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Die Zukunft beginnt jetzt – Ein etwas anderer Jahresrückblick auf 2015

Dr. Brown und Marty McFly

Dr. Brown und Marty McFly

In den Achtzigern wagte ein Kinohit einen Blick auf das Jahr 2015. Damals war das Jahr 2015 von den Achtzigern zeitlich genauso weit weg, wie die Fünfziger. Nun wollen wir schauen, was aus den Filmerfindungen aus dem Klassiker „Zurück in die Zukunft“ geworden ist.

Was aus dem Film ist denn nun wahr geworden?

Im Film düste der Schauspieler Michael J. Fox alias Marty McFly quer durch die Zeit, mehrmals ins Jahr 1955, ins Jahr 2015, was bis vor über einer Woche noch als Zukunftsmusik gehandelt wurde, und zurück in den Wilden Westen des 19. Jahrhunderts.

Um einige Enttäuschungen zu vermeiden: Hoverboards, schwebende Skateboards ohne Räder gibt es auch in 2015 noch nicht. Dafür waren aber andere Dinge recht scharfsinnig. Fangen wir mit den Flachbildschirmen an, die schon 1985 im Film überall herumhingen. Die stehen heutzutage in jedem Haushalt – gleich mehrmals – als Reklamemedium in Kaufhäusern und zu vielen anderen Gelegenheiten mehr.

Im Film steht ein alter Apple II Computer in einem Antiquitätenladen. Eine Anspielung darauf, daß sich die Computertechnik weiterentwickelt oder eher nicht für jeden gedacht ist? Fakt ist jedenfalls, daß die alten Rechner der Firma mit dem angebissenen Apfel heutzutage begehrte Sammlerstücke sind und auf Retro-Börsen hoch gehandelt werden – gerade bei den Amerikanern.

Fingerabdrucksensoren gibt es bereits und einige Schlösser erledigen den Dienst mit zusätzlichen biometrischen Daten

„Surf Vietnam“ steht auf einer Reklametafel im Film – gerade mal 10 Jahre nach dem Ende des Vietnamkrieges, in dem die Vietnamesen den Amerikaner ordentliche Prügel verpasst haben. Daher war Reklame für einen Urlaub in Vietnam – einem Klassenfeind der USA – gerade absurd, aber heute – 30 Jahre nach dem Film – ist Vietnam eines der beliebtesten Urlaubsziele der Leute von Amerika.

Weiter gehts mit den Powerlaschen, die sich selbst schnüren? Bis vor ein paar Jahren undenkbar. 2010/2011 haben Nike und einige andere Firmen Patente auf ein System zum automatischen Verschließen und Öffnen entwickelt. Prototypen sind schon entwickelt worden. Egal welche Firma diese nun als erste serienreif herausbringt, die Schuhe gibt’s bereits. Aber Jacken, die sich selbst der Körpergröße und -form des Trägers anpassen gibt es noch nicht wirklich – schön währe es auf jeden Fall wenn es denn auch sowetwas gibt.

Und was gibts denn nun noch nicht?

Wie schon erwähnt, gibt es noch keine Hoverboards – schwebende Skatboards. Auch gibt es noch keine Textilien, die sich automatisch in der Größe verändern. Männer tragen noch keine zwei Schlippse und jugendliche tragen eher Jeans mit Löchern anstelle herausgekrempelter Jacken- und Hosentaschen.

Pünktlichen Regen – oder auch so extrem genaue Wetterberichte („Es hört in vier Sekunden auf“) – wird man auch in diesem Jahr noch nicht erfinden. Der Tankwart an der Tankstelle wurde nicht durch einen Roboter ersetzt, sondern durch Kunden – aber wenn man bedenkt daß viele Leute im Kaufrausch sich wie Roboter benehmen, könnte man das auch sehr gesellschaftskritisch sehen. Etwas besseres als das Faxgerät wurde damals im Film auch nicht erfunden – obwohl 30 Jahre nach dem Film hat jeder Internet – aber Marty bekommt seine Kündigung noch ganz altmodisch via Fax. Auch wenn vieles automatisiert wurde, so wurden bisher auch noch keine Roboter erfunden, die die eigenen Haushunde gassi führen.

Obwohl Fingerabdrucksensoren erfunden wurden, besitzt nicht jede Tür eine Klinke, die automatisch die Fingerabdrücke scannen kann. Fliegende Autos waren damals auch noch ein eher toller Scherz und bleiben es wohl auch noch eine weile.

Power Laces 2 PROTOTYPE DEMO

Comeback für die Beutlins in einer unerwarteten Reise

Peter Jackson hat es wieder geschafft. Mit dem Hobbit ist ihm die filmische Umsetzung des gleichnamigen Buches von Tolkien gelungen und es ist ihm wieder einmal recht gut gelungen.

„Der Hobbit, eine unerwartete Reise“, spielt gute 60 Jahre vor dem Herrn der Ringe. Im ersten Film der Trilogie „Der Hobbit, eine unerwartete Reise“ sieht man, wie ein Volk der Zwerge von einem Drachen aus ihren Minen vertrieben wird. Jahre nach der Vertreibung möchte Prinz Thorin nun seine Heimat von dem Untier befreien und macht sich mit einem alten Bekannten, Gandalf dem Grauen, und sieben, nein dreizehn Zwergen auf, um dem Biest den Garaus zu machen. Zwischendurch warten noch feine andere Geschichsstränge auf den geneigten Zuschauer.

Wieder dabei sind Ian MacKellen, als Gandalf, aber auch in kurzen Nebenrollen Cate Blanchet als Galadriel, oder Elijah Wood als Herr Frodo. Sogar Christopher Lee hat als Saruman, bevor dieser die Seiten wechselt (oder hat er die schon vor dem Herrn der Ringe gewechselt?) einen kurzen Auftritt.

Der Film ist mit über 160 Minuten sehr lang gehalten, aber die Story nimmt im Gegensatz zum Herrn der Ringe rasch an Fahrt auf. Bildgewaltige Naturaufnahmen wechseln sich mit tollen Computeranimationen und knallbunten Effekten ab. Humoristische Einlagen (die Zwerge beim Stapeln vom Geschirr) ergänzen ganz gut actionreiche Filmszenen und Schlachten.

Mein Fazit: Geht in den Film, der ist durch und durch gut gelungen.

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