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Artikel-Schlagworte: „Heimcomputer“

Die lange Nacht der Spiele in Leipzig feiert Jubiläum

  • Spielenacht 2016
    Spielenacht 2016
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    Professor Bastian
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    Rene Meyer
  • Die Organisatoren der Spielenacht
  • Petro Tyschtschenko
    Petro Tyschtschenko
  • C64
    C64
  • C64 Strecke
    C64 Strecke
  • C64 mit selbstgebauten Erweiterungen - 160 GB Festplatte und CD-Brenner im Gehäuse eines 1541 Floppy-Laufwerkes von Commodore
    C64 mit selbstgebauten Erweiterungen - 160 GB Festplatte und CD-Brenner im Gehäuse eines 1541 Floppy-Laufwerkes von Commodore
  • Frühe Besucher bei der C64 Strecke
    Frühe Besucher bei der C64 Strecke
  • Amiga 600
    Amiga 600
  • ZX Spectrum
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  • Nintendo Ecke
    Nintendo Ecke
  • FPGA Konsole
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  • DOS Arena
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  • DOS Arena 2
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  • Pong Automat
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  • Pong Automat Innenleben
    Pong Automat Innenleben
  • Pong Variante mit Robotern
    Pong Variante mit Robotern
  • Autonomes Modell Auto
    Autonomes Modell Auto
  • RGB - VGA Converter
    RGB - VGA Converter
  • Rennsimulator
    Rennsimulator
  • Lando - Er zauberte Musik aus Nintendo 3DS und Gameboys
  • Musik aus Gaymboys und Nintendo 3DS
    Musik aus Gaymboys und Nintendo 3DS
  • Mensa - Das Brett und Kartenspiuelparadies der Spielenacht
    Mensa - Das Brett und Kartenspiuelparadies der Spielenacht
  • Es wird auch fleißg an Brettspielen gespielt
    Es wird auch fleißg an Brettspielen gespielt
  • Verschiedene Brettspielumsetzungen von Computerspielen
    Verschiedene Brettspielumsetzungen von Computerspielen
  • World of Warcraft Strategie-Brettspiel
    World of Warcraft Strategie-Brettspiel
  • Verpixelt Chef Eric mit seinem Spiel Valkyria
    Rumgepixelt Chef Eric mit seinem Spiel Valkyria
  • Startbildschirm Valkyria
  • Lucy Tarandaal: Die Kräuterkundige Lucy bringt dem Spieler die Grundkenntnisse der Alchemie bei und ist für einen Sidequest zuständig. Sie wurde von einer jungen Dame zur Langen Nacht der Computer an unserem Stand entwurfen.
  • Kampf: Hier sieht man den Kampfbildschirm, der Spieler kämpft von rechts nach links.
  • Alchemie: Hier sieht man den Alchemiebildschirm wo der Spieler eigene Tränke brauen kann. Dazu gibt es noch eine Koch-, und Schmiedefunktion.

Vergangenes Wochenende war es wieder soweit. Die Fachhochschule für Informatik und Medien in Leipzig hat wieder zur Langen Nacht der Spiele geladen, die zeitgleich auch ihr Zehnjähriges Jubiläum gefeiert hat.

Trotz Baumaßnahmen im Lipsius Bau der HTWK, haben sich die beiden Organisatoren Klaus Bastian und René Meyer wieder entschlossen, der Spielenacht zu ihrem zehnten Jubiläum zu verhelfen. Bekannte Gäste waren Petro Tyschtschenko (Commodore Deutschland Chef), Patrick Nevian (Hülsbecks Piano Collenction), Jörg Rittershaus (Tronimal), Ludwig Leitner (Lando) und diverse andere Künstler und Bekannte aus der Szene. Doch dazu später mehr.

Recht früh am Nachmittag (etwas um 14 Uhr) hatte die Veranstaltung geöffnet, ich war allerdings schon gegen 13 Uhr vor Ort und konnte den meisten Hobbyisten schon beim Aufbauen ihrer (Uralt)Hardware auf der Retrostrecke zusehen. Dabei waren auch wieder einige bekannte Gesichter om letzten Jahr. Tyschtschenko hatte wieder seinen Stand in der unmittelbaren Nähe der Commodore Hobbyisten und verkaufte neben seinem Buch auch Gehäuse und Netzteile für den 1200er Amiga aus irgendwelchen restbeständen, die er irgendwo gefunden oder erworben hat.

Wie letztes Jahr auch, hat man wieder die unterschiedlichsten Retro-Computer und Konsolen aus der Vergangenheit bewundern dürfen. Die Besitzr der Ausstellungsstücke erlaubten esogar, die alten Geräte ausgiebig zu testen und Spiele darauf zu daddeln. Auf Wunsch wurde sogar andere Software darauf gezeigt. Die meisten der ausstellenden Hobbyisten standen auch noch Rede und Antwort zu ihren zumeist Lieblingsgeräten. Sogar aus Nürnberg kam man angereist. Einen eigenen Bereich bekamen PCs aus der DOS Ära, wo alte Games gezeigt wurden und man als Besucher auch ausgiebig testen und spielen konnte.

Etwas Internationaler wurde ist, als am Abend (nach 18 Uhr) ein Konzert statt fand. Patrick Nevian spielte ein paar Stücke von Chris Hülsbeck – die er auch auf seiner CD „The Piano Collection“ vermarktet. Diese CD ist überall erhältlich, wo es Platten gibt. Lodwig Leither, alias Lando und Jörg Rittershaus mit dem Künstlernamen Tronimal gaben ein paar Stücke zum Besten. Beide nutzen eher unkonventionelle Musikinstrumente. Mit Sounds und Melodien aus Gameboy und Nintendo 3D, einem Mischpult und einer Anlage zauberten sie Musik (sie nahmen die Sounds aus verschiedenen Geräten und mischten diese live zu eigenen Songs und Musikstücken). Zu Hören waren sie noch den ganzen Tag in der Eingangshalle des HTWK.

Wie Jedes Jahr gab es auch in der Mensa so einiges zu sehen. Brettspiele, Konfliktsimulationen, Kartenspiele und verschiedenes mehgr. Von den Ausstellern konnte man sich so einiges über ihre Hobbys erzählen lassen und war auch eingeladen eine Runde mitzuspielen.

Weiter im Erdgeschoss zeigten die Bastler vom Makerspace ihr Können – Drohnen und 3D Drucker waren hier angesagt und im Nebenraum bot die Hochschule Lötkurse (für Platinen und Halbleiter) an. Hat man sich von der Mensa und den Lötkursen trennen können, erwartete in der ersten Etage des Lipsius Bau ein Anime-Kino, sowie verschiedene Projekte von Studenten. Ein interessantes Projhekt war ein autonomfahrendes Modellauto. Im Inneren des Autos ist ein vollwertiger PC mit Prozessor, RAM, Festplatte, Lüftern und so versteckt, sowie verschiedene Platinen und Coprozessoren für Sensorik. Als Betriebssystem für das Auto nahm man ein speziell angepasstes Ubuntu (ein Linux) und dazu selbst erstellte Software, für die Steuerung und Messdatenauswertung der Sensoren – alles muß und wird in Echtzeit berechnet. An einer Leinwand zeigte man via Beamer, wie das Auto seine Umwelt und Hinternisse wahr nimmt.

In  der Etage Drei – Etage zwei war schon die beschriebene Retro-Computingstrecke – gab es neben einer Spieleschau auch Turniere in Tetris, diversen Prügelspielen (Street Fighter, Tekken usw). Bei diesem Turnier konnte sich jeder anmelden und es gab verschiedene Preise zu gewinnen.

Neben diesen Turnieren war noch der Leipziger eSports Verein anwesend, der die lange Nacht der Spiele reginale Gamer mit verschiedenen Titel zusamnmen bringen wollte. Leaque of Legends, StarCraft und einige andere Titel wurden hier gespielt.

Um die Spielenacht herum, gab es wieder ein umfangreiches Vortragsprogramm über Spiele, alte Computer und neue Spiele für alte Computer. Petro erzählte in einem Vortrag Annekdoten aus seiner Zeit bei Commodore und danach.

