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Die eigene Webseite und die sozialen Medien

Jeder Webseitenbetreiber kennt das Problem: er möchte seine Seite attraktiver gestalten und bekannter machen. Mundpropaganda ist da immer noch das beste Mittel der Wahl. Die besten Mittel für solche Mundpropaganda ist die Verknüpfung der eigenen Seite mit sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Co. Doch dabei gibt es auch einige Fallstricke zu beachten.

Um eine Webseite interaktiver zu gestalten, kann man darauf sogenannte Social Media Buttons für jeden erdenklichen Zweck einbauen. Bekannte Möglichkeiten sind der Like-Knopf für Facebook, Buttons für Twitter, Xing, Instagram, Mr. Wong, Google+ und andere – nur um einige Möglichkeiten zu nennen. Die meisten Surfer im Internet sind nebenher in einem (oder auch mehreren) der genannten sozialen Netzwerke zu Gange. Daher ist es besondders praktisch, eine toll gefundene Webseite über diese Knöpflein mit anderen Leuten um Netzwerk zu teilen.

Genau das macht einen nicht zu vernachlässigenden Werbeeffekt für die Webseite aus. So gelangt diese auch über andere Quellen, abseits von Google, zu anderen Nutzern, die diese auch toll finden können. Und für den Nutzer eines Netzwerkes ist es auch praktisch, er muß keine großartigen Links und URLs kopieren. Einfach im Netzwerk der Wahl einloggen und bei einem Surftripp die gefundenen Website-Schätzchen mit einem Klick teilen und anderen Leuten auf die Schnelle zeigen.

Die meisten dieser Social Media Buttons sind recht einfach einzubinden. Diese gibts als Plugin für die meisten Content Management Systeme (CMS) oder als Scriptschnipsel in Javascript für statische Webseiten. Dieser bindet den Knopf ein und beim Betätigen soll er den Link zur Seite an ein soziales Netzwerk der Wahl schicken um diese Seite den Freunden und der Welt präsentieren.

Als Administrator einer Webseite sollte man allerdings einige Dinge beachten. Zu diesen Buttons sollte man sich eine Datenschutzerklärung ins Impressum einbauen. Diese informiert den Nutzer, daß schließlich Daten (der Link der Webseite und persönliche Daten, die das soziale Netzwerk selbstsändig sammelt) ausgetauscht werden. Eine solches Impressum mit dieser Datenschutzerklärung gibt es auf der Webseite von eRecht24 (Links dazu gibts am Ende wie üblich).

Der Haken dazu liegt allerdings im Detail. Als Webmaster ist es wichtig zu wissen, daß die Social Media Buttons Daten an ihre Netzwerke senden, gefragt (auf Klick) aber auch ungefragt im Hintergrund.

Was genau wird da gesendet? Meist sind es ersteinmal allgemeine Daten wie solche zum Betriebssystem, Browser, Monitorauflösung, IP-Adressen und softwaretechnische Einstellungen und natürlich welche Seiten man aufruft, wie lang man dort verweilt und wohin man weiterzieht. Ist der Nutzer noch bei einem sozialen Netzwerk registriert und eingeloggt, so kann das mit den vorhin beschriebenen Daten das Surfverhalten ziemlich genau protokollieren. Weiterhin kann es sein, daß diese Daten im Ausland gespeichert werden können, wo der Datenschutz weniger hoch gestellt ist, als in Deutschland oder der EU.

Das ganze geschieht zumeist im Verborgenem. Diese Daten werden hauptsächlich zu werbezwecken aufgezeichnet und vielleicht auch dazu weiterveräußert. Wenn solche Social Media Buttons verwendet werden, ist dazu ein entsprechender Hinweis im Impressum von Nöten. Diese gibt es schon vorformuliert auf der Seite von eRecht24. Ein Webmaster sollte natürlich über diese Datensammelpraxis von diversen Webseiten informiert sein und natürlich dafür Sorge tragen, daß nur wenig über die Leser seiner Webseite bekannt wird.

Daher gibt es gewisse Lösungen um bedenkenlos solche Knöpflein auf seiner Webseite einzubauen, die meisten gibt es schon vorgefertigt und gratis zum Download, aber wer selbst gern bastelt, dem sei versichert, daß auch solche Zwei-Klick Lösungen recht einfach umzusetzen sind. Diese Lösungen sind zwar für den Nutzer etwas unbequemer, aber als Webmaster einer Seite ist man auf der sicheren Seite den im Telekomunikationsgesetz vorgeschriebenen Datenschutz einzuhalten. Nutzer müssen hier den gewünschten Social Media Button ersteinmal aktivieren, bevor sie den Link zur Seite auf Twitter und Co teilen können. Aber es schützt auch solche Leute, die sozialen Netzwerken doch etwas mißtrauisch gegenüber stehen.

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