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Archiv für die Kategorie „Musik“

Die Medienspürnase wünscht

ihren treuen Lesern im Jahr 2017 auch einen guten Start ins neue Jahr, viel Geseundheit und viel Spaß beim Lesen.

Whitney Houston – One Moment In Time (Official Live Video)

Netzgeflüster – Wie man mit 64 Floppylaufwerken und 8 Festplatten Musik machen kann

Floppotron (Bild: Screenshot aus dem verlinkten Video)

Floppotron (Bild: Screenshot aus dem verlinkten Video)

 

Erinnern Sie sich noch? Kurt Cobain und die 3,5-Zoll-Diskette waren Zeitgenossen. Diese zwei Ikonen der 90er bringt der polnische Bastlers Paweł Zadrożniak jetzt auf ungewöhnliche Weise zusammen zu Gehör.

Ausgemusterte Hardware in ein Geräte-Orchester zu verwandeln und dieses dann große