Ergänzt wurde die Spielenacht durch ein Roboterfußballturnier in der Sporthalle der Hochschule, sowie eine Spieleschau von jungen (und älteren) Entwicklern. Eric Oehmichen (ehemals RPG Schmiede Leipzig) zeigte sein Spiel Valkyria, was als Fork von Das verlorene Königreich gilt. Es basiert auf dem Game, was die Jungs letztes Jahr schon bei der Spielenacht vorgestellt haben und ist ein Rollenspiel im Stile des alten Zelda – also in Kacheloptik. Gebaut wird das ganze im RPG Maker und Photoshop (einige Grafiken). Zu erreichen ist der „Chefentwickler“ dieses Games auf Facebook. Vielleicht gibt es ja demnächst einen Download zum Spiel um es ausführlicher zu testen.

Fazit

René Meyer und Professor Klaus Bastian haben wieder ein tolles Event (trotz Bauarbeiten) auf die Beine stellen können, was in der Szene mittlerweile schon ein bisschen als Ersatz für die abgewanderte Gamesconvention ist. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an beide Organisatoren. Hoffentlich habt ihr nächstes Jahr wieder soviel Zeit und Elan die elfte Ausgabe der Leipziger Spielenacht auszurichten.

Mit diesem Artikel feiert hier bei der Medienspürnase auch ein neues Gadget sein Debüt (zumindest hier). Meta Slider heißt das Plugin. Es ermöglicht Bilderstrecken schön kompakt zu veröffentlichen, ohne den Artikel zu sehr aufzublähen und zu verlängern. Am Anfang dieses Artikels befindet sich die erste Bilderstrecke über die Spielenacht.

 

Links

  1. Leipziger Spielenacht
  2. RPG Schmiede
  3. Rumgepixelt bei Facebook
  4. Ein Insider packt aus – Petro Tyschtschenkos Buch über Commodore und Amiga
  5. RPG Maker

Markenschutz für Amiga abgelaufen

Amiga Boing Ball

Amiga Boing Ball

Der Schutz der Markenrechte für Amiga und AmigaOS ist in Deutschland abgelaufen – offenbar will niemand mehr den Kultcomputer weiter vermarkten. Frei nutzbar ist das legendäre Label allerdings noch nicht in Europa.

Wer sich schon etwas länger mit Computern beschäftigt, der hat natürlich in irgendeiner Form schon vom legendären Amiga gehört. Noch immer gibt es eine lebendige Bastler- und Programmiererszene rund um die Heimcomputer. Was es nicht mehr gibt: einen gültigen Markenschutz für Amiga und AmigaOS in Deutschland. Das hat die Webseite Amiga-News.de herausgefunden. Quelle sind die entsprechenden Einträge beim Deutschen Marken- und Patentamt, die offenbar nicht verlängert wurden.

Schon länger seien Rechte an Marken und Warenzeichen rund um den Amiga abgelaufen – allerdings habe es sich dabei meist um „Mehrfachregistrierungen oder kleinere Märkte wie Bulgarien“ gehandelt, so Amiga-News. In den Jahren bis 2018 würden nun aber alle „wesentlichen Marken in den wichtigen Märkten“ zur Verlängerung anstehen. Frei nutzbar sei „Amiga“ aber noch nicht: Die Registrierung beim europaweit zuständigen European Intellectual Property Office laufe erst 2018 aus.

Wer welche Rechte an Amiga und AmigaOS hielt und hält, ist – unabhängig von den aktuellen Löschungen – nicht ganz klar. In erster Linie dürfte das aus New York stammende Unternehmen Amiga Inc. mit den Markenresten in Verbindung stehen. Richtig aktiv ist die Firma jedoch nicht mehr, auch ihre Webseite wirkt veraltet und ist fehlerhaft; auf Facebook veröffentlicht sie jedoch halbwegs regelmäßig Lebenszeichen. Für die Weiterentwicklung des Betriebssystems Amiga OS war in den vergangenen Jahren die belgische Firma Hyperion Entrertainment zuständig.

Links

  1. Amiga-News.de
  2. Amiga Incorporated
  3. Amiga Incorporated bei Facebook
  4. Hyperion Entrertainment

Deutsches Museum der digitalen Kultur eröffnet in Dortmund

C64 mit Floppy

C64 mit Floppy

 

Fans von C64, Atari und Pong-Konsolen dürfte das Deutsche Museum der digitalen Kultur gefallen. Im Frühjahr 2016 eröffnet das deutschlandweit erste derartige Museum in Dortmund; zu den Exponaten zählen 250 Spielkonsolen und 200 Heim-Computer.

Bereits in den 50er Jahren entstanden erste experimentelle Spiele, der erste Prototyp einer Videospielkonsole stammt bereits aus dem Jahr 1968. Das Deutsche Museum der digitalen Kultur will künftig die Geschichte der Heimcomputer und der dazugehörigen Spiele zeigen. Die Eröffnung in einem ehemaligen Zechengebäude ist für das Frühjahr 2016 angekündigt. An interaktiven Stationen sollen Besucherinnen und Besucher die Entwicklung der Heim-Computer und Videospiele kennenlernen.

Initiator Christian Ullenboom will in Eigeninitiative die digitale Geschichte bewahren – und die Entwicklung zeigen, die vom ersten Heimcomputer zur heutigen „digitalen Gesellschaft“ führte. Dafür hat der 42-Jährige ein altes Zechengebäude gekauft, das er derzeit instand setzen lässt. Rund 700 Exponate stehen für die verfügbaren fast 2000 Quadratmeter parat: über 250 Spielkonsolen, 200 Heimcomputer – demnächst wird auch ein Flug-Simulator angeliefert. Ullenboom will wesentlich stärker auf Original-Hardware setzen als das Computerspielemuseum in Berlin, das 1997 als erstes Museum ähnlicher Art weltweit eröffnete.

C64, Atari, Amiga: Was gemeinhin als Vorläufer der heutigen Videospielplattformen gilt, sind für Kenner schon Nachfolger erster experimenteller Spiele und Prototypen der 50er und 60er Jahre. „1958 wurde Tennis for Two entwickelt – das war das erste Videospiel. Das gibt es heute nicht mehr im Original und kann nur noch nachgebaut werden“, sagt Ullenboom. Ende der 60er folgte die „Brown Box“ von Ralph Baer, die 1971 als „Magnavox Odyssey“ auf den Markt kam – als erste Spielkonsole überhaupt. Es folgten Atari und Amiga, PC und Mac, die Nintendo-Konsolen, schließlich Playstation und Xbox.

Immer wieder jedoch verschwinden Spiele in der Versenkung. Erst 2014 buddelten Filmemacher einen Schatz in der Wüste New Mexicos aus: Dort hatte die Firma Atari im Jahr 1983 ihr im Verkauf geflopptes Spiel „E.T.“ lastwagenweise vergraben. „Aus Sicht eines Computerspielehistorikers ist es zum Teil entsetzlich, was da passiert“, sagt Jochen Koubek, Medienwissenschaftler an der Uni Bayreuth. Er betreut den deutschlandweit ersten Studiengang der Computerspielwissenschaften.

„Lange Zeit galten Computerspiele auch bei den Firmen selbst als reines Konsumgut, nicht als Kulturgut“, sagt Koubek. Die Filmindustrie habe ein vergleichbares Problem gehabt: Als in den 70er Jahren das Interesse an Filmen aus den Anfängen des Kinos aufflammte, waren viele Filmrollen bereits verrottet. Ein immenser Verlust für Fans und Wissenschaft – weil die Archivierung zu spät begann.

„Noch haben wir die Chance, sehr viel zu bewahren, aber im Moment ist alles vom Engagement der Fan-Szene abhängig – es ist weder systematisiert, noch wird es öffentlich gefördert“, sagt Koubek. Das Urheberrecht bilde zudem für die wenigen Museen oft eine unüberwindbare Hürde. Auch in Dortmund und Berlin müssen die Museen mit jedem Rechteinhaber einzeln abklären, ob sie beispielsweise ein Spiel mit Kopierschutz von einer zerfallenden Diskette retten dürfen.

