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Von Digicordern, Homevideos und Videoschnitten

Lange fristeten TV-Aufnahmen, Bilder und Homevideos ein langweiliges und ungesehenes Dasein bei mir auf der Festplatte meines Digicorders, während ich den Videoschnitt und die Aufbereitung des Materials vor mich herschob. Natürlich fiel immer mehr Arbeit an. Aber in den letzten Tagen habe ich den Berg an Filmen schon gewaltig reduzieren können. Hier mein Arbeitsworkflow und ein paar Kurzanleitungen für einige Schritte. Auf zuviel Schritt-für-Schritt-Anleitungen werde ich verzichten, da dies den Rahmen des Artikels sprengen würde. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, werde ich dieses oder jenes Thema noch einmal gesondert behandeln.

Die Zutaten

Videoschnitthardware häufig benutzte Videotools Videobearbeitung Digicorder Schwarz

Hardware

  1. Camcorder der Marke Sony
  2. Digicorder ISIO S von Technisat
  3. Samsung NX3000 Systemkamera
  4. Logitech Z333 Lautsprecher
  5. Kopfhörer SADES SA902
  6. Zotac Rechner mit Core i5 4-Kern Prozessor und Nvidia GeForce 970 Grafikkarte
  7. eine 2,5 Zollige Festplatte mit 1 TB Kapazität
  8. BluRay Brenner von Archgon
  9. Auswahl an verschiedenen beschreibbaren und wiederbeschreibbaren optischen Datenträgern (BluRay, DVD-R, DVD-RW) sowie anderen Speichermedien wie USB Festplatten, USB Sticks usw

Software

  1. Smartcutter
  2. Magix Video Deluxe 2016
  3. Magix Fotostory
  4. Nero 2016 Platinum
  5. Firefox mit Plugin Youtube Download Helper und ConverterHelper
  6. MP3Tag für die Katalogisierung von Musikdateien
  7. Audacity zur Musikbearbeitung

 

Von Technisats Digicordern, Transportströmen und Videoformaten

Von Haus aus ist der Technisat Digicorder ISIO ein recht nutzerfreundlicher Digitalreciever mit verbauter Terabyte Festplatte. Die aufgenommenen TV-Sendungen und Filme lassen sich recht einfach via Netzwerk oder extern angeschlossener USB-Platte an andere Rechner weiterschicken und dort auch sichern. Technisats Digicorder speichern Mitschnitte im Transportstreamformat .ts für die normale Standardauflösung in 768 × 576 Pixeln und (Full)HD 1080 x 720 bis 1920 x 1280 Pixel in .ts4. Von der Auflösung und der genutzten Bildwiederholfrequenz (Hertz=Hz) hängt dann auch die Größe der Filmdatei auf der Digicorderplatte ab. Das Transportstreamformat behinhaltet die Videospur im MPEG-2-Format, eine oder mehrere Audipsuren als MPEG-1 Audio Layer 2 (MP2) oder Dolby Digital (AC3) nebst etwaiger Untertitelspur – und das ganze in Standardauflösung. Steckt HDTV in der Datei, wird das Video in H.264 (AVC) ausgeliefert.

Der Teufel steckt aber im Detail. Hochaufgelöstes Fernsehen bekommt man kostenfrei und unverschlüsselt von den öffentlich rechtlichen Fernsehsendern in einer Qualität von 1080×720 Bildpunkten Interlaced – also im Zeilensprungverfahren. Das kann jeder mit seinem Flachfernseher empfangen. Private Sender bekommt man zwar noch höher aufgelöst – in 1920×1280 Bildpunkten im Vollbildverfahren. Dafür muß man allerdings bezahlen und zudem ist das verschlüsselt. Will man Schneiden oder  zusätzliche Effekte einfügen, so ist das generell nur mit unverschlüsseltem Material machbar. An verschlüsselte Aufnahmen von HD+ oder von Sky kommt man prinzipiell nicht ran.

Obwohl die Digicorder rudimentäre Videoschnittwerkzeuge, wie das Löschen von Werbung, Setzen von Marken und Trennen von Dateien (bei mehreren Filmen in einer Datei) beherrschen, habe ich mich für den Videoschnitt am PC entschieden. Vor einigen Jahren habe ich schon ein Tutorial über die Netzwerkanbindung des Technisatdigicorders geschrieben. Doch diesmal entschied ich mich für den Anschluss einer 2,5 zolligen 1 Terabyte Festplatte von Toshiba am vorderen USB-Anschluss des Gerätes. Genaue Schnitte lassen sich mit Technisats Schnittwerkzeugen nicht machen, daher die Bearbeitung am PC.

DVB kennt zwar diverse Mechanismen zur Aufnahmesteuerung wie zum Beispiel Running Status oder Programme Delivery Control. Diese werden aber nur von den wenigsten Sendern (zumeist Öffentlich Rechtlichen) unterstützt. Die Technische Umsetzung ist noch komplizierter, so daß nur sehr wenige Geräte das Ganze unter dem Namen Accurate Recording (beispielsweise bei Windows DVBViewer Pro) oder bei Technisat Perfect Recording unterstützen. Bei vielen Geräten und den meisten Sendern ärgert man sich über den mehr oder weniger langen Vor- und Nachlauf, der neben eventueller Werbung weg muß.

Im Laufe der Jahre hat Technisat einige Bugs, die mit dem Kopieren großer Filmdateien zusammen hingen, mittlerweile korrigiert. Für den eiligen Leser: Dateien, die größer als 4 GB waren, hat der Digicorder zwar an einem Stück auf der internen Festplatte gespeichert. Wurden die Filmdateien mit mehr als 4 GB auf eine externe NTFS-formatierte Festplatte kopiert, so hat Technisat diese dann in mehr oder weniger große Häppchen geteilt, die kleiner als 4 GB waren.

Hat man heute noch einen Reciever, der die Filmadateien zerstückelt, muß man unter Windows die Kommandozeile – am besten mit Adminrechten – mit dem COPY-Befehl bemühen. Das würde in dem Falle etwa so aussehen

COPY /b "File1.ts" + "File2.ts" + "File3.ts" "Komplett.ts"

beziehungsweise

 COPY /b "File?.ts" "Komplett.ts"

Alternativ hängt man die Filmteile in der verwendeten Schnittsoftware (beispielsweise Magix Video Deluxe) aneinander und läßt die Software das einmal rendern.

