt. Deswegen kommt man um den einen oder anderen Browser für Testzwecke nicht herum. Edge und Internet Explorer sind bei Windows 10 schon dabei, bei älteren Windowsversionen muß man auf Edge wohlweislich verzichten. Chrome benutze ich als Portable Version vom USB Stick aus und in einer virtuellen Maschine läuft ein Linux Mint mit Chromium.

Weitere Hilfsmittel für mich sind mein Tablet, ein Samsung Galaxy S3 samt kleiner Tastatur, die ich dort andocken kann und zwei Apps. Die WordPress-App für Android läßt mich Artikel verfassen und editieren, Samsung SMART CAMERA überträgt via AdHoc WLAN Netz Bilder von meiner Samsung NX3000 Kamera auf das Tablet. Somit wird mein Blog auch soweit mobil, daß ich von unterwegs aus schreiben kann.

Tablet und Kamera - mein mobiler Gerätepark
Tablet und Kamera – mein mobiler Gerätepark

Am PC nutze ich verschiedene Programme, um mir den Arbeitsalltag beim Bloggen zu erleichtern. Zum einen ist das MS Office 2016 Professional. Zum anderen Gimp und DigiFoto von Klaus Doege. Wer jetzt nach Libre Office oder andren kostenlosen Bürosuiten aus der OpenSource-Welt fragt, dem sei gesagt, daß ein Lizenzkey für MS Office auf Ebay schon für unter 10 Euronen erhältlich ist. Mit einer passenden Internetverbindung lässt sich MS Office legal von Microsoft laden und auf dem heimischen PC installieren. LibreOffice gibt es ganz kostenlos, zerrupft mir aber öfter das Layout von Dateien im .docx-Format. Zudem hat das OpenSource Büroprogramm die schlechtere Fehlerkorrektur.

MS Word ist ein ansehnlicher Texteditor für WordPress mit einer starken Rechtschreibeprüfung an Bord. Mit ein paar Handgriffen ist Word für den eigenen Blog fit gemacht. In der Suche für Dokumentvorlagen schaut man nach einer mit dem Namen „Blogbeitrag“. Jetzt braucht man nur noch die Domain und seinen Account aus Nutzername und Passwort von seinem Blog, schon baut Word eine Verbindung dorthin auf.

Beide Sachen – das Tablet mit den vorgestellten Apps und ein PC nur mit Word – ersetzen aber nicht die Arbeit via Browser im Blog. Beide Programme erlauben nur das Erstellen und Editieren von Beiträgen. Darüber hinaus kann man nur wenige Einstellungen am Blog vornehmen. Die Endbearbeitung von Beiträgen sollte man doch immer im Backend vornehmen.

Mit Gimp und Digifoto habe ich zwei portable Programme (ähnlich wie Chrome) auf einem USB-Stick gezogen, um Bilder für den Blog in Form zu bringen. Für Android habe ich noch keine passende Bildbearbeitung gefunden. Vorschläge dazu können aber gern in der Kommentarfunktion abgegeben werden.

Fazit

Es gibt etliche Tools, mit denen man sich das Bloggerleben erleichtern kann, die zudem recht mobil sind. Ob man nun selbst seinen Blog irgendwo hostet oder bei WordPress.com mag Geschmackssache sein. Beides bringt seine Vor- und Nachteile mit sich.

Eine kleine Linkliste der vorgestellten Programme

  1. WordPress Download
  2. WordPress.com
  3. Gimp
  4. Digifoto
  5. WordPress App im Google Playstore
  6. Samsung Smart Kamera App
  7. Chrome Portable
  8. Firefox Portable
  9. LibreOffice
  10. Linux Mint
  11. Virtualbox
  12. FileZilla

Von Updatestress und Installationsfrust

Windows
Windows

Im Oktober beschrieb ich, wie man einen USB Stick für eine Windows-Installation vorbereitet. Unter VirtualBox auf meinem Windows-System habe ich den Stick getestet und ein virtuelles Gastbetriebssystem auf meinem Windows installiert. Und es lief alles reibungslos. Nun trat ein Ernstfall ein – was passiert ist, beschreibe ich im weiteren Verlauf des Artikels.

Der Ernstfall war nur ein zugemülltes Windows durch diverse Softwaretests für verschiedene Projekte, die ich noch nebenher laufen habe. Manch einer wird sich an dieser Stelle jetzt fragen, warum die Tests sich nicht auf eine virtuelle Maschine beschränkt haben. Das allerdings hat mehrere Gründe. Zum einen lag es bestimmt an meiner Bequemlichkeit die Maschine immer neu zu starten und dort die Software zu testen. Eine virtuelle Maschine kann man ja beliebig oft auf einen früheren Zustand zurücksetzen. Ein zweiter Grund ist wahrscheinlich die Performance einer solchen Maschine, da sie sich ja von den Ressourcen bedient, die das normale Betriebssystem auf dem Computer gerade nicht braucht.

Jeder der diesen Artikel liest kennt den Fall. Das Betriebsystem des eigenen Rechners will irgendwie nicht mehr so wie es sein sollte, es ist beschädigt, zugemüllt, lahm, durch Viren verseucht und und und… Die Daten lagern, wie sie es eigentlich sollten, als zugängliches Backup auf externen Medien (Festplatten, CDs/DVDs, USB Sticks) und alle Installationsmedien sind samt Lizenzschlüsseln vorhanden. So sieht der unproblematischste Fall aus. Bei mir war alles soweit gesichert und die Installationsmedien griffbereit, samt Lizenzschlüssel – Windows war nur durch unnötige Software zugemüllt. Wieso sollte ich da stundenlang Software entfernen, wenn da eine Neuinstallation doch das Problem gründlicher und schneller beheben könnte? Weit gefehlt, ich habe in dem Moment nicht mehr an die lästigen Updates von Windows und einigen Programmen gedacht und auch nicht an zu lahme optische Datenträger und Patchwirrwar für einige andere Programme.

Der USB Stick mit den Installationmedien für Windows 7 Ultimate war fix angesteckt und im BIOS-Setup des Rechners die Bootreihenfolge auf diesen Stick umgestellt. Die Installation vom Grundsystem ging erfreulich schnell, mußte nur bei einem Neustart die Festplatte in der Bootreihenfolge wieder vorgeschoben werden. Die nötigen Treiber hatte ich mir schon bei der Einrichtung des Sticks besorgt und auf diesen gezogen, dazu auch ein paar wichtige Programme für Office und Multimedia und eben alle benötigten Lizenzschlüssel.

Windows und sämtliche Gerätetreiber waren schnell und problemlos installiert, dazu auch die wichtigeren Programme aus dem Internet, die ich mir schon vor der Neuinstallation besorgt hatte. Jetzt ging es an einige Programme, die auf CD und DVD daherkamen. Die Meisten gingen auch recht schnell von dort aus zu installieren. Aber 2 Stück brauchten eine halbe Ewigkeit, so daß ich die Installation von DVD frustriert abgebrochen habe. Zum Glück zählte das Programm ISO_Workshop zu den Tools aus dem Internet. Das habe ich kurzerhand installiert und von den beiden DVDs – es handelte sich um die Platinum Edition der Gilde 2 und die Stronghold Collection mit jeweils knapp 6 GB an Daten – habe mir ein ISO-Image erstellt, was jeweils so ca 20 Minuten in Anspruch nahm. Eine Direkte Kopie aus dem Windows-Explorer heraus hätte um einiges länger gedauert.

Stronghold Collection
Stronghold Collection

Leider bringt Windows 7 keine Tools zum Einbinden von virtuellen Laufwerken mit sich. Könnte man installieren, aber dann hat man zusätzlich die großen ISO-Images der Programme mit auf der Festplatte herumliegen. 7zip hatte ich als Packprogramm bereits auf dem Rechner installiert. Also habe ich die beiden ISO-Images entpackt und direkt von der Festplatte installiert. Bei der Installation beider Spiele zeigte sich, daß eine Menge stark komprimierter Daten (mehrere 1,5 bis 2 GB große Dateien) vorlagen, die vom DVD Laufwerk auf Grund lahmer Lesegeschwindigkeiten nur langsam entpackt wurden. Von der Festplatte ging die Installation um einiges schneller. Für eine spätere Installationen habe ich mir die ISOs einfach auf einer externen Festplatte gesichert.

Jetzt ging es ans Patchen und Updaten. Für Windows 7 gabs rund 300 Updates zum Downloaden und installieren und jeder der eine Windows Neuinstallation getan hat, der kennt das Problem – die Windows Updates ziehen sich in die Länge. Jedenfalls habe ich mir vorgenommen, mit dem Tool WSUS Offline Updater von Heise ein Updatemedium für Windows zu erstellen. Ist das erledigt und eine Testinstallation unter VirtualBox ausprobiert gibts im Blog ein kleines Workaround wie das Offline Update in Windows 7 eingebunden werden kann. Das würde den Rahmen für diesen Beitrag sprengen.

Gilde 2
Gilde 2

Für die meisten Programme aus dem Internet hatte ich schon die aktuellsten Versionen installiert. Für einige Microsoftprogramme (MS-Office 2013) und einige Treiber gabs via Microsoft Update Patches und Fehlerkorrekturen. Weitere Patches für einige Programme und Treiber habe ich mir aus dem Internet besorgt. Gerade was ich selbst an Updates besorgt hatte, installierte sich recht schnell, aber die Windows Updates dauerten. Microsoft hat für Office 2013 mittlerweile auch ein Service Pack in der Größe von ca 550 MB herausgebracht, was einige frühere Updates ersetzt und einige Funktionen neu in Office implementiert.

Jetzt gab es noch bei der Gilde 2, auf Grund der vielen Patches und Fanmodifikationen, einiges aufzuarbeiten, da man dort den Überblick schnell verliert. Weiterhin gibt es etliche Versionen zu erstehen. Für die Gilde 2 gibts mindestens ein (dreckiges) halbes Dutzend an Versionen und mehr als (glorreiche) Sieben Patches und Fanmods. Bei mir liegt die Gilde 2 – Platinum auf DVD herum. Auf dieser Scheibe liegt Die Gilde 2, das AddOn Seeräuber der Hanse (SdH) und das Standalone-AddOn Gilde 2 – Venedig. Weiterhin gibt es noch mindestens vier oder fünf andere Versionen, die man käuflich erwerben kann, die ich aus Platzgründen aber hier weglasse.

Offizielle Patches zur Gilde 2 gibt es mittlerweile 7 Stück, einige davon sind allerdings veraltet. Wegen zusätzlicher Gebäude und Waren haben mich allerdings die Fanmodifikationen Back to the Roots (BttR) und Die Herrscheredition interessiert. Bei Gelegenheit schreibe ich in nächster Zeit einmal alle Patches und Versionen hier auf, um Licht ins Dunkel des Versionswirrwars zu bringen. Nach dem Installieren der Gilde 2 – Platinum installiert man die Modifikation Back to the Roots und den Patch 1.2 ins Gilde 2 Hauptverzeichnis. Anschließend Die Herrscheredition und dann den Hotfix 2.12 (wieder ins Verzeichnis zur Gilde 2) draufgepackt und fertig. Eine Ausführliche Linkliste gibts wie immer am Ende des Beitrags. Zusätzlich zur Gilde 2 – Venedig ist der Patch 3.5 ins Venedig Hauptverzeichnis zu installieren.

Microsoft Office Professional Plus 2013
Microsoft Office Professional Plus 2013

Nach einer mehr oder weniger erfolgreichen Neuinstallation und der Einrichtung aller Updates sollte man Windows, da es anfangs etwas lahm zu Fuß wirkt, wieder etwas auf die Sprünge helfen. Via msconfig (man gibt das im Startmenü im Suchfenster ein) mistet man die Autostart-Programme aus und einige unnütze Dienste, die nicht von Windows kommen. Weiterhin sollte man die Datenträgerbereinigung als Administrator starten. Durch eine Funktion, die sie mit einem Update bekommen hat, werden auch Windows-Updates, die nicht mehr benutzt werden, von der Platte gefegt. Zudem sollte man auch die Schattenkopien bereinigen, denn bei jeder Installation legt Windows eine solche an, um bei Fehlern wieder zu einem gängigen Ursprungspunkt zurückzukehren. Wenn man möchte, kann man auch eine Defragmentierung durchführen, aber das macht Windows zumeist auch im Hintergrund und bei Nichtbenutzung.


Fazit:

Eine Neuinstallation von Windows, wohl eher von gewissen Updates und Programmen, ist ein frustrierendes und zeitaufwendiges Erlebnis. Man kann sich so viel Zeit durch Erstellen von ISO-Images einiger DVDs und CDs sparen, auch durch das WSUS-Offline Update. Aber es wird dennoch wird bei einer Neuinstallation von Windows viel Wasser die Weida herunterfließen, weil zu etlichen Programme noch ein Versionswirrwar von Installationsmedien, Patches und Fanmodifikationen hinzukommt, was den Verbraucher in die Irre führt. Deswegen heißt es „Never change a Running System“ und der Spruch hat so einiges an Wahrheitsgehalt. Aber um eine Neuinstallation eines Betriebssystems kommt manch einer wohl nicht drum herum.

Links:

  1. Windows vom USB Stick installieren – @Medienspürnase
  2. Oracle VirtualBox
  3. ISO-Workshop
  4. 7zip
  5. Back to the Roots
  6. Back to the Roots Patch 1.2
  7. Gilde 2 Venedig – Patch 3.5
  8. Gilde 2 Herrscheredition Download
  9. Gilde 2 Herrscheredition Patch

 

Kurz gemeldet – LibreOffice in der Version 4.3 erschienen

Mit der neuen Version werden bei LibreOffice viele Fehler, darunter auch alte, bereinigt und die Kompatibilität mit fremden Office-Formaten verbessert.

Mit der neuen Version 4.3 von LibreOffice wurde ein über 11 Jahre alter Fehler behoben. Dieser Fehler erlaubte für einen Absatz nur maximal 65.500 Zeichen (16-Bit). Jetzt erlaubt Writer eine Absatzlänge von mehr als 2 Milliarden Zeichen (32-Bit). Die neue Absatzlänge wird scherzhafterweise innerhalb des Entwicklerteams als Monsterabsatz bezeichnet.

Weiterhin wird die Zusammenarbeit mit den offen standardisierten OOXML-Dateiformaten (docx, xlsx und so weiter) verbessert. Ursprünglich wurden diese Dateiformate nur von Microsoft entwickelt. So sollen Schriften besser dargestellt werden, Zeichenstile und -Eigenschaften bleiben erhalten und Zeichnungen, die mit DrawingML in den OOXML-Dateien gespeichert sind, sollen sich nun fehlerfrei importieren und exportieren lassen. Die Verschachtelung von OOXML-Dateien ineinander ist ebenfalls erlaubt.

Libreoffice kann nun Tabellenkalkulationen und Datenbanken aus MS Works öffnen und bearbeiten. Auch alte Mac-Dateiformate wie ClarisWorks, ClarisResolve, MacWorks und SuperPaint. In ODF-, DOC-, DOCX-, und RTF-Dateien eingebettete Kommentare lassen sich formatübergreifend verwenden, können einheitlich formatiert und innerhalb der Dokumentengrenzen gedruckt werden.

Farbliche Unterlegung einzelner Zellen und eine optimierte Statusanzeige, die etwa die Größe einer Zellenauswahl darstellt, sollen die Arbeit mit Calc erleichtern.

In Präsentationen, die mit Impress erstellt werden, lassen sich nun direkt statische oder animierte 3D-Modelle integrieren. Dazu wird das Format glTF verwendet, das im Khronos-Konsortium entsteht. Noch steht dies aber nur Windows- und Linux-Nutzern zur Verfügung. Über eine Bibliothek zum Konvertieren lassen sich auch Collada- und KMZ-Dateien verwenden.

Die neue Version steht ab heute für Mac, Linux und Windows zur Verfügung.

Link

Anstoß für die Fußball-WM am heimischen Büro

WM2014 Excel-Sheet
WM2014 Excel-Sheet
In knapp zwei Wochen ist es wieder soweit. Die Fußball Weltmeisterschaft in Brasilien wird am 12. Juni angestoßen. Daher habe ich mich wieder auf die Suche gemacht und meine Spürnase nach einer Excel Arbeitsmappe gesucht, um die Ergebnisse der WM tabellarisch und protokollarisch für die digitale Ewigkeit festzuhalten.

Die Arbeitsmappe für Excel kommt als *.xlsm also als Excel-Datei mit Makros daher. Diese sind leider notwendig, da dieser WM-Planer ganz international in mehreren verschiedenen Sprachen gehalten ist. Aus einem Drop-Down- Menü kann man recht leicht seine Zeitzone, sowie seine favorisierte Sprache auswählen. Weiterhin ist eine Art Tipp-Spiel mit integriert, um untereinander mit Bekannten Sporttipps abzuschließen.

Der Funktionsumfang ist recht reichhaltig. Hat man alle Ergebnisse aus den Vorrundenspielen eingetragen, so füllt Excel automatisch die Achtelfinale aus – bis hin zum Finale und dem Spiel um den dritten Platz. Die Tabelle läuft unter allen gängigen Versionen von Excel bis inklusive Excel 2013 und aus dem Online-Excel auf OneDrive (ehemals Skydrive). Die Tabelle ist auch unter Calc von OpenOffice und Libreoffice lauffähig.

Link

Excel Sheet zum Ausfüllen für die WM – http://www.armin-hoepfl.de/excel.html

Softwarenotiz – Gewaltige Neuerungen bei LibreOffice

Heute ist die neue Version von LibreOffice erschienen. Diese trägt die Versionsnummer 4.2. Seit der Vorgängerversion hat sich Einiges getan, ein paar optische Verbesserungen und viel Neues unter der Haube.

LibreOffice ist ein Fork (neudeutsch für Abspaltung) von OpenOffice. Beide haben noch die gleiche Codebasis von OpenOffice 3.2, spätere Versionen beider Programme haben sich demnach auseinander entwickelt.

Seit LibreOffice entstanden ist, wurden von Version zu Version viele Neuerungen in Form von neuen Funktionen integriert. Weiterhin bringt die Document Foundation neue Versionen in recht kurzen Updatezyklen heraus. Daher sind viele praktische neue Funktionen zwar in LibreOffice enthalten, aber nicht im Konkurenzprodukt. Die Integration neuer Funktion ist der Haken bei LibreOffice. Diese sind, beispielsweise beim Import der *.docx und *.xlsx Formate aus dem Hause Microsoft, recht schlampig integriert.

Das Team von LibreOffice entwickelt das Büropaket schneller weiter, der Nutzer sieht und spürt auch die Fortschritte, aber in OpenOffice sind neue Funktionen besser getestet und fühlen sich daher ausgereifter an.

Was ist neu in LibreOffice?

Geöffnete Dokumente werden nun besser in der Taskleiste des geöffneten Desktops sortiert, das heißt Textdokumente werden für sich sortiert, Calc-Tabellenkalkulationen für sich.

Calc wird nun schneller beim Berechnen großer Datenmengen. Diese werden jetzt durch den Grafikchip der verbauten Grafikhardware gejagt und werden in diesem parallel abgearbeitet.

Eines der oben genannten Mankos verbessert man jetzt auch. Und zwar den Importfilter von DOCX-Dateien, welche mit Word erstellt wurden. SmartArt-Grafiken soll der Writer aus LibreOffice nun besser interpretieren.

Neue Importfilter öffnen jetzt auch Dokumente, die mit AbiWord erstellt wurden. Präsentationen von KeyNote sind jetzt auch unter LibreOffice lauffähig. Ein neuer Startbildschirm soll jetzt eine Vorschau der zuletzt geöffneten Dokumente anzeigen.

Wird LibreOffice in einem Windows-Netzwerk genutzt, kann man jetzt zentral Gruppenrichtlinien im Active Directory konfigurieren, um einzelne Optionen freizugeben oder zu sperren.

Mit Impress erstellte Präsentationen lassen sich mit der App LibreOffice Impress Remote auf Android Smartphones und Tablets öffnen. Für iOS findet sich eine passende App gerade im Freigabeprozess für Apples mobiles Betriebssystem.

Als optisches Schmankerl hat man die Nutzeroberfläche angepasst. Bisher sind 70 Prozent aller Dialogboxen umgebaut. Insgesamt soll ein neues Icon-Set mit dem grandiosen Namen Sifr die Oberfläche moderner aussehen lassen.

Links

  1. LibreOffice Download
  2. LibreOffice – Alle Neuerungen auf einen Blick

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Stille Nacht, Teure Nacht

Nun ist die Stille Nacht vorüber, beide Feiertage natürlich auch. Der laute und feurige Jahreswechsel steht unmittelbar bevor. Weihnachtsgeschenke wurden ausgepackt und für die Sylvesterböller muß noch schnell gesorgt werden. Aber was ist das? Gähnende Leere starrt mir aus meiner Geldbörse entgegen, der Geldautomat streikt mal wieder, weil das Konto am unteren Limit angelangt ist. Mir ist zum Heulen zu mute und nun weiß ich auch, warum die Geldbörse auch ironischerweise Zwiebelleder genannt wird. Es hält sich nichts drinnen und bringt mich zum heulen.

Da ist wieder ein neuer und hoffentlich guter Vorsatz fürs neue Jahr. Es muß Geld gespart werden und ich muß den Überblick über meine Finazen wahren. Um den Überblick über die Finanzen zu behalten, helfen meist die alt bewährten Haushaltsbücher. Wenn Sie jetzt an Ihrem Linux/Mac/Windows PC sitzen und diesen Artikel lesen, benutzen Sie doch einfach mal Google und suchen sie doch einmal nach Haushaltsbüchern in digitaler Form.

Google wird binnen in Sekundenbruchteilen tausende und abertausende Suchergebnisse ausspucken. Meist sind das in erster Linie Programme, mehr oder weniger kostenlos (oder auch nicht) zum Installieren auf dem Computer.

Es geht natürlich auch deutlich einfacher, auch ohne Installation. Als Spürnase habe ich auf meinem Rechner zumindestens ein Büropaket mit einem Tabellenkalkulationsprogramm herumfliegen.

Ich nutze beispielsweise Calc aus der Bürosuite von LibreOffice. Jeder andere wird eben die Software nutzen, die ihm oder ihr am besten gefällt (Excel aus dem Hause Microsoft, oder kostenlos mit OpenOffice oder eben aus Cuppertino mit einem angebissenen Apfel als Logo).

Naja ich habe meine Suchbegriffe noch um die Wörter Tabelle und/oder Excel oder Libreoffice, Calc ergänzt. Jetzt bin ich schon auf der richtigen Spur. Nein ich möchte hier diesmal keine Haushaltsbuchtabellen von verschiedenen Anbietern vorstellen, da gibts im Internet (Google hat mir in 0,31 Sekunden 20300 Treffer aufgelistet) massig davon. Die meisten Tabellen mit der Endung *.xls sind eigentlich für das Programm Excel aus dem Hause Microsoft gedacht. Aber liebe Freunde von Open-Source und angebissenen Äpfeln (Apple/Mac) diese funktionieren auch mit Calc von OpenOffice und Libreoffice, sowie verschiedenen anderen Open-Source Kalkulationsprogrammen und den hauseigenen Programmen und Apps eines Mac-Computers.

Solche vorgefertigten Lösungen haben den Vorteil, daß sie zumeist ersteinmal kostenlos sind und nicht noch einmal erstellt werden müssen. Man hat bis auf das Eintragen der Daten keine weitere Arbeit. Der Nachteil liegt eben darin, daß man vielleicht benötigte zusätzliche Funktionen und Felder nur schwer in das vorgefertigte Design integrieren kann.

Ich nutze selbst ein Tabellenkalkulationsprogramm und werde mich jetzt ran setzen, eines selbst für mich zu entwickeln. Das ist nicht schwer, Office Pakete und Tabellenkalkulationsprogramme bringen schon alle nötigen Werkzeuge mit. Formeln zur Berechnung verschiedener Daten, Diagramme zum Auswerten der Geldbestände, Einnahmen und Ausgaben. Hilfestellungen zu Problemen findet man beim Eingeben der entsprechenden Suchbegriffe bei der Suchmaschine des geringsten Mißtrauens. Für Excel (der verschiedenen Versionen) und OpenOffice gibt es auch beim Verlag Markt und Technik recht gute Kompendien, die sämtliche Funktionen der einzelnen Kalkulationsprogramme beschreiben.

Wichtig ist es für mich, den Bestand und die Bewegungen auf meinem Girokonto und dem Sparkonto genauso aufzuführen, wie daheim die Haushaltskasse mit dem Bargeld. Dann dürfen natürlich feste Einnahmen wie Lohn und Gehalt, vielleicht auch Mieteinnahmen und ständig wiederkehrende Fixkosten wie Versicherungskosten und der monatliche Abschlag für Strom und Wasser nicht fehlen. Weitere Ausgaben, wie für Kleidung, Lebensmittel oder eine Reparatur am Auto sollten sich einfach in Kategorien einteilen lassen, die dann am Monats- oder Jahresende aufaddiert und gegenübergestellt werden, gerne natürlich auch grafisch. Denn bloße Zahlenkolonnen kann man nicht gut vergleichen. Tabellenkalkulationsprogramme bieten hier eine Menge an Diagrammen und Grafiken, um Einnahmen und Ausgaben schön optisch und bildgewaltig auszugeben.

Hat man sich für eine Variante der Haushaltsbücher entschieden, also entweder selbst von Hand gemacht oder aus dem Internet gezogen, braucht man natürlich nur noch ein gewisses Maß Disziplin, um seine Einnahmen und Ausgaben dort einzugeben.

Fazit

Wer die Möglichkeiten und Funktionen einer Tabellenkalkulation wirklich selbst erlernen möchte, für den ist das Basteln eines Haushaltsbuches fast schon eine Pflicht. Aber auch jene, die ihre Einnahmen und Ausgaben individuell gegenüberstellen möchten empfiehlt sich die Handarbeit.

Für die etwas nun ja beschäftigteren Leute unter uns, sind die im Internet kostenlos oder gebührenpflichtigen Haushaltsbücher in Tabellenform eine recht gute Alternative.

Die Grundausstattzung hat man meist schon auf dem PC liegen. Wer sich scheut für den Platzhirsch Excel viel Geld auszugeben, der greift zu einem kostenlosen Opensource Tabellenkalkulationsprogramm, wie Gnummeric oder den beliebten Office-Paketen OpenOffice oder LibreOffice, die schon das Kalkulationsprogrogramm Calc mitbringen.

Links zu einzelnen Büropaketen mit Tabellenkalkulation

Mehr Infos zu den Einzelnen Büroprogrammen mit Tabellenkalulationen finden sich im Artikel Weihnachten für den heimischen PC (darauf können Sie natürlich auch Klicken).

  1. Gnumeric
  2. Softmaker Free Office
  3. Open Office
  4. Libre Office
  5. Lotus Symphony

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  1. Weihnachten für den heimischen PC
  2. Oh du fröhliches, oh du teures Weihnachtsleid

Updatesegen und Betareigen für freie Officesoftware

Free Office 2012 …

… hat von Softmaker ein kostenloses Update spendiert bekommen. Mit diesem Update wird die Integration von Free Office in Windows 8 verbessert und es bietet ab nun einen WordPerfect-Import in TextMaker. Zusätzlich wurden neue Rechenfunktionen im Tabellenkalkulationsprogramm PlanMaker eingefügt.

Eine Beta-Version von Libre-Office ist nun mit der Versionsnummer 4.0 verfügbar. Die Community beschreibt die Nummer 4.0 ziemlich kritisch, da keine wirklich großen Neuerungen eingeflossen sind, hauptsächlich einige Bugfixes und ein paar kleine Erweiterungen, wie verbesserte Multimediafähigkeiten und im Textverarbeitungsprogramm Writer die Option Kommentare direkt an Textbereiche zu schreiben an statt nur an der aktuellen Cursorposition. Zusätzlich wurde der DOCX-Import verbessert. Er soll nun auf Tablets eingegebene Handschriften und Zeichnungen importieren. Mit Draw kann man jetzt Publisher-Dokumente von Microsoft öffnen.

Die Änderungen hätten laut der Community einen Versionssprung von 3.6 auf 3.7 gerechtfertigt, aber nicht auf 4.0.

Libre-Office 4.0 gibts wieder für Mac, Windows und Linux zum Download.

Mehr dazu auf den obligatorischen Links am Ende

  1. Weihnachten für den heimischen PC
  2. Free-Office
  3. Libre-Office

Oh du fröhliches, oh du teures Weihnachtsleid

Weihnachten ist heute morgen vorbei und bei manchem stapeln sich noch die Geschenke auf dem Tisch und der Kater vom Alkohol im Kopf. Zwischen den Jahren hat man bekanntlich genug Zeit die Gaben zu sichten und auch den verbliebenen Rest im Portemonnaie. Und Weihnachten gehört zu den Festen, die ein ganz besonderes Loch in der Geldbörse reißen, denn jeder aus der Verwandtschaft bringt brav sein Geschenk vorbei und erwartet im Gegenzug auch eines dafür. Und Geschenke kosten bekanntlich Geld, außer man bastelt selbst etwas und für den Bastlerbedarf zahlt man heutzutage auch kräftig.

Auf dem aktuellen Stand seiner vorhandenen oder nichtvorhandenen Münzen und Banknoten bleibt man, wenn man ein Programm zur Finanzverwaltung auf seinem Rechner hat. Diese nützlichen Helferlein sortieren die ganzen Ausgaben und Einnahmen in verschiedene Kategorien und bereiten beides durch Diagramme anschaulich auf. So kann der Anwender gut erkennen, wo es Einsparpotential gibt und ob man bereits über seine Verhältnisse lebt.

Zum Glück bekommt man im Internet genug Freeware und Opensource Software an jeder Ecke hinterhergeworfen, vorausgesetzt man kennt die passenden Begriffe, die man Meister Google zur Suche sagen kann. Wieder stelle ich hier einige kleine Programmchen vor, zu denen die Links am Ende des Artikels führen.

Ein kleines Programmchen für Windows, Linux und MacOS nennt sich MoneyManagerEx. Es ist recht simpel gestrickt und beschränkt sich auf die Einnahmen und Ausgaben, die in privaten Haushalten üblich sind. Für Deutschversteher ist das Programm auch in der passenden Sprache erhätlich und hat beim Download eine Größe von 3,7 MB.

Mit gut verständlichen Grafiken und Diagrammen erfährt der Nutzer bei Personal Finances Free, ob seine Sparmaßnahmen für Weihnachten oder den Traumurlaub sinnvoll waren. Einnahmen und Ausgaben werden in Kategorien wie Konto, Kreditkarte oder Bargeld abgelegt. Das Programm ist in Deutsch und ist 3,5 MB groß, ist auch als portable Windows Version für den USB Stick verfügbar.

Das Haushaltsbuch von Aquamarin bietet für den Einsteiger eine recht einfache und übersichtliche Nutzeroberfläche. Unter der Haube verbergen sich allerhand Funktionen, die die weiter oben genannten Programmchen nicht besitzen. So importiert Aqumamarins Haushaltsbuch elektronische Kontoauszüge und erfasst Einnahme und Ausgabeposten. Die finanzielle Situation wird recht übersichtlich in verschiedenen Diagrammen dargestellt. Mit 5,4 MB als Download wird bei diesem deutschsprachigem Programm die heimische DSL Leitung nicht wirklich belastet.

Neben den Bewegungen auf dem Konto und der Barschaft errechnet ACEMoney auch Erträge aus Zinsen und wieviel man für laufende Kredite zahlen darf. Das Programm kommt mehrsprachig für Windows daher und ist 6,4 MB groß.

Eine tolle Anwendung für Homebanking ist Hibiscus. Es unterstützt HBCI, Pin/TAN und eine Schlüsseldiskette mit Chipkarte. Der Nutzer erledigt ganz einfach seine Überweisungen und Daueraufträge. Umsätze können verschiedenen Kategorien zugeordnet mit verschiedenen Schlüsselwörtern versehen werden. Einnahmen und Ausgaben können wieder visuell aufbereitet werden. Hibiscus ist eine Software, die mit der auf Ubuntu basierenden Linuxdistribution c’t Bankix verbreitet wird. Hibiscus ist auch als Stand-Alone Anwendung für Linux, Windows und MacOS erhältlich.

Noch einen drauf legt das Programmchen GNUCash. Es ist für Privatpersonen sowie für Geschäftsleute geeignet. Es beherrscht unter anderem die doppelte Buchführung für mehrere Konten, erstellt eine Gewinn und Verlustrechnung und Homebanking über HBCI ist auch möglich. Detaillierte Berichte und Diagramme unterstützen den Nutzer in seiner Planung. Das ganze ist für Linux, Windows und Mac erhältlich und bringt einen MySQL oder wahlweise einen Postgres Server mit, um sämtliche Eingaben möglichst barrierefrei zu speichern. Für Windowsnutzer liegt GNUCash auch als portable Version für den USB Stick vor.

Selbst ist der Herr der Geldbörse. Und wenn er ein Tabellenkalkulationsprogramm bedienen kann (es gibt schließlich genug Bücher und Internetseiten mit Anleitungen dafür), dürfte es ein Leichtes sein, mit den Kalkulationsprogramm seiner Wahl (ich habe ja welche davon im Artikel Weihnachten für den heimischen PC vorgestellt) zu erstellen.

Links

Und hier gibts wie immer die Links zu den erwähnten Programmen.

  1. Die Medienspürnase – Weihnachten für den heimischen PC
  2. MoneyManagerEx
  3. Personal Finances Free
  4. Aquamarin Haushaltsbuch
  5. Hibiscus – Homebanking
  6. c’t Bankix
  7. ACE Money
  8. GNUCash