„Das ist ein extrem hoher Aufwand“, sagt Andreas Lange, Gründer des Computerspiele-Museums Berlin, das in diesem Jahr erstmals 100 000 Besucherinnen und Besucher begrüßte. Rechteinhaber seien häufig nicht mehr zu finden. „Verwaiste Werke“ nennt das die Gesetzgebung – wenn es um Filme, Musik oder Bücher geht. „Computerspiele kommen aber im Gesetz nicht vor“, sagt Lange. Mithilfe eines eigens gegründeten europäischen Verbands für Computerspielemuseen bemüht er sich, das zu ändern. Bis die Bemühungen von Erfolg gekrönt sind, wird sich aber auch das Museum in Dortmund mit dem Urheberrecht auseinandersetzen müssen, um digitale Spielegeschichte einem öffentlichen Publikum präsentieren zu können.

Killerspiele! Der Streit beginnt

DOOM

DOOM

Der kommende Samstag (6. Februar) dürfte Computerspielbegeisterte einmal vor den  heimischen Fernseher ziehen. Das ZDF strahlt auf dem Infokanal (ZDFinfo) den Auftakt einer neuen Doku-Reihe aus.

Killerspiele – Eine Doku-Reihe zur Geschichte der First-Person-Shooter

Killerspiele – kaum ein Wort in der deutschen Gaming-Landschaft ist so aufgeladen, kaum eine Debatte wurde so emotional geführt. Wer heute das Wort Killerspiele hört, denkt an „Counter Strike“, an „Doom“, mit großer Wahrscheinlichkeit aber auch an: Erfurt, Winnenden – den Tatorten von Schul-Amokläufen, die Anfang der Nullerjahre Deutschland erschütterten. Schnell waren die Schuldigen damals gefunden: sogenannte First-Person-Shooter, im Boulevard-Duktus hießen sie fortan Killerspiele.

Doch hinter der Geschichte dieser Computerspiele verbirgt sich so viel mehr – ZDFinfo erzählt sie, in einer dreiteiligen Doku-Reihe. Den Anfang macht der Film „Killerspiele! Der Streit beginnt“ am 6. Februar 2016, 23.15 Uhr in ZDFinfo.

Schon Mitte der 70er Jahre erschien mit „Death Race“ das erste Spiel, das eine Gewalt-Diskussion provozierte – auch wenn man damals nur pixelige Autos auf pixelige Strichmännchen zusteuern musste. Dieser erste Teil der Doku-Reihe erzählt, wie die Gewalt in die Computerspiele kam – von den Anfängen an Daddel-Automaten in den USA bis hin zur Entwicklung von „Doom“, der Mutter aller Killerspiele. Für den 45-minütigen Film hat Autor Christian Schiffer unter anderem Doom-Mitschöpfer John Romero in seiner Wahlheimat in Irland besucht und über seine Pionier-Rolle im Genre der First Person-Shooter gesprochen.

Im Deutschen Computerspiel-Museum in Berlin und dem Zentrum für Kunst- und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe hat der Autor sich die Exponate aus 40 Jahren Gaming-Geschichte zeigen lassen und Szene-Größen wie den ehemaligen „Powerplay“-Redakteur Boris Schneider-Johne und „Gamestar“-Chefredakteur Gunnar Lott getroffen. Weitere Gesprächspartner: Hans Ippisch, Schöpfer des frühen Ballerspiels „Soldier!“, Andreas Lange, Direktor des Deutschen Computerspiel-Museums, Elke Monssen-Engberding, Vorsitzende der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien und Stephan Schwingeler, Kunsthistoriker am ZKM.

Den Auftakt zur Doku-Reihe macht der Film „Killerspiele! Der Streit beginnt“ am 6. Februar 2016, 23.15 Uhr in ZDFinfo. Zur Einstimmung auf die Dokumentation zeigt ZDFinfo vorgeschaltet die Filme „Väter der Pixel-Monster“ (Samstag, 6. Februar 2016, 21.00 Uhr) und „Atari: Game Over“ (Samstag, 6. Februar 2016, 22.30 Uhr).

 

 

Commodore Logo

Commodore Logo

Der Film „Väter der Pixel-Monster – Englands Computerspiel-Pioniere“ erzählt die beeindruckende Geschichte der britischen Videospielindustrie zwischen 1979 und 1996. Der Film zeigt, wie die Kreativität und Vision weniger Einzelner es Großbritannien ermöglichte, eine Pionierrolle zu spielen und den Weg zur heutigen, Milliarden Dollar schweren Videospielindustrie zu ebnen.

Atari Logo

Atari Logo

 

 

 

 

Die Dokumentation „Atari: Game Over“ geht dem „größten Geheimnis der Spiele-Industrie“ nach. 1983 soll Atari unzählige Exemplare des gefloppten Spiels E.T. – Der Außerirdische in einer Mülldeponie in New Mexico vergraben haben. Microsoft machte sich auf die Suche und fand sie. Die dabei entstandene Doku zeichnet nicht nur die Suche nach den Spielen nach, sondern blickt auch auf die erste goldene Ära der Videospiele und ihren spektakulären Zusammenbruch zurück. Denn der Flop wird als einer der Gründe für den Untergang von Atari gesehen.

Links

  1. Killerspiele! Der Streit beginnt
  2. „Atari: Game Over“

WLAN für den C64

C64 WLAN Modul

C64 WLAN Modul

Stolze C64-Besitzer können ihren geliebten „Brotkasten“ jetzt sogar mit einem WLAN-Modul ausstatten. 150 Dollar will der Entwickler dafür haben.

 

1982 kam er auf den Markt – der bei vielen heißgeliebte Commodore 64 oder C64. Bei vielen wurde er auch liebevoll Brotkasten genannt und erreichte in der 8-Bit Ära Kultstatus. Beliebt war er bei Musikern wie Chris Hülsbeck wegen SID dem Soundchip mit 3 Kanälen – mit dem unvergessene Melodien produziert wurden.

 

34 Jahre nach dem Produktionsbegin  des C64 hat Leif Bloomquist im Rahmen der Tagung World-of-Commodore im kanadischen Ontario ein WLAN Modul vorgestellt. Dank dieses Moduls kann ein C64 jetzt in einem aktuellen Netzwerk eingesetzt werden. Als Basis für sein WLAN-Modul setzt er einen Arduino-kompatiblen MicroView samt OLED-Display ein.

 

Das WLAN Modul hat einen Kostenpunkt von 150 Dollar und wird direkt über die Webseite von Leif Bloomquist verkauft. Einen richtigen Wbshop gibt es allerdings nicht. Wer ein Commodore Fan ist und an dem Modul interessiert ist, muß einem PayPal.me Link zu folgen. Zusätzlich empfiehlt der Hersteller einen USB-Programmer für weitere schlappe 20 Dollar zu kaufen.

 

Wie sinnvoll die Anschaffung eines WLAN-Moduls für einen 33 Jahre alten Computer ist, muss jeder an dieser Stelle natürlich selbst entscheiden. Interessant ist es aber allemal, dass Fans des Heimcomputers sich noch immer so ausgiebig mit dem C64 beschäftigen. Wer das WLAN-Modul von Bloomquist im Einsatz erleben möchte, kann sich hier ein Testvideo des „Scene World Magazine“ ansehen:

 

Commodore WiFi Modem review

Links:

  1. WLAN Modul C64 bei Leif Bloomquist

Spielenews – PS2-Games für PS4|Dungeon Master News|Minecraft für die Wii

Es gibt wieder drei News aus der Welt der Spiele, zwei sind etwas Retro, das Dritte sieht auf Grund der Grafik nur Retro aus.

Playstation 2 Spiele für die PS4

PlayStation 2 Games jetzt auf PS4 verfügbar

Im Playstation Network stehen ab sofort acht PS2-Spiele für die PS4 zum Download bereit, darunter GTA 3 und GTA San Andreas. Wer die Titel schon für die PS2 besitzt, muss sie für die PS4 trotzdem noch einmal kaufen.

Sony macht seine neueste Konsolengeneration zur Playstation 2 abwärtskompatibel. Allerdings erscheinen im PSN nur acht der alten Spiele, daher sollte man seine alte PS2 noch nicht einmotten.

Zu den acht PS2-Klassikern, die noch heute im Playstation Store angeboten werden sollen, zählen Dark Cloud, Grand Theft Auto 3, Grand Theft Auto: San Andreas, Grand Theft Auto: Vice City, Rogue Galaxy, The Mark of Kri, War of the Monsters sowie Twisted Metal: Black. Für jeden der Klassiker werden PS4-Spieler mit 9,99 bzw. 14,99 Euro zur Kasse gebeten. Wer die PS2-Urgesteine noch auf Disk besitzt, hat leider keine Vorteile: Nach dem Kauf wird der jeweilige Titel über das Internet auf die PS4 geladen.

 

Der Käufer kriegt allerdings eine angepasste und aufgebohrte Version des Klassikers. So können in jedem der Spiele Trophäen freigespielt werden. Die pixelige Ursprungsgrafik wird in eine zeitgemäße 1080p Auflösung (FullHD) Auflösung hochgerechnet. Share Play (anderen Spielern über die Schulter schauen), Remote Playe (Streaming des Spiels auf eine Vita oder ein Xperia-Smartphone) oder Handbücher für die Playstation-App sowie die Playstation Vita gehören ebenfalls zum Funktionsumfang.

Microsoft geht bei seiner Xbox One einen anderen Weg. Zwar müssen auch hier die Spieldaten der Vorgängerkonsole Xbox 360 heruntergeladen werden. Besitzer des Originalspiels müssen jedoch nicht noch einmal zahlen. Darüber hinaus ist die Liste der unterstützten Klassiker bei der Xbox One mit über 100 Spielen deutlich länger.

Eilmeldung – Dungeon Master

 

Dungeon Master Teil 1

Dungeon Master Teil 1

In früheren Artikeln berichtete ich bereits über Dungeon Master.  George Gilbert hat seine Dungeon Master Portierung für den Windows PC unvermittelt offline genommen. Return to Chaos hieß dieser Clone und enthielt alle drei erschienenen Titel der Dungeon Master Trilogie – Dungeon Master 1 + 2 sowie The Chaos Strikes Back. Ich habe mir erlaubt, die gesamte Versionshistory von Return to Chaos auf Dropbox bereit zu stellen.

  1. Auf ein neues mit Dungeon Master Java
  2. Problembehandlung Dungeon Master Java
  3. Meister der feuchten Keller – Dungeon Master

Minecraft für die Wii U

Minecraft Gebirgslandschaft

Minecraft Gebirgslandschaft

Man könnte annehmen, daß es Minecraft schon für jede erdenkliche Hardware gibt. Weit gefehlt. Besitzer der Wii U können sich Minecraft erst am 17. Dezember 2015 zulegen. Allerdings gibt es einige Schmankerl für diese späte Portierung. Damit will Mojang (das Entwicklerstudio von Minecraft) die wohl größte Versorgungslücke schließen.ie Umsetzung ist nur über den Downloadshop von Nintendo erhältlich, der liegt bei 30 Euro. Zum Lieferumfang des Spiels gehören einige der beliebtesten Skin-, Texturen- und Ressourcenpakete, darunter das Battle & Beasts Skin Pack sowie das Natural Texture Pack und das Fantasy Texture Pack. Gleichzeitig soll es gegen Geld weitere Pakete geben, etwa das Skyrim Mash-up Pack. Nintendo und Mojang arbeiten darüber hinaus an weiteren Ergänzungen. Welche das sind und wann sie erscheinen, wollen die Firmen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.

Die Minecraft Wii U Edition soll sich auch ohne Fernseher nutzen lassen. Falls das TV-Gerät anderweitig genutzt wird, können Spieler also auf dem Gamepad-Bildschirm spielen.

Von Spielkonsolen, Heimcomputern und den passenden Eingabegeräten

Für das lange Sommerloch 2015 habe ich mir wieder mehrere Bücher angeschaft. Zwei an der Zahl um genau zu sein. Beides sind eher als Nachschlagewerke gedacht. Ersteres heißt Spielkonsolen und Heimcomputer 1972 bis 2015 und ist derzeit in der  fünften erweiterten Auflage erhältlich. Das zweite nennt sich schlicht und einfach Joysticks – Eine illustrierte Geschichte der Game-Controller 1972 bis 2004.

Winni Forster

Beide Titel sind von Winnie Forster herausgegeben worden, im Laufe seiner Karriere schon seit 1982 am Computer saß und seit den 90er Jahren in der Videospielbranche tätig ist. Er war leitender Redakteur bei PowerPlay und Redaktionsleiter bei Cybermedia. Aktuell schreibt er auch für die deutsche Ausgabe des RetroGamer.

Spielkonsolen und Heimcomputer

Spielkonsolen und Heimcomputer

Spielkonsolen und Heimcomputer

Diesen Titel des Gameplanverlages kann man durchaus eher als Nachschlagewerk verstehen anstatt als Büchlein, welches man von vorn bis hinten durchliest. Der Preis mit 27,80 Euro ist auf den ersten Blick ganz schön happig. Blättert man das Buch durch, fallen dem geneigten Leser die vielen Farbabbildungen und etliche durchgängig farbig gedruckten Seiten auf. Durch die vielen Farbfotos auf über 260 Seiten ist der Preis schon gerechtfertigt. Das Buch fühlt sich beim ersten Durchblättern schon hochwertig an, die Kapitel kommen in Magazinoptik daher – mattes Hochglanzpapier eben. :x

Das Buch beginnt Anfang der siebziger Jahre und beschreibt die Aufbruchstimmung bei den Spiel-Automaten und setzt dann direkt bei den ersten Konsolen von 1972 ein. Chronologisch werden über 500 Geräte präsentiert, von unbekannten „Dingern und Machwerken“ wie Fairchild II über die Bestseller von Commodore und Atari bis hin zu aktueller Spielehardware wie der XBox One und dem Apple I-Phone vorgestellt. Jede Hardware wird auf einer bis maximal sechs Seiten vorgestellt, dazu gibts Farbfotos der Konsole oder des Computers und eben recht bekannten Spielen dazu

Jede Hardware Ära hat einen kurzen Vorspann, in dem die Neuerungen beschrieben werden. So wird der Beginn der Automatenära beschrieben, dann die 8-Bit Ära und so weiter bis ins 21. Jahrhundert.

Fazit: Für jeden Retro-Fan eine Pflichtlektüre fürs Bücherregal. Als Nachschlagewerk oder zum Blätter immer gut geeignet wegen der Vielfalt der Infos und der guten Übersichtlichkeit.

Joysticks - Eine illustrierte Geschichte der Game-Controller 1972 -2004

Joysticks – Eine illustrierte Geschichte der Game-Controller 1972 -2004

Joysticks – Eine illustrierte Geschichte der Game-Controller 1972-2004

Winnie Forster und Stephan Freundorfer, die beiden Herausgeber dieses Titels, konnten es augenscheinlich nicht lassen, im Titel eine Anspielung auf Stephen Hawkings Werk (Eine illustrierte Geschichte der Zeit) zu machen, zumindestens hat das für mich so den Anschein.

Mit diesem Band hält man ein schmaleres Buch mit 140 Seiten in der Hand. Der Preis ist mit 17 Euro 80 für dieses Buch in magazindicke wieder etwas hoch, dafür aber auch wieder qualitativ verarbeitet – Mattes Hochglanzpapier. Die Gamecontroler sind wieder zeitlich chronologisch geordnet von den frühen 70er Jahren des letzten Jahrhunderts bis zu den frühen Jahren des 21. Jahrhunderts. Gezeigt wird auch so manches kurioses oder auch Verkaufsflopp. Beispielsweise das Joyboard der Firma Amiga Inc., welches durch den Guru-Meditationsfehler in die Analen der Computergeschichte eingegangen ist.

Kurze Geschichte am Rande Das Joyboard muß so

Amiga Joyboard

Amiga Joyboard

um ’84 auf den Markt gekommen sein, als Steuerungsgerät für Atarikonsolen. Leider gabs schon während der Veröffentlichung des Gerätes Spiele und Konsolencrash, den Commodore und Atari ausgelöst haben. Sinkende Konsolenumsätze bei Atari liesen diese Steuerung kurzerhand floppen. Also nahm man die Geräte bei Amiga um zu meditieren. Das Joyboard selbst kam rund zwei Jahrzehnte vor Nintendo mit dem Wii Balance-Board heraus. Es ist eine Wippe, die man in 8 Richtungen drücken konnte und nur grobmotorisch mit vollem Körpereinsatz bedienen konnte. Spiele dafür gabs kaum, weil just in Moment der Fertigstellung der Konsolenmarkt crashte. Allerdings war man schon in der Entwicklung des Amigas vertieft und es sollte zu dem neuen Computer auch gleich ein Betriebssytsm entwickelt werden. Aber so eine Neuentwicklung ist nicht immer problemlos. Immer wenn irgendein Softwarefehler auftrat, schlossen die Entwickler ein Joyboard an und setzten sich drauf. Nun war es an der Zeit so still zu sitzen wie ein meditierender Guru, um den Zeiger auf dem Bildschirm nicht zu bewegen. Das soll die Entwickler entspannt haben und bei den Lösungen anstehender Probleme geholfen haben. Daher gabs dann später bei Softwarefehlern statt den schnöden Namen Error die Guru Meditation, ein Synonym dafür, daß der Computer sich aufgehängt hat.

Weiter im Text: Das vorliegende Buch über Joysticks ist recht leicht und schmal und passt auch noch schnell in jeden Reisekoffer. 140 Seiten mit Farbfotos bringen recht übersichtlich und leicht verdaulich die wichtigsten Fakten (leider nicht die gerade eben geschriebene Annekdote) dem Leser nahe. Für jeden, der schon das oben beschriebene Buch über Konsolen und Heimcomputer besitzt eine ideale Ergänzung zum Stoff.

 

Links und Quellen

Ein lieben Dank auch an Winnie Forster von Gameplan, der mir für den Artikel die Coverscanns zur Verfügung gestellt hat.

Kurz gemeldet – Nachfolger des C64 soll als MEGA65 erscheinen

Mega65 - Alt: Das Gehäuse orientiert sich eng am Vorbild und widerspricht momentanen Design-Trends bei Desktops

Mega65 – Alt: Das Gehäuse orientiert sich eng am Vorbild und widerspricht momentanen Design-Trends bei Desktops

Der C65 war bei Commodore eigentlich als Nachfolger des legendären Brotkasten C64 gedacht und wurde auch als solcher entwickelt. Erschienen ist er damals nie, weil schon die 16-Bit Sparte in den Startlöchern stand. Nun wollen einige Hersteller den C65 als Mega65 weiterentwickeln, der seinen Homcomputervorgänger übertrifft.

Commodore war für seine legendären Homecomputer bekannt. PET, C64, VC20 nur um einige zu nennen. Nun hat das hat das Museum of Electronic Games & Art auf seiner Projektseite angekündigt, den Mega65 zu entwickeln – einem Computer, der sich an dem nie erschienenen Commodore 65 orientiert.

Back to the Roots

Der Mega65 wirkt mit seiner Ausstattung heutzutage schon recht fehl am Platze. Der Blog Vintage is the New Old zeigt die geplanten Hardwarespezifikationen auf. Dazu sollen beispielsweise 128 kBArbeitsspeicher, 32 kB Farb-RAM und ein 48 MHz langsamer FPGA-CPU verbaut werden. Der VIC IV soll als V>ideo-Controller zum Einsatzkommen, der ebenfalls alle Modi des V>ic I, II und II beherrscht.

Anwender können auf drei Grafik-Modi zurückgreifen: 320 x 200 Pixel mit zwei Farben, 160 x 200 Pixel mit vier Farben sowie 1920 x 1200 Pixel mit 256 Farben. Letzterer greift auf den Zeichensatz des Systems zurück. Es gibt unterschiedliche 256-Farb-Paletten für Sprites, Bitplanes und Zeichen.

Via VGA-Ausgang kann man einen Monitor anschließen, der Softwareaustausch geschieht via SD-Karte. Aber auch ein echtes Floppy-Laufwerk soll mit an Bord sein. Weitere Peripherie soll via USB angeschlossen werden und eine Ethernetbuchse soll der Mega65 auch besitzen.

Beim Ton gibts derzeit nur Mono-Ausgabe, Stereo soll folgen. Spieler können zwei Joyszicks an das Gerät anschließen, Aufnahmen weißen auf DE-9-Ports hin.

Retro vom Feinsten

Insgesamt soll dieser 8-Bit Rechner 50 mal schneller sein, als der C64 und gleichzeitig hochgradig kompatipel mit diesem bleiben. Dementsprechend soll das System mit Images im D81- und später auch im D64-Format umgehen können. Für ein vollendetes Retro-Gefühl haben sich die Designer ebenfalls optisch an der Vorlage orientiert, das Gehäuse entspricht eindeutig nicht dem momentanen Desktop-Geschmack.

Wer gerne bastelt, kann sich den Computer zudem auch daheim zusammenschrauben. Das gesamte Design der Hardware und Software liegen als Open-Source-Pläne (LGPL) vor. Alternativ können Interessierte den Rechner auch bei den Entwicklern kaufen. Der endgültige Preis steht jedoch noch nicht fest, angedacht ist eine Veröffentlichung im März 2016.

Links

  1. Projektseite des Museum of Electronic Games & Art – Ankündigung des Mega65
  2. Vintage is the New Old – Spezifikationen des Mega65

Die Lange Nacht der Spiele – Retrocomputing in Leipzig

Letztes Wochende hat es mich zur langen Nacht der Spiele in Leipzig verschlagen. Veranstaltungsort war die Fachhochschule für Informatik und Medien in Leipzig. Zu sehen gab es alles vom Retro-Computing, über Anime und Brettspiele bis eSports und Robotik. Hier ein kurzer Abriss meiner Eindrücke. Es ist schwer überhaupt einen Anfang zu finden, aber ich versuche mein Bestes.

Commodore Logo

Commodore Logo

Als Generation Amiga habe ich mich hauptsächlich im Bereich Retrocomputing herumgetrieben. Zu sehen waren eigentlich viele Homecomputer der ausklingenden 70er Jahre und der 80er Jahre. Beliebte Geräte in Deutschland waren beispielsweise der C64 und verschiedene Homecomputer der Marke Amiga, ebenfalls aus dem Hause Commodore. Hierfür hatte man eigens einen ganzen Unterrichtsraum zur Verfügung gestellt, hauptsächlich mit C64 und einigen Amiga Homecomputern (Amiga1200, Amiga 600). Petro Tyschtschenko hatte hier auch seinen Stand, an dem er sein Buch (ich berichtete in einem früheren Artikel über dieses Buch) verkaufte und signierte. Zuweilen stand er auch für Fragen über Commodore und Amiga, die er wahrscheinlich schon gefühlt zum tausendmillionsten Mal beantwortet hatte, zur Verfügung. Zwischenzeitlich hatte er noch zwei Vorträge über seine Arbeit bei Commodore und nach dem Fall des Computerriesen. Allerdings habe ich mich auch auf den Prototypen des Amiga Walker gefreut, aber Petro hatte den daheimgelassen, weil er dachte es geht nur um Spiele. Daher hatte er nur einen C64 und einen Amiga 1200 aufgebaut und Software gezeigt.

 

Atari Logo

Atari Logo

Leichte Zweifel über den friedlichen Verlauf dieses Events kamen mir auf, als ich vorm Eingang der Commodore-Lounge vier oder fünf Atari ST aufgebaut sah. Es geht ja die Geschichte herum, daß Jay Miner mit seiner Firma Hi Torro, die ja später in Amiga umgetauft wurde, bei der Firma Atari einen anständigen Kredit aufnahm, um die Weiterentwicklung des Amiga zu Finanzieren. Mittlerweile war ja irgendwann um 1984/85 Commodoregründer Jack Tramiel zu Time Warner gewechselt und übernahm die Spielautomatensparte Atari, eben jener Firma, die Amiga Geld lieh (das muß aber noch vor Tramiels Antritt bei Atari gewesen sein). Als er sah, daß Amiga ihm Geld schuldete, wollte er die kleine aufstrebende Computerfirma einfach kassieren und aufkaufen (wegen der super Grafik Chips, die Atari in eigene Geräte bauen wollte). Commodore kam an und bot mehr für Amiga – übernahm damit auch gleich die ganze Firma. Was folgte war ein langer und erbitterter Streit um Lizenzen und angeblich verletzter Patente. Das ganze uferte, gerade bei den Fans der beiden Computermarken zu einem Glaubenskrieg aus. Aber das sind olle Kamellen, die Commodore-Fans und Atari-Fanboys saßen bei ihrem Retrocomputing-Hobby jedenfalls einträchtig nebeienander.

Hauptsächlich habe ich mich im Bereich des Retrocomputing aufgehalten. Für jede Computer- und Konsolenmarke gabs ein eigenes Zimmer. Von Atari über Sega, Schneider CPC, Spectrum ZX, Teleco und PCs mit einem Alter von bestimmt 30 Jahren gabs eigentlich jede Menge erhaltener und funktionsfähiger Geräte zu sehen. Besucher wurden sogar angehalten, lauffähige Spiele und Software auszuprobieren. Gerade bei den jungen Besuchern und Besucherinnen kam das recht gut an. Auf den Gängen sah man auch eigene selbstgebaute Arcadeautomaten, die auf Standard PC-Technik basieren. Auch für etwas weniger aktuelle Konsolen (XBox) wurden spezielle Steuerungssysteme vorgestellt. Leider habe ich es vermasselt ein Bild davon zu machen.

C64 mit selbstgebauten Erweiterungen - 160 GB Festplatte und CD-Brenner im Gehäuse eines 1541 Floppy-Laufwerkes von Commodore

C64 mit selbstgebauten Erweiterungen – 160 GB Festplatte und CD-Brenner im Gehäuse eines 1541 Floppy-Laufwerkes von Commodore

Einige Aussteller beim Retrocomputing sind versierte Bastler. So wurden beispielsweise Minicomputer wie der Rhaspberry Pi oder Arduino als Konsolen für alte Retrogames hergerichtet, oder moderne PC-Technik, wie beispielsweise Festplatten und CD-Brenner in Gehäuse des alten Commodore 1541 (ein 5,25 Zoll Floppylaufwerk) gebastelt und via haarsträubender Verkabelung an den legendären C64 angeschlossen. Von dort aus konnte der Besitzer dieses Gerätes seine Softwareschätze starten und  den Besuchern vorführen. Auch modernere Steuerung von Zeiten der Playstation wurde mittels Eigenbau an den C64 angeschlossen.

 

Neben vielen Ausstellungsstücken gab es auch von 15 Uhr bis nach 0 Uhr kürzere und längere Vorträge zu hören, über alte Retrotechnik, Petro über seine Arbeit bei Commodore und alles was danach folgte, Spielefirmen, die vor 20 oder 30 Jahren auf den alten System ihre Blütezeit hatten, wie man mit modernen Mitteln (Hard- und Software) noch für die alten Geräte Games programmieren kann und und und…

Das verlorene Königreich - Die Stadt Strehl

Das verlorene Königreich – Die Stadt Strehl

Weiter auf der Retrostrecke, konnte ich noch mit den Jungs von der RPG-Schmiede Leipzig unterhalten. Die beiden entwickeln mit dem RPG-Maker ein Kachel-Rollenspiel mit dem Namen „Das verlorene Königreich.“ Die Helden des Spiels , also die Spielfiguren, die man dort steuern darf, müssen in verschiedenen Quests ein Königreich vor einigen Fieslingen beschützen. Noch ist das Spiel allerdings nicht fertig, es müssen noch verschiedene Quests und Handlungsstränge eingebaut werden und selbst noch an bereits vorhandenem gefeilt werden. Die Grafik erinnert ein bisschen an frühe Rollenspiele, wie Ultima I, Zelda, frühe Final Fantasy-Teile und co, das Kampfsystem wurde an Final Fantasy angelehnt. Spielbare Demos stehen bereits auf der Projektseite der RPG Schmiede Leipzig zum Download bereit.

Fazit

Ich hoffe, daß ich nächstes Jahr bei der Spielenacht in Leipzig sein kann und das für den gesamten Abend und die halbe Nacht. Sehenswert war das alle mal, für einen Nachmittag allerdings zuviel. Gerade auf der Retrocomputingstrecke herrschte eine eher familiäre Stimmung. Aussteller gaben gern Auskünfte über ihre Systeme und Basteleien, Fotos waren sogar ausdrücklich erwünscht. Sämtliche Links zur Spielenacht und vorgestellten Projekten befinden sich wie immer ganz am Ende des Artikels.

Amiga 1200

Amiga 1200

Amiga 600

Amiga 600

Der Amiga 500

Der Amiga 500

Amiga Walker - Bild mit freundlicher Genehmigung von Petro Tyschtschenko

Amiga Walker – Bild mit freundlicher Genehmigung von Petro Tyschtschenko

Petro Tyschtschenko bei der langen NAcht der Spiele in Leipzig

Petro Tyschtschenko bei der langen NAcht der Spiele in Leipzig

Links

 

  1. Die Lange Nacht der Spiele in Leipzig bei der Schreibfabrik
  2. Die lange Nacht der Spiele in Leipzig – Facebook
  3. Projektseite der RPG Schmiede Leipzig
  4. Facebookseite der RPG Schmiede
  5. Petro Tyschtenkos Buchwebseite
  6. Ein Insider packt aus – Petro Tyschtschenkos Buch über Commodore und Amiga @Medienspürnase

Retro-Revival: Cloanto liefert Images für klassiche Amigas aus

Computer Commodore Amiga 1000 PAL, Monitor Commodore 1081, Software: Aegis Sonix, Shanghai, Archon, Deluxe Paint

Computer Commodore Amiga 1000 PAL, Monitor Commodore 1081, Software: Aegis Sonix, Shanghai, Archon, Deluxe PaintCC BY-SA 3.0 de – Quelle: Wikipedia Deutschland

Cloanto hat für den klassischen Amiga ein Set mit Images für Disketten und Festplatten zusammengestellt. Es soll auf jedem Amiga-Modell laufen und eine Menge Workbenches mitbringen.

Anfang der Woche hat Cloanto als Teil seiner Amiga Forever Reihe ein Set mit Images für klassische Amiga-Rechner veröffentlicht. Die Dateien des Floppy & Hard Disk Image Pack lassen sich auf jedem Amiga Modell starten, auch auf einem Amiga 1000 (siehe Bild), der eine Kickstart Diskette zur Installierung des Betriebssystems verwendet.

Voraussetzung ist neben dem Rechner selbst entweder ein Floppy-Emulator  oder das Schreiben der Images auf Disketten oder Festplatten.

Im Set enthalten sind 16 Floppy-Abbilder im ADF-Format und zwei Hard-Disk-Abbilder im HDF-Format. Als Nutzer hat man Zugriff auf folgende Software:

  1. Workbench 1.3 mit wenigstens Kickstart 1.2 (2 Disketten)
  2. Workbench 2.1 mit wenigstens Kickstart 2.04 (5 Disketten)
  3. Workbench 3.1 mit wenigstens Kickstart 3.0 (6 Disketten)
  4. Kickstart 1.3 als Floppy für den A-1000
  5. Superkickstart 1.3 + 2.04 für frühe A-3000
  6. Relokick 1.4a zum Downgrade neuerer Systeme

All das soll es ebenfalls als 8.3-Version für Floppy-Emulatoren geben, die nur mit kurzen Bezeichnungen umgehen können. Für Festplatten sind zwei Umgebungen enthalten, die der geneigte Nutzer auf Speichermedien wie CF-Karten übertragen kann:

  1. Workbench 2.1
  2. Workbench 3.1

Die Entwickler bei Cloanto haben nicht die alten Workbench-Versionen neu verpackt, sondern die Systeme an einigen Stellen auch verbessert. Kostenpunkt: 9 Euronen und 95 Cent. Links zum Produkt und den Änderungen, die Cloanto eingefügt hat, habe ich am Ende des Artikels am Ende des Artikels beigefügt.

Links:

  1. Beschreibung der Änderungen am Disketten Image-Pack
  2. Amiga Forever Pack von Cloanto

Neue Hardware für alte Geräte – Amigas bleiben im neuen Jahrtausend auch erweiterbar

Integriert: Alle Amiga Modelle, wie der Amiga 500, brachten schon ein intern verbautes Disketten-Laufwerk mit. Viele Anwendungen lagen allerdings auf etlichen 880 Kilobyte Double-Density Disketten vor. Zusätzliche Laufwerke reduzieren den Aufwand beim Diskettenwechsel.

Integriert: Alle Amiga Modelle, wie der Amiga 500, brachten schon ein intern verbautes Disketten-Laufwerk mit. Viele Anwendungen lagen allerdings auf etlichen 880 Kilobyte Double-Density Disketten vor. Zusätzliche Laufwerke reduzieren den Aufwand beim Diskettenwechsel.

Ein polnisches Unternehmen, welches sich auf alte Hardware spezialisiert hat, stellt derzeit ein neues externes Floppy-Drive für den klassischen Hardwaredinosaurier Amiga vor. Es soll sich auch mit einem Floppy-Emulator betreiben lassen.

Sakura IT hat ein neues, externes Laufwerk angekündigt. Das Gerät ist eine eigenständige Neuentwicklung und st als externe Peripherie vorgesehen. Daher setzt es einen Amiga mit entsprechenden Anschluss voraus. Nutzer eines CD32 müssen entsprechend ein SX-1 oder SX32 verwenden.

Ziel des ganzen Unterfangens ist die vollständige Kopatibilität zu 880 KByte großen DD-Disketten (Double Density). Auch NDOS (Non DOS) soll das Laufwerk lesen können. Mit dieser schmucken Erweiterung lassen sich originale Datenträger direkt am Amiga auslesen, aber große Hersteller, produzieren schon länger keine Disketten mehr. Sony hat beispielsweise den Verkauf  vob Floppys in 2011 eingestellt.

Prototyp der Laufwerksplatine Bild: Sakura IT

Prototyp der Laufwerksplatine Bild: Sakura IT

Zu den Features des neuen Laufwerks soll eine komplett neue Mechanik gehören, auf die der Hersteller eine Garantie geben will. Optional läßt die Platine sich auch gänzliche ohne Mechanik betreiben. Damit kann man es mit einem Floppyemulator verbinden.

Das Design des neuen Laufwerkes ist in Open Source lizenziert. Die gesamte Dokumentation wurde von der Entwicklerfirma auf GitHub hinterlegt. Wann genau die fertige Hardware auf den Markt kommen soll und wo die Preise liegen, ist noch offen. Allerdings kann man das Projekt auf der Entwicklerseite verfolgen.

Links

Ein Insider packt aus – Petro Tyschtschenkos Buch über Commodore und Amiga

Cover Petros BuchNach längerer Buchabstinenz hier im Blog – über ein halbes Jahr ist’s her als ich das letzte Buch vorgestellt habe – möchte ich ein über neue Lektüre schreiben. Es ist auch vor einem halben Jahren erschienen und handelt wieder einmal von einer recht namhaften Firma, von der ich letztes Jahr auch schon schrieb. Petro Tyschtschenko hat eine Autobiografie über seine fast zwanzigjährige Arbeit mit den Produkten von Commodore und speziell dem Amiga beschrieben, hat die Konkurse zweier Firmen gewissermaßen überlebt und gemanaged und verkaufte bis 2001 noch Amigas ins Ausland.

An dieser Stelle möchte ich aufhören zu spoilern und statt dessen ein paar Worte zum Buch schreiben. Gut Zwanzig Jahre nach dem Konkurs von Amiga hat Petro Tyschtschenko sein Buch herausgebracht, in dem er sein Leben und seine Arbeit in Österreich und Deutschland beschreibt, später dann seine Tätigkeiten als Leiter der Materialwirtschaft bei Commodore und als Logistikleiter von Commodore Europa.

Das alles bringt Petro in einem ca DIN-A5 großem Buch auf 200 Seiten unter. Allerdings merkt man schon beim Lesen der ersten Seiten, daß Petro ein Vollblutmanager war und ist. Er hat versucht das Buch verständlich zu schreiben, aber einige Ausdrücke erschließen sich erst dann, wenn man selbst schon Erfahrung im Management hat. Bis auf ein paar dieser Ausdrücke liest sich das Buch recht flüssig und es kommen einige Details zu Commodore (Deutschland), ESCOM und Amiga Technologies herüber, die man so nicht mitbekommen hat. Das größte Augenmerk liegt bei Commodore in Deutschland und Europa.

Farbfotos lockern das gesamte Buch ein wenig auf und in den Anhängen hat Petro Tyschtschenko einige Dokumente aus seinem privaten Archiv abgedruckt, dazu ein paar Statistiken zu den Geschäftszahlen von Commodore. Bei den Statistiken muß man wieder ein bisschen von Management und Unternehmensführung verstehen, damit diese Zahlen sich dem Leser voll entfalten.

Fazit

Für Fans der Marken Amiga und Commodore ist dieses Buch empfehlenswert. Es bietet schon tiefere Einblicke in die Strukturen zweier größerer Unternehmen hier in Deutschland und Europa. Allerdings hätte ich gern etwas mehr zu den Ursachen zum Fall von Commodore gelesen, zumal der Autor auch die Unternehmensleitung aus Übersee persönlich gekannt hatte und dadurch sicherlich ein paar interessante Einblicke bei Commodore International hatte. Auch wurde Petro in Europa zu einer Strafe von 189 Millionen Dollar verklagt. Die Prozesse erwähnt er leider nur am Rande. Schade daß da nicht mehr dazu im Buch steht. Erhältlich ist dieses Buch für 24,90 Euro zuzüglich 3 Euro Versandkostenpauschale auf Petros Website http://www.petrosbook.com/

Anbei möchte ich mich noch bei Petro bedanken, der mir die Bilder nach kurzem Mailkontakt für diesen Artikel bereitgestellt hat.

Petro Tyschtschenko stellt sein Buch vor

Petro Tyschtschenko stellt sein Buch vor

Links

http://www.petrosbook.com/

Moderne SD-Karten treffen Computer-Oldies von Commodore

SD2IEC

SD2IEC

Der Diskettenemulator SD2IEC von Ingo Korb (Firmware/Software) und Lars Pontoppidan (Hardware) macht es möglich. Er dient als Diskettenlaufwerk für betagte Computer von Commodore.

Tatsächlich ist der SD2IEC ein modernes Erweiterungsgerät für Computer von Commodore – C16, C64, C116, C128, VC20 und Plus/4. Es emuliert alte Disketten in den Dateiformaten .D64 und .D71 für die 5,25-Zoll-Diskettenstationen 1541 und 1571 sowie .D81 für die 3,5-Zoll Floppy 1581 von Commodore. Strom bezieht es je nach Ausführung entweder vom Kassettenanschluss, dem Userport oder einem beigelegten USB-Netzteil. Angeboten wird das Gerät von der Firma The Future was 8 bit in verschiedenen Variationen mit unterschiedlicher Gehäusen in Diskettelaufwerksoptik und verschiedenen Anschlussmöglichkeiten an.

Das mit einem AT mega1284 ausgestattete Gerät kann mit einzelnen Schnellladern wie Jiffy-DOS, dessen Software-Pendant SJLOAD, Final Cartridge III oder Ladeoutinen von Epyx zusammenarbeiten und so Ladezeiten verkürzen. Weiterhun funktioniert das sehr beliebte Mogelmodul Action Replay von Datel.

Will man ein eine Imagedatei einer Diskette von SD-Karte laden, muß man Commodore-Basic bemühen. Zusätzlich beherrscht der Emulator einige Übergabebefehle, um die Verzeichnisstruktiur der SD-Karte zu inspizieren. Ein grafisches Frontend (eine GUI für Grafisches User-Interface) läßt sich aktivieren um das ganze via Dateimanager zu erledigen. Sind Anwendungen auf mehreren Disketten verteilt, gibt es an der Geräterückseite eine Taste, die diese Images nacheinander durch. Diese Diskettenabilder müssen dazu allerdings im selben Verzeichnis liegen und in der Textdatei AUTOSWAP.LST eingetragen sein.

Anwendungen lassen sich auf dem Commodore starten, indem man das passende Image-Verzeichnis aufruft, mit dem Schalter zum gewünschten Disketten-Image wechselt und das Programm über Basic startet. Die vordere Taste auf der Oberseite des SD2IEC setzt das Gerät auf die oberste Verzeichnisebene der Speicherkarte zurück. So starten viele Programme und auch das Betriebssystem GEOS. Boot-Programme mit komplizierten Schnellladeroutinen, die eine vollständige Emulation eines Laufwerks vorraussetzen, funktionieren hingegen nicht. Dafür entschädigt, dass der Disketten-Emulator mit Programmen im PRG-Format zusammenarbeitet. In diesem Format, welches nicht durch die Größe einer Diskette beschränkt wird, erscheinen beispielsweise neu entwickelte Anwendungen. Zudem versteht sich das Gerät auch mit Mehrdisketten-Software, die in eine M2I-Datei verpackt wurde, um den Wechsel von Disketten-Images zu vermeiden. Trotz unvollständiger 1541-Emulation baut das SD2IEC eine bequeme Brücke zum Datenaustausch zwischen Commodore-Oldies und aktuellen Systemen.

Preislich liegt der SD2IEC bei 41 Euro.

Links

www.sd2iec.co.uk

Totgesagte leben länger – Für immer Amiga – Amiga forever

Regt sich immer noch im Grab - Der Deluxe Paint Pharao des Amiga (Bild: Electronic Arts)

Regt sich immer noch im Grab – Der Deluxe Paint Pharao des Amiga
(Bild: Electronic Arts)

Eine Softwaresammlung für den Amiga

Die aktuelle c’t, die kommenden Montag an die Kioske Deutschlands, Österreichs und der Schweiz kommen wird, hat mich dazu gebracht mal wieder etwas über meine erste Freundin zu schreiben. Und die war meine erste Liebe und die hält wohl ewig. Wer diese Wortspielerei nicht versteht: Amiga ist spanisch und bedeutet auf deutsch Freundin.

Und der legendäre Amiga von Commodore lebt immer noch. Seit einigen Jahren legt die Firma Cloanto die Serie Amiga Forever auf und die gibts in 3 verschiedenen Versionen – Value, Plus und Premium. Der Unterschied liegt bekanntlich im Detail. Aber fangen wir von vorn an.

Amiga Forever bringt zum Start eine recht aufgeräumte Oberfläche mit Karteireitern mit. Diese führen zu Spielen, Szene-Demos und bootfähigen Amigaumgebungen. Dazu gibts einige historische Dokumente (Plus-Version) und Videos (Premium). Der Amiga Explorer liegt ab der Plus-Variante bei. Dieser Explorer verbindet den virtuellen Massenspeicher des Emulators mit anderen Windows-Systemen.

Auf der DVD finden sich liebevoll gestaltete Kategrien, die neben Screenshots einige Infos zu den Anwendungen wie Entwickler, Programmtyp und Erscheinungsdatum beinhalten.

Sämtliche mitgelieferten Anwendungen, ROMs und Systemdisketten wurden bei den Rechteinhabern direkt lizenziert und decken jedes Amigasystem ab. Den Motor des Ganzen bildet WinUAE ein freier Amiga-Emulator.

Die Preise liegen bei 9,95 Euro für die Value, 29,95 Euro für die Plus Version und schlappen 49,95 Euro für die Premium Version. Die Upgradepreise von der Vorjahresversion auf die aktuelle liegen recht hoch. Bestandskunden können dadurch nur 10 Euro sparen.

Was hat das mit der c’t zu tun? Nun die legt in der Ausgabe 26/13 die Value-Version mit insgesamt 40 alten Amigaklassikern auf der Heft-DVD bei. Also Kinder, wenn ihr einen Vater habt, der auch einen Amiga hatte… der Niko(k)laus steht vor der Tür, vielleicht könnt ihr euren Vater eine Freude bereiten…

Bestellen kann man zudem die Amiga-Forever auf http://www.amigaforever.com/

Fazit:

Wer auf Retrogames steht und sich nach den guten alten 16-Bit Zeiten sehnt ist mit dieser DVD recht gut bedient. Für Bastler gibt es da natürlich noch einiges mehr zu machen. Aber am Besten spielt man de alten Amiga-Games natürlich noch auf einem originalen Amiga.

Weihnachtsbastelei für Lötfreudige

Immer mal wieder tauchen verschiedene Basteleien auf, mit denen alte Amigas aufgemotzt werden. Diesmal hat sich ein Könner am Lötkolben einen Raspberry PI geschnappt und diesen samt einigen zusätzlichen und passiven Bauteilen an den Floppycontroler eines Amiga gelötet. Nun kann man mit diesem Konstrukt seine ganzen Amigaklassiker als *.adf-Datei auf der SD des Raspberrys sichern und von dort aus auch laden. Das spart viel Platz, denn man kann die gewohnten Diskettenstapel ad Acta legen. Das ganze würde dann wie folg aussehen:

AMIGA-RPI Schaltplan

AMIGA-RPI Schaltplan

Und nun noch ein kleines Video dazu:

Amiga RPI Drive XCopy

Kurz gemeldet: RetroGamer die Zweite

Am Donnerstag, den 21. Februar 2013, hat Heise die (von mir und sicher auch anderen Lesern) lang ersehnte zweite Ausgabe des RetroGamers veröffentlicht und bietet dieses Heft nun im Heise-Shop an.Man kann sich dieses Heftchen für 9,90 Euro Online und versandkostenfrei im Heise-Shop bestellen.

Weitere Infos zum Heft folgen hier.

Update Donnerstag 28. Februrar 2013

Anscheinend wurde die Erstausgabe, über die ich in einem früheren Artikel (im Oktober 2012) ziemlich gut verkauft. Im Mai geht der Retrogamer in die dritte Runde und soll nun Quartalsweise erscheinen.

Links

  1. RetroGamer 2/2013 im Heise-Shop
  2. Netzgeflüster – News aus der Klassiker Welt

Eine kultige Marke – gut beschrieben – Commodore die Story

Die Commodore Story

Seit einer halben Woche halte ich Die Commodore Story in der Hand und habe über die Hälfte des Büchleins aus dem CSW-Verlag verschlungen. Erzählt wird hier die Geschichte des Unternehmens, welches die legendären Homecomputer Amiga, C64 und PET entwickelt und vertrieben hat. Angefangen hat dabei alles mit Jack Tremiel, einem Polen, der nach der NS Zeit in die USA ausgewandert ist und in der Bronx/New York mit einer kleinen Schreibmaschinenwerkstatt angefangen hat und später die Firma Commodore gegründet hat.

Neben der Firmengeschichte werden auch viele interessante technische Details über Elektronikgeräte der Firma beschrieben, welche Prozessoren verwendet wurden, wer an welchen Computern entwickelt hat und so weiter.

Im Todesjahr Tremiels, 2012, kam die etwas erweiterte und aktualisierte Fassung dieses Buches heraus. Es richtet sich gerade an jene Computernutzer, die schon etwas älter sind und Produkte von Commodore genutzt haben und damit ihre ersten Erfahrungen in der digitalen Welt gesammelt haben. Damit sind all jene Leute gemeint, die älter als 30 Jahre sind und in den späten Siebzigern und den Achtziger Jahren Homecomputer und Konsolen dieser Firma verwendet haben.

Links

Die Commodore Story – Bei Amazon

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