Das Kopieren großer Datenmengen wurde durch den USB 2 Anschluß des Digicorders ganz schön ausgebremst, Aber schneller als durch das Netzwerk geht es allemal. Eine kleine Bilderstrecke erklärt kurz, wie man seine Filme auf die Festplatte bekommt.

Mit einem Druck auf die "Stop"Taste kommt man recht flott ins DVR-Menü mit den aufgenommenen Filmen und Sendungen. Ein Druck auf OPT bringt ein kleines Menü zu Tage. Mit dem Steuerkreuz an der Fernbedienung navigiert man auf den Eintrag Filme-Verwalten und drückt OK

Mit einem Druck auf die „Stop“Taste kommt man recht flott ins DVR-Menü mit den aufgenommenen Filmen und Sendungen. Ein Druck auf OPT bringt ein kleines Menü zu Tage. Mit dem Steuerkreuz an der Fernbedienung navigiert man auf den Eintrag Filme-Verwalten und drückt OK

Im Menü Filme-Verwalten ist der Bildschirm zweigeteilt. Auf der einen Seite wird der Inhalt der internen Platte angezeigt, auf der anderen Seite der Inhalt des angestöpselten Mediums. Ein Klick auf OPT öffnet ein weiteres Menü. Hat man mehrere Filme zu kopieren, wählt man "Selektieren" und wählt dann mit der gelben Taste die gewünschten Filme aus. Anschließend eion neuer Druck auf OPT und dann wählt man KOPIEREN und schon startet der Kopiervorgang, der sich über einige Zeit hinziehen kann.

Im Menü Filme-Verwalten ist der Bildschirm zweigeteilt. Auf der einen Seite wird der Inhalt der internen Platte angezeigt, auf der anderen Seite der Inhalt des angestöpselten Mediums. Ein Klick auf OPT öffnet ein weiteres Menü. Hat man mehrere Filme zu kopieren, wählt man „Selektieren“ und wählt dann mit der gelben Taste die gewünschten Filme aus. Anschließend eion neuer Druck auf OPT und dann wählt man KOPIEREN und schon startet der Kopiervorgang, der sich über einige Zeit hinziehen kann.

Wenn der Kopiervorgang beendet ist, kann man beruihgt die Platte vom Digicorder abnehmen, an den heimischen PC anstöpseln und die gewünschten Filme auf diesen übertragen. Bei PCs mit USB 3.x dauert das Übertragen der Filme weniger lang. Ein Fallstrick beim Zuschneiden der TV-Aufnahmen mit Smartcutter hängt mit der Dateiendung des Transportstreamformates zusammen. Sendungen in Standardauflösung werden immer mit der Endung .ts versehen. Dieses Format lässt sich ohne weiteres mit dem VLC-Player und dem Smartcutter via Klick öffnen. HDTV wird mit der Endung .ts4 versehen. VLC öffnet das nicht mit einem einfachen Klick auf die Datei, dazu muß man erst den VLC Player öffnen und dann via Medien –>Datei Öffnen anklickern und sich durch den Explorer zum gesuchten Film hangeln. Bei Smartcutter hilft dieser Schritt auch nicht. Unter Windows muß man sich über das Ansicht-Menü die Ordneroptionen abrufen und die Dateierweiterungen einblenden. Hat man das gemacht, benennt man die Datei einfach um – das .ts4 stutzt man auf .ts zurecht. Im Nächsten Schritt kann man dann die gewünschte Datei in Smartcutter öffnen.

Ein paar Grundlagen vor dem Videoschnitt

Die meisten Standardschnittprogramme eignen sich für den verlustfreien HDTV-Schnitt nur in den seltensten Fällen. Sie kommen zwar mit den M2TS Dateien von AVCHD und Bluray zurecht, versagen aber meist bei den TV-Transportströmen.

Zudem gibt es zwei weitere Gründe für mich, für das reine Schneiden der Transportströme Smartcutter und kein anderes Videoschnittprogramm zu nutzen.

  1. Für das reine Schneiden braucht man die Filme nicht in ein anderes Format (meist mit anderer Dateiendung) zu kodieren. Das erspart viel Zeit – dadurch ist ein 2 Stunden Film in ca 10 Minuten von Werbung, Vor und Nachlaufzeit befreit
  2. Man braucht bei TV-Sendungen zumeist nichts mehr zu bearbeiten, es müssen keine Effekte, Musik oder sonstiges eingefügt werden – außer man will Untertitel einfügen.

Von verschiedenen Framesorten

Bei H.264 treten die IDR-Frames (Instantaneous Decoder Refresh) an die Stelle der I-Frames.

Bei H.264 treten die IDR-Frames (Instantaneous Decoder Refresh) an die Stelle der I-Frames.

Bis auf den Smart Cutter können die meisten H.264-Cutter derzeit nicht bildgenau schneiden, sondern nur an bestimmten Stellen. Je nach Senderaster der Programme kann man alle 0,1 bis 1 Sekunden Schnittmarken setzen. Der Grund dafür liegt in Aufbau eines H.264-Videostroms. Grundsätzlich setzt er sich wie alle MPEG-Videoformate aus Gruppen verschiedener Frame-Typenzusammen: von anderen Frames unabhängig kodierte Bilder (Intra-Frame, I-Frame) und davon abgeleitete Bilder (Inter-Frames, zum Beispiel P-Frames und B-Frames). Während sich Letztere bei MPEG-2 nur auf ein vorangegangenes abgeleitetes oder Intrakodiertes Bild beziehen, dürfen es bei H.264 mehrere sein („bewegungskompensierte Langzeitprädiktion“). In diesem Zusammenhang führte man einen speziellen Keyframe-Typ namens „Instantaneous Decoder Refresh“ (IDR) ein, der bei H.264 die Rolle des klassischen I-Frame einnimmt und die Länge einer Group of Pictures (GOP, von einem IDR-Frame zum nächsten) bestimmt. Nur der IDR-Frame kommt als Referenzbild für die Langzeitprädiktion infrage, andere I-Frames („Partial Sync Key Frames“) eignen sich nicht als Schnittstartpunkt (Cut-in).Für den Cut-out kann man solche „normalen“ I-Frames aber ebensonutzen wie die sich nur auf vorangegangene Bilder beziehende P-Frames. Wird nur von I-Frames gesprochen, sind meist IDRFrames gemeint.

Videoschnitt mit Smart Cutter

Mit dem Smart Cutter schneidet man Bildgenau in nur wenigen Minuten einen Film

Mit dem Smart Cutter schneidet man Bildgenau in nur wenigen Minuten einen Film

Der Smart Cutter ist schlicht und ergreifend Shareware. Schon kostenlos ist diese Software uneingeschränkt nutzbar, nur wird im Vorschaubild des geschnittenen Filmes ein „Demo“ angezeigt. Zahlt man 40 Euronen, dann verschwindet auch das Demo. Smart Cutter schneidet Filme im .ts-Transportstream-Format bildgenau, also ohne die weiter oben beschriebene Einschränkung. Smart Cutter schneidet nur die gewählten Stellen wie Werbung aus dem Film und beläßt das Material im .ts-Format. Daher dauert das Schneiden meist nur ein paar Minuten. Ein zweistündiger Film war bei mir in ca 10 Minuten geschnitten.

Zwei kleine, aber in der Regel bedeutungslose Macken hat diese Software. Zum Ersten ist die deutsche Übersetzung sehr stark fehlerbehaftet. Abhilfe schafft da die Umschaltung auf die englische Sprache.

Die zweite Macke ist die automatische Erkennung von Werbung. Diese funktioniert nur in den seltensten Fällen wirklich korrekt. Hier ist man am besten beraten, wenn man seine Start- und Endpunkte (das sind die Schnittpunkte) manuell setzt. Die Bedienelemente beschränken sich auf das Nötigste, doch man kann damit sehr genau arbeiten.

Hat man einen Film im .ts-Format mit dem Smart Cutter geöffnet, findet man so ziemlich in der Mitte des Arbeitsfensters einen Schieberegler, der über die komplette Breite des Fensters verläuft. Mit dem kann man grob Anfang und Ende eines Films und der Werbung ansteuern. Über der Leiste mit den einzelnen Bildern befindet sich noch ein Schieberegler, mit dem man langsam eine Gruppe von Bildern vor und zurückschieben kann. Reicht das nicht aus, springt man mit den Doppelpfeilen zur nächsten Bildergruppe.

Hat man den Anfang des Filmes gefunden, setzt man da einfach einen Startpunkt. Em Anfang jeder Werbung und dem Ende des Filmes einen Endpunkt und an jedem Ende der Werbung einen erneuten Startpunkt. Ein klick auf den Knopf mit dem roten Punkt startet den Schnitt. Das Ergebjis landet direkt in dem Verzeichnis, wo der Originalfilm herumfliegt. Dieser wird nicht überschrieben und kann für eventuelle Fehler beim Schnitt nochmal verwendet werden.

Filme mit zusätzlichen Effekten aufwerten

Magix Video Deluxe eignet sich hervorragend zum Verdeln von Urlaubsvideos

Magix Video Deluxe eignet sich hervorragend zum Verdeln von Urlaubsvideos

TV-Aufnahmen brauchen eigentlich auch nicht mehr durch irgendwelche Musik oder Effekte ergänzt werden. Will man aber dennoch Untertitel einfügen, dann reicht Smart Cutter nicht mehr aus. Eine Textspur, zusätzliche Musik, Überblendungseffekte oder Audiokommentare und vieles mehr kann man mit Magix Video Deluxe in einen Film einspielen. Video Deluxe von Magix ist recht einsteigerfreundlich, bietet mehrere Spuren für die eigene Kreativität.

Audiokommentare zu einem Film oder einem, mit dem Camcorder aufgenommenen, Urlaubsvideo kann man leicht mit Audacity und einem Headset bzw einem Microphon aufnehmen und zuschneiden. Hat man das erledigt schiebt man diese einfach in eine Spur unter dem Film, in weitere Spuren kann man zusätzlich noch Musik und Untertitel einfügen. Sind Filmteile unnötig verwackelt oder verwaschen, kann man sich diese Teile mit Druck auf T zurechtschneiden und danach aus der Videospur tilgen.

Mit Audacity kann man Musikstücke bearbeiten und Audiokommentare als Filmbeiwerk aufnehmen

Mit Audacity kann man Musikstücke bearbeiten und Audiokommentare als Filmbeiwerk aufnehmen

Magix Video Deluxe kennt so ziemlich die gängigsten Video-Formate und Container. Allerdings dauert es je nach Ausstattung des Computers (hauptsächlich nach Stärke und Takt des Prozessors) eine ganze Weile den Film mit den ganzen Effekten abzumischen, im zweifelsfall dauert es schon mal mehrere Stunden, bis HD-Material soweit gerendert ist, daß man es auf DVD brennen kann oder direkt am Computer ansehen kann.

Hat man neben dem Urlaubsvideo auch noch Fotos gemacht, kann man diese als Standbilder zwischen verschiedene Videosequenzen einfügen. Eigene Diashows mit Musik und Überblendeffekten gehen aber qualitativ besser mit Magix Fotostory (ehemals Bilder auf CD und DVD). Dabei macht die Fotostory im Endeffekt das Selbe wie Video deluxe – die Bilder, Effekte und Musik werden zu einem MPEG2 oder H.264 Video abgemischt und auf ein optisches Medium gesichert. Beide Programme ähneln sich stark und sind in der Handhabung fast identisch, sind aber qualitativ auf ihren jeweils Spezialgebieten stärker.

Verfeinert man seine Videos mit Musik und Audiokommentaren, kann ich das Consumer-Headset SADES SA902, sowie die Logitech Z333 Aktivboxen empfehlen. Beide bringen einen recht guten und ausdifferenzierten Klang und das Mikro ist auch recht gut – ja, bevor hier Einwände kommen – es gibt noch qualitativ bessere Kopfhörer und Boxen, auch im High-End Bereich, aber das ist für den gelegentlichen Videoschnitt eigentlich zu überdimensioniert.

 

Tonspuren extrahieren und mit Audacity bearbeiten

Zu einigen TV-Aufnahmen von mir gehören auch ein paar Konzert Live-Mitschnitte, die auf den Offentlich Rechtlichen Sendern wie Arte oder ZDF-Kultur übertragen wurden. Auch auf Youtube gibt es zu Weilen interessante Videos – mit und mit ohne Musik.

Der VLC-Player bietet die Möglichkeit, die Audiospur eines Filmes (in meinem Fall eines Musikvideos oder Konzertmitschnittes) mit wenigen Mausklicks zu extrahieren und als MP3 zu speichern.

Der VLC Player kann Audiospuren aus Filmen extrahieren und als MP3 speichern

Der VLC Player kann Audiospuren aus Filmen extrahieren und als MP3 speichern

  1. Über Menü – Medien – Konvertieren/Speichern… zum Dialog „Medien öffnen“ wechseln. Dort die zu konvertierende Quelle festlegen. Das kann eine Datei sein, dann erfolgt die Festlegung über das Register „Datei“ und die Schaltfläche „Hinzufügen“. Es kann aber auch ein ein Link zu einer Datei im Netz sein, zum Beispiel die Adresse eines Videos bei YouTube, dann diese im Register „Netzwerk“ eintragen und Dialog über Schaltfläche „Konvertieren/Speichern“ verlassen.
  2. Im nächsten Dialog „Konvertieren“ die Zieldatei bestimmen. Dafür über die Schaltfläche „Durchsuchen“ zum Datei-Dialog wechseln und dort den Zielpfad und den Dateinamen einschließlich der Namenserweiterung „.mp3“ eintragen. Danach diesen Dialog über „Speichern“ verlassen.
  3. Die Option Ausgabe anzeigen nicht aktivieren.
  4. Nun wieder im Dialog „Konvertieren“ für die Profileinstellung aus der Auswahlliste das Profil Audio-MP3 wählen.
  5. Wenn man sich nicht auf die Profileinstellung verlassen will, sollte man den Einstellungsdialog dafür über den kleinen Button mit dem gekreuzten Werkzeug rechts der Profilauswahlliste öffnen. Dort im Register Audiocodec kann man zum Beispiel die Bitrate und die Abtastrate verändern.
  6. Zuletzt den Dialog „Konvertieren“ über die Schaltfläche „Start“ verlassen.

Gerade bei längeren Konzertmitschnitten muß man an der MP3 Datei noch ein bisschen Hand anlegen. Hierbei hilft wiederum Audacity. Will man gerade sehr große Dateien in mehre einzelne Musikstücke aufteilen geht das mit diesem Open Source Tool recht einfach und schnell. Man spult einfach zu den Anfängen und Enden der einzelnen Titel und setzt doch mit der Tastenkombination STRG+B die einzelnen Schnittmarken. Hat man das erledigt, klickert man auf Mehrere Dateien exportieren und nimmt seine Einstellungen vor. Will man allerdings die Tonspur im MP3 Format speichern benötigt man den LAME-Encoder für Audacity. Mit MP3Tag kann man die ganzen Musikstücke für den hauseigenen Musikkatalog noch mit Interpreten, Titelnamen und dergleichen versehen. Das macht später die Musik in einer großem Sammlung besser auffindbar.

Achja, für Firefox gibt es das schöne Plugin Youtube Download Helper. Das benötigt noch den ConverterHelper, aber damit kann man auch Videos von Youtube herunterladen und nach eigenem Gusto mit der hier vorgestellten Software weiterbearbeiten.

DVDs, Festplatten und andere Medien

Nero Video für meine TV-Aufnahmen

Nero Video für meine TV-Aufnahmen

Viel ist nun nicht mehr zu schreiben. Den Abschluss der ganzen Arbeiten bildet für einige vielleicht dsas Brennen des eigenen Kunstwerkes auf eine DVD oder BluRay. Zu Testzwecken nutze ich meist eine DVD-RW oder eine wiederbeschreibbare BluRay. So kann ich bedenkenlos noch einmal Fehler korrigieren, die mir im Nachhinein auffallen. BluRays bietet um ein vielfaches mehr Kapazität (bis über 100 GB) an, als gewöhnliche DVDs mit 4,7 GB oder um die 9 GB bei Double-Layer DVDs. Daher eignet sich eine BluRay für HD und FullHD Material, DVDs dagegen nur für Filme in Standardauflösung in 768 × 576 Pixeln. Für TV Aufnahmen, die ich nur schneide und nicht weiter ändere und auch für Musik-CDs nutze ich Nero 2016 Platinum zum Brennen, das geht recht rasch und Dateien im Transportstream-Format werden auch recht flott transkodiert. Je nach Kapazität unterscheiden sich die Preise für die optischen Speichermedien. CDs mit 700 MB Kapazität (80 Minuten Spielzeit) kriegt man schon für unter 30 Cent den Rohling. CD-RWs sind etwas teurer und kosten so zwischen 30 und 50 Cent das Stück. DVDs mit 4,7 GB Kapazität gibt es für rund 50 Cent das Stück, die wiederbeschreibbare Sorte ist etwas teurer. BluRays sind momentan erst ab über 3 Euro das Stück zu haben, von daher ist das auch die teuerste Variante. Die Preise für diese Rohlinge befinden sich aber nach wie vor im Fall. Es bleibt abzuwarten, bei welchen Stückpreisen sich die BluRays ansiedeln werden.

[Update 27. Juni 2016] Es ist noch erwähnenswert, daß der vielseits beliebte VLC Player keine BluRays abspielen kann – sei es eine selbst erstellte BluRay oder eine kommerziell gekaufte. Bei einem Start von so einem Medium aus, wirft er immer eine Fehlermeldung aus. VLC besitzt aus rechtlichen Gründen nicht die Implementierung für BluRays. Hierfür gibt es kostenlose, aber auch kostenpflichtige Player für alle Betriebssytseme.

Man kann sich zum Testen eines Films prinzipiell auch das Brennen auf einen wiederbeschreibbaren DVD Rohling sparen. Die hier vorgestellten Lösungen von Magix bieten an, ein ISO-Abbild der DVD auf die Festplatte zu schreiben. Ab Windows 10 kann man ein ISO direkt als optisches Medium ins System einbinden (Stichwort: virtuelles Laufwerk) und das erstmal so anschauen ohne Brennen. Hat man Fehler gefunden, so korrigiert man diese im Magix-Programm und läßt das Ganze dann schlichtweg noch einmal rendern. [Update Ende]

Nero Express für Musi-CDs

Nero Express für Musik-CDs

Für Urlaubsvideos mit vielen Überblendeffekten, Musik, Schriftzügen und dergleichen nutze ich hingegen die Brennfunktion von Magix, denn die meisten Filme werden mit dem Camcorder in M2TS aufgenommen und je nach DVD-Sorte vor dem Brand in MPEG 2 bzw H.264 abgemischt. Aus Haltbarkeitsgründen nutze ich DVD Minus R (DVD – R).

Warum eigentlich noch optische Medien in Zeiten von Terabyte Festplatten und riesigen USB-Sticks? Nun ja, die Frage ist recht leicht beantwortet. Nicht jeder Fernseher kommt mit dutzenden verschiedener Videoformate zurecht, aber viele Nutzer haben doch irgendwo einen DVD-Player oder eine Playstation herumstehen. Und auf DVDs bzw BluRays werden Filme in einheitlichen Standards gespeichert, so daß man die überall, wo ein entsprechender Player vorhanden ist, angucken kann. Mit etwas Aufwand kann man sogar die Rückseiten der DVDs und BluRays schön bedrucken und für die Schachtel tolle Booklets entwerfen. Software für die Booklets und entsprechende Webdienste dafür gibt es wie Sand am Meer. Auch Drucker, die die Rückseiten der DVDs bedrucken gibt es im Fachhandel. Den Möglichkeiten dafür sind also keine Grenzen gesetzt – außer dem Geldbeutel natürlich.

Zum Brennen meiner Filme und Musik benutze ich einen externen USB 3.0 Brenner von Archgon, der von der BluRay abwärts bis zur CD soweit alles brennt – auch BluRays und DVDs mit mehreren Layern. Extern deshalb, weil kein Platz mehr dafür in meinem Rechnergehäuse war. Das Portable hat auch so seine Vorteile – man kann überall brennen, wo ein PC mit USB 3.0 Anschluss steht.

Die meisten Filme wie TV-Aufnahmen habe ich auf einer kleinen Terabyte-Festplatte mit 2,5 Zoll, die bei mir am Technisat-Digicorder angestöpselt ist. Mittlerweile gibt es auch große 3,25 Zollige Festplatten mit 8 Terabyte Kapazität. Hier muß aber beachtet werden, daß diese einen separaten Stromanschluß benötigen, der Strom aus der USB-Buchse reicht da nicht mehr wirklich aus.

Meine Musik kaufe ich meistens auf Original-CDs, die ich dann nach dem Kauf als MP3 – als verlustbehaftete – und FLAC – als verlustfreie Kompression – auf 2 Festplatten und einer SD-Karte im Auto sichere. Die Original-CDs werden bei mir im etwas abgedunkelten CD-Schrank aufbewart. Das Verlustfreie FLAC nutze ich eben als Musik zum Unterlegen von Filmen, Diashows oder die Tanzmusik der Verwandtschaft. Qualität auf dem höchsten Niveau.

Die meisten modernen Fernseher und Stereoanlagen bieten auch schon USB-Anschlüsse in Hülle und Fülle, an die man sein

Recht gute Alternativen sind auch sogenannte NAS-Systeme, die als UPnP-Server ins Heimnetz eingebunden werden und die Filme dann einfach an alle anderen Endgeräte streamen können – eine gute (W)LAN Anbindung vorausgesetzt.

Ein gutes Backup der Filme (Urlaubsvideos und Fotos sind Unikate, also nicht zu ersetzen) setzt voraus, daß diese auf unterschiedlichen Datenträgern an unterschiedlichen Orten gelagert werden – zumeist in trockener Umgebung mit relativ konstanten Luftfeuchtigkeiten und Temperaturen. Das erspart allemal den Frust bei einem Verlust wie durch Kryptotrojaner und irgendwelchen Umwelteinflüssen wie einen Hausbrand. TV-Aufnahmen sind längerfristig ersetzbar – sie werden ja öfter im TV wiederholt – und müssen nicht unbedingt mit der gleichen Priorität gesichert werden wie das Video vom letzten Urlaub.

Fazit

Videobearbeitung macht einen Heidenspaß, kann aber auch mordsmäßig viel Arbeit machen, je nachdem wie man die Sache aufzieht. Mit dem richtigen Computer, der richtigen Software – bei mir war es eine Mischung aus Open Source Software und proprietärer Software aus dem Handel – und der richtigen Peripherie kann man heutzutage schon für recht wenig Geld Semiprofessionell arbeiten. Man muß sich aber mit der Materie auskennen und anfangs auch viel experimentieren um die passende Software und die richtigen Klicks zu finden. Nicht zuletzt ist eben auch viel Zeit und Geduld gefragt, um gute Ergebnisse zu erzielen.

Warum ich Nero 2016 und die beiden Magix Programme verwende? Nero 2016 ist in der Videobearbeitung und der Erstellung von Diashows recht umständlich zu bedienen, die Einstellungen gehen bei weitem nicht so flott von der Hand, wie mit den Magixprogrammen. Das ist jedoch meine persönliche Meinung, da ich schon seit Jahren mit Magix für Diashows und Videos arbeite. Für alle anderen Brennaufgaben ist Nero super geeignet, da gibt es nichts zu mäkeln.

 

Links

  1. Vor- und Nachteile von HD Plus
  2. Technisat die zweite – Ab ins Netzwerk mit dem Technisatreciever
  3. Technisat – Ein kleines Resümee
  4. Smart Cutter
  5. Audacity
  6. VLC-Player
  7. LAME-Encoder
  8. MP3Tag

Technisat – Ein kleines Resümee

Digicorder Schwarz

Digicorder Schwarz

Im Dezember wird mein Digicorder ISIO S 3 Jahre jung. :-) Damit läuft auch die von Technisat gewährte Garantiezeit ab. Passend zum Anlass schreibe ich hier einen kleinen Erfahrungsbericht, sozusagen als Zusammenfassung, denn ich hatte in diesen 3 Jahren mehr als genug Zeit, das Gerät ausgiebig zu testen.

Ausstattung und Preise :scratch:

Der Digicorder stand damals und jetzt auch noch in zwei Farbvarianten und mit je zwei Festplattengrößen zur Verfügung. Silber-grau und Schwarz, mit Festplatten um 500 GB und 1 TB. Zuhause haben wir zwei dieser Geräte in Schwarz, eines mit 500 GB Platte und eines mit 1 TB Festplatte.

Zum Innenleben des Digicorder ISIO S gehört ein Twin-Reciver für Satelittenanschlüsse, eine Festplatte – je nach Modell mit 500 GB oder 1000 GB – und eine Menge an Anschlüssen. An der Rückseite befinden sich zwei USB Anschlüsse, die beiden Satelitteneingänge (Coax), ein Ethernet-Anschluß (kabelgebundenes Netzwerk zum Vernetzen mit einem Router oder anderen PCs), ein Scartanschluß für den Anschluß an schicke Röhrenmonitore, Klinkenbuchsen für analogen Stereo-Sound und ein optischer Ausgang für die heimische Surround-Anlage.

Vorderseitig befindet sich ein Slot für SD-Karten und zwei Slots für verschlüsseltes Fernsehen, beispielsweise Sky – ehemals Premiere – und für HD+ – die privaten Sender in hochauflösendem Sendeformat. Weiterhin befindet sich vorn neben den Karten-Schächten noch ein dritter USB_Anschluß.

Über die Jahre ist der Funktionsumfang des Gerätes durch diverse Updates seitens Technisat gestiegen. Der elektronische Programmführer erfaßt jetzt 4 Wochen an Sendedaten aller Sender in der Favoritenliste, was natürlich von Sender zu Sender etwas variieren kann. Weiterhin ist das Gerät HbbTV fähig, das heißt, es holt sich bei vorhandenem Internet Daten über den bevorzugten und schnelleren Weg – über Satelitt oder Internet. Dazu gehören beispielsweise die Mediatheken, der Teletext und verschiedene andere mehr oder weniger nützliche Funktionen.

Zu alle dem hat Technisat einen eigenen Streaming-Kanal mit dem grandiosen Namen watchmi in die Geräte integriert. Diverse bekannte und unbekannte Portale und Themenkanäle streamen hier mehr oder weniger lange Videos und Dokus – alles per Internet versteht sich.

Im Gerät ist ein Internetbrowser eingerichtet, mit dem man eben schnell mal in einer Werbeunterbrechung im Netz surfen kann. Dazu liefert Technisat eine Internetliste mit sehenswerten Portalen und Mediatheken.

Meine positiven Erfahrungen :good:

Das Gerät ist recht einfach zu bedienen. Die meisten Menüs erschließen sich auf den ersten Blick von selbst und sind auch für den Laien zumeist selbsterklärend. Man findet sich in diesen schon mit wenigen Handgriffen auf der Fernbedienung zurecht. Die erste Einrichtung des Digicorders war prinzipiell ein Kinderspiel. Mit einem Assistenten ging das kinderleicht. Bediensprache und Lokalisation (wegen einiger Sender) waren schnell durch. Das Suchen der Sender dauerte bei tausenden Satelittensendern schon etwas länger. Dann folgt das Zusammenstellen der Programmpositionen der gewünschten Sender. Hier arbeitet man in zwei Listen. Links werden alle verfügbaren Sender angezeigt und Rechts ist noch eine zweite Liste, in der schon massig Sender einsortiert waren – direkt nach dem Suchlauf. Nun ja, diese kann man durchaus löschen. Aus der Gesamtliste kann man nun sämtliche Lieblinsgsender in die jungfräulich-leere Liste reinsortieren. Ähnlich geht das mit den über Satelitt verfügbaren Radiosendern.

In einem nächsten Schritt kann man alle Sender zur Elektronischen Programmguide (EPG) hinzufügen – einer elektrischen Programmzeitschrift. Diese kann man mit einem Klick auch schnell an seine Ansprüche anpassen. Hier entscheidet man zwischen einer Sortierung nach Programm oder eben nach dem was gerade aktuell läuft. Mittlerweile speichert der Programmguide die Programminformationen von vier Wochen.

Im Alltag sind die Geräte recht einfach zu bedienen, die Fernsteuerung bietet alle benötigten Tasten und die Menüs sind recht simpel aufzurufen. Sendungen im alten PAL-Format (720pixel × 576pixel interlaced – Halbbildverfahren) werden auf Wunsch auf ein Format mit mehr Pixeln hochgerechnet. Das klappt recht fehlerfrei und augenscheinlich recht gut, obwohl man zu nativem und Full-HD durchaus einen Unterschied bemerkt.

Kritiken :negative:

PC-Technisch liefert Technisat für Windows ein Programm aus (es steht zum Download bereit und wurde in früheren Artikeln bereits verlinkt), mit dem man über das heimische Netzwerk aufgenommene Sendungen zum weiteren Bearbeiten an den Rechner senden kann. Wegen der Größe mancher Aufnahme (das bewegit sich im Bereich zwischen 2 und 20 GB und größer) dauert die Übertragung übers Netzwerk schon einige Zeit.

Bei all den positiven Sachen gibt es dennoch ein paar Sachen, die bei einem solch teuren Gerät nicht sein dürften. Am gravierensten waren vor 3 Jahren, nach dem Kauf der Geräte, die ständigen Abstürze und das Einfrieren der Sendungen. Ich berichtete bereits darüber. Durch viele Updates über ca 1,5 Jahre wurde die Stabilität deutlich verbessert.

Allerdings gibt es immer noch ein paar negative Kritikpunkte, die  einem 5-Sterne Reciever 2 Sternchen wieder abziehen. Ob sich das bei später verkauften Geräten geändert hat, weiß ich nicht.

Wichtig für mich ist der Anschluß einer 2,5-Zoll Festplatte an den Reciever, um Mitschnitte für mich archivieren und schnell mal an den PC transportieren zu können. Leider sind die hinteren beiden USB-Anschlüsse langsamer als der vordere Anschluß unter der Frontblende. An den Anschlüssen hinten treten daher oft einmal nervige Ruckler in der Wiedergabe auf. Auch das Internet via W-LAN Stick ist dort recht langsam, was sich vorn deutlich verbessert… oder man nutzt eben die Gigabit-Ethernet Buchse. Was das W-Lan angeht, so steht der Reciever frei und keine 2 Meter vom Router entfernt.

Ein zweiter Kritikpunkt ist die Unterstützung von Linux. Sämtliche Programme von Technisat, die auf dem PC laufen, gibts nur für Windows. Inwieweit Mac unterstützt wird, weiß ich nicht. Linux wird nach einigen Berichten bei den Ubuntuusers.de nicht wirklich unterstützt. Auch unter Wine bringt man Mediaport nur unter Schwierigkeiten zum Laufen.

Eine der Funktionen, die im Laufe der letzten 3 Jahre hinzugekommen ist, ist das Perfect Recording. Diese Funktion hat eine ähnliche Funktionsweise wie das frühere VPS. Ein Sender signalisiert über den EPG Start und Ende der Sendung, die aufgenommen werden soll und schaltet automatisch den Aufnahme-Timer an und aus. Störend hierbei empfinde ich das plötzliche Umschalten einer bereits laufenden Sendung auf die Sendung, die aufgenommen werden soll. Laut Berichten meines Vaters läßt sich während der Aufnahme nicht mehr zurückschalten. Deshalb habe ich Perfect Recording nie probiert.

Ein weiterer Kritikpunkt ist das Fehlen von W-LAN. Jedes billigere Gerät anderer Firmen bringt schon ein W-LAN Modul mit, um es strippenlos ins Netzwerk zu hängen, hier muß man allerdings noch einmal ca 20 Euro für einen W-LAN Stick investieren.

Letzlich beherrscht der Reciver kein Flash. Ist auch nicht unbedingt angebracht, aber es setzen doch noch etliche Webseiten auf diese Technologie, so daß doch hin und wieder einiges fehlt.

Fazit :bye:

So ganz ausgegoren ist der Digicorder noch nicht, ich hoffe doch, daß Technisat bei den folgenden Gerätegenerationen doch etwas sorgfältiger zu Werke gegangen ist und die meisten der hier vorgestellten Kritikpunkte noch behoben hat.

  1. Technisat die zweite – Ab ins Netzwerk mit dem Technisatreciever @Medienspürnase
  2. Updates für Technisats Digicorder ISIO S @Medienspürnase
  3. Technisat, der vierte Anlauf @Medienspürnase
  4. Neue Updates für den Reciever Digicorder ISIO S von Technisat @Medienspürnase
  5. Technisat – Technik Made in Germany @Medienspürnase

Updates für den Reciever Digicorder ISIO S von Technisat

Am vergangenem Donnerstag hat Technisat für die Digicorder ISIO S, das sind digitale Fernsehreciever mit eingebauter Festplatte und Aufnahmefunktion, ein neues Update freigegeben. Nach fast 4 Monaten Wartezeit bekommen die Reciever nun ein paar neue Funktionen spendiert und einige Bugs und Fehler behoben.

Technisat gibt folgende neue Funktionen an:

  1. Die digitale Programmzeitschrift SFI wurde auf 4 Wochen erweitert
  2. Personalisierte Watchmi-Kanäle
  3. Watchmi-Themenkanäle werden besser unterstützt
  4. eine Online Produktregistration

Technisatfans dürfen sich für längere Urlaube oder Abwesenheit von daheim über den verlängerden Programmguide SFI freuen, der nun das Programm der nächsten 4 Wochen anzeigt und damit verdoppelt vervierfacht wurde.

Technisat, der vierte Anlauf

Seit Dezember 2011 steht nun zwei Digicorder ISIO S, einer mit 500 Gigabyte Festplatte und einer mit 1000 Gigabyte bei uns in den Haushalten. Nach anfänglichen schwerwiegenden Problemen mit den Geräten, ich berichtete bereits im Januar 2012 darüber, scheinen die Kinderkrankheiten dieser Geräte weitgehend ausgemerzt zu sein.

Damals gab es ständige Systemabstürze, oder die Geräte haben nicht mehr aufgenommen oder sich einfach aufgehängt. Mittlerweile ist ein Jahr durchs Land gezogen und in diesem Jahr gab es mehrere Updates der Systemsoftware. Diese lassen die beiden Geräte nun wesentlich stabiler laufen und es kamen noch einige neue Funktionen dazu.

Jetzt kann sich der begeistere Fernsehschauer auch die (vielleicht noch mit Fehlern behaftete) Beta-Version neuerer Betriebssoftware für den Reciever von der Technisat-Website herunterladen und auf das Gerät spielen. Weiterhin bietet Technisat eine Software für den Windowsrechner an, mit der man den Reciever bequem am Computer konfigurieren kann und aufgenommene Filme zwischen Computer und Reciever hin und her kopieren und streamen.

Updates für Technisats Digicorder ISIO S

Am 28. September kam für Technisats Digicorder ein neues Softwareupdate mit vielen neuen Features heraus. Nach über 2 Monaten Wartezeit war ein solches Update nun fast überfällig.

Aufmerksam wurde ich auf die Verfügbarkeit des neuen Updates beim Einschalten meines Gerätes. Es informierte, daß ein neues Update vorhanden währe und ein Download mit Installation (wohl über Satellit) 90 Minuten und mehr dauern könnte.

Prompt habe ich meinen Rechner eingeschaltet und von http://www.technisat.com/de_DE/ mir den aktuellen Download (im Servicebereich) gezogen und fix mit 7zip entpackt. Die Datei irgendsonelangenummertrallalla.ppad (es ist die Datei mit der Endung .ppad die wichtig ist) und die Datei mit dem feinen Namen Singleupdate auf einen USB Stick mit 1 GB PLatz gezogen. Diesen Stick am Frontanschluss des Digicorders angeschlossen und den Reciever angeschaltet. Nach kurzer Wartezeit lief das Update auch fehlerfrei durch. Nach einem Neustart vom Technisatreciever, war die neue Software auch lauffähig.

Das Update bringt folgende neue Funktionen mit:

– Suche nach Software-Updates im laufenden Betrieb über IP
– SFI- und ISIPRO Download über IP
– Unterstützung des TechniSelect 12-Systems
– Filtermöglichkeiten für die Programmliste
– DVR-Aufnahmen werden nicht mehr gesplittet
– HTML 5 Unterstützung
– Aufnahmen in Ordner möglich
– Bedienung des Gerätes über die „MyTechniSat“-App
– UPnP-Renderer

Zudem verspricht Technisat nach dem Einspielen des Updates Stabilitätsverbesserungen des gesamten Gerätes, bei der DVR Funktion, bei UPnP und HbbTV.

Links:

Technisat Startseite

Technisat – Technik Made in Germany

Der Digicorder ISIO S 500/1000GB hat es in sich. Neben vielen tollen Funktionen bringen diese Geräte leider auch viele Fehler mit sich

Oder wir haben Sonntagsgeräte erwischt… Sogesehen haben mein Vater und ich zwei Geräte gekauft die nicht lang gut funktionierten, wie man es eigentlich erwarten dürfte.

Seit Anfang Dezember haben wir im Haushalt zwei Digicorder ISIO S herumstehen. Zwei baugleiche Geräte, nur einer mit 500 GB Festplatte für reichliche 700 Euro und der andere mit 1 TB Speicher für 750 Euro. Stolze Preise für die Geräte.

Von der Ausstattung sind die Geräte nicht übel. In dem Geräten stecken Twinreciver mit einigen Funktionen, wie beispielsweise Fernsehen über Internet (beispielsweise Maxdome), freies Browsen im Internet, eine Medienzentrale fürs Heimnetzwerk.

Die erste Enttäuschung kam gleich mit dem Auspacken der Geräte. Für den saftigen Preis von 700 Euro (Digicorder mit 500 GB Platte) respektive 750 Euro für die 1 TB Version fehlt natürlich einen W-LAN Adapter, den man sich zusätzlich für rund 25 Euro hinzukaufen muss.

Von den Anschlüssen sind sie gut bestückt. Neben drei USB Schnittstellen für externe Massenspeicher wie Festplatten oder USB Sticks, bietet der Diciorder ISIO S noch einen Scartausgang für ältere Fernsehgeräte, ein HDMI Ausgang für den neuen Flatscreen daheim und einen Ethernet-Anschluß (Kabelgebundenes LAN). Zusätzlich vorhanden: 2 Schächte für je eine Abo-Karte beispielsweise für eine HD+ Karte von Astra, eine weitere Abokarte und ein Schacht für ein weiteres Ci+ Modul und ein Kartenleser für SD/MMC Karten.

Schon nach kurzer Zeit zeigte das Gerät mit der kleineren Festplatte erste Schwächen. Obwohl am Gerät top Signalpegel über den Sat-Anschluß hereinkamen, nahm das Gerät keine Filme auf. Die auf der Platte gespeicherten Dateien enthielten kein Bild, nur schwarzen Hintergrund und keinen Ton. Eine Meldung „Kein Signal“ erschien. Desweiteren hängte sich das Gerät ständig auf und war später nicht mehr abzuschalten, bleib nur noch das Ziehen des Netzsteckers. Nun ja der Händler hat das Gerät dann auch ein paar Tage später umgetauscht.

Das Zweite Gerät, was ich mir persönlich gekauft hatte, war der Digicorder ISIO S mit 1 TB für 750 Euro. Nun ja, die ersten Wochen über Weihnachten und so lief das Gerät Top. Durch lange Dienste von 12 Stunden am Tag und eben vieler dieser Dienste am Stück kam mir das Gerät gerade recht. Es sollte interessante Sendungen zum späteren Anschauen aufzeichnen.

Doch seit mittlerweile einer Woche friert das Gerät ständig ein ohne wieder aufzutauen. Ein Reset auf die Werkseinstellung blieb ergebnislos. Vergangenen Montag schaute ich abends einen Film, den ich aufgenommen hatte und mitten im Film wurde der Bildschirm schwarz. Nach dem Neustarten des Gerätes wurde die Festplatte nicht mehr erkannt. Nur extern angeschlossene Medien, wie ein USB Stick oder die SD-Card im dafür vorgesehenen Schacht wurden als Aufnahme- und Abspielmedium angezeigt. Abhilfe schaffte nur die Formatierung der selbigen, mit dem Ergebniss, daß alle Aufzeichnungen gelöscht waren. 3 Tage blieb nun alles soweit in Ordnung, bis sich das Gerät seit heute wieder ständig aufhängt. Hardware-Resets (das komplette Abstellen des Stromes für das Gerät, kurz das Ziehen des Netzsteckers) blieben auch erfolglos.

Eine Anmerkung für alle Leser: Die Firmware der Geräte wurde von mir auf den neuesten Stand gebracht.

Fazit:

Eigentlich ein Top Gerät aber viele Macken, deswegen Hände weg, ihr potenziellen Käufer und liebes Technisat-Team, bitte nachbessern um die Geräte stabiler auszuliefern.

Update

Damit ihr wisst, von welchem Gerät ich spreche, habe ich hier noch das Datenblatt bei Technisat herausgesucht. Es ist im PDF Format erstellt und steht zum Download zur Verfügung.

Update 4. Februar 2012

Heute kam eine Mail vom Technisatsupport auf meinen Blogeintrag hin. Ich solle Probehalber den HDMI Link deaktivieren und den Technisat Reciever testweise über Scartanschluss oder auf 576i-Auflösung betreiben, so getreu dem Motto, wenn da die Probleme nicht auftreten sind diese die optimalen Einstellungen…. aber für über 700 Euro kann man durchaus erwarten, daß die privaten Sender in Full HD wieder gegeben werden können bzw daß der Reciever die auf 1080p (von 1080i) umskaliert. Eine Herabkonvertierung auf 576i (fals das Gerät bei dieser Auflösung nicht mehr einfriert) ist im Prinzip ein Rückschritt.

Weiterhin möchte ich dem Beitrag anmerken, ich hatte den HDMI Link zwar aktiviert, weiß aber im Moment nicht für was die Funktion gut währe, vielleicht für die Steuerung??? Dazu hatte ich noch eine Wiedergabeauflösung im Reciever von 1080p eingestellt, da der Reciever daß eigentlich ohne mucken bringen müsste. Mein Fernseher, ein Sony Bravia 46 Zoll ist durchaus für diese hohen Auflösungen gut geeignet.

Update 17. Februar 2012

Ich habe am 27. Januar, gleich am Morgen nach dem Problem den FTH (freundlichen Technisat Händler) über die Probleme informiert, es ist ja immer noch Garantie auf das Gerät. Am selben Tag kam der Händler persönlich vorbei und hat sich die Probleme gleich vor Ort angeschaut und aufgenommen. Er hat ein Austauschgerät dagelassen (zwar nicht das selbe Modell aber ein Technisat Modell mit externer 500 GB Platte), welches zum Aufnehmen und Fernschauen während der Reparatur meines Gerätes bei mir verbleibt. Sobald mein Gerät, der Digicorder ISIO S repariert ist, nimmt der Händler sein Leihgerät wieder mit.

Über den Service von Technisat und angeschlossene Fachhändler kann man wirklich nicht klagen.

Gestern habe ich nach 3 Wochen Reparaturzeit den Reciever funktionstüchtig, vom freundlichen Technisat Händler (FTH), zurück erhalten. Weil der FTH für seine Kunden die Garantiesachen verwaltet habe ich leider keinen Reparatur- und Fehlerbericht erhalten. Den werde ich kommende Woche nachfordern.

Update 29. März 2012

So langsam glaube ich nicht mehr an Montagsgeräte bei der Firma Technisat. Seit ca einer Woche muckiert das Gerät mit der 500 GB Festplatte. Es friert ständig ein, das heißt es reagiert auf keine Eingaben mehr. Da bleiben die einzigsten Optionen ein Reset über längeres Drücken der Powertaste am Berät bzw der Fernbedienung oder ein Netzreset, also dem Ziehen des Netzsteckers aus der Steckdose. Weiterhin wird beim Schauen von aufgenommenen Sendungen der Bildschirm schwarz, ohne daß sich der Digicorder auszuschalten scheint. Es lassen sich am Reciever auch keine Eingaben mehr tätigen während dieser Zeit. Nach einem Reset ist die gesamte aufgenommene Sendung, die man schauen wollte urplötzlich von der Festplatte verschwunden.

Nun schalte ich auch mein Gerät immer in der Hoffnung ein, daß nicht eines schönen Tages diese Fehler bei mir wieder auftreten.

Die Firmware wird von uns immer auf dem neuesten Stand gehalten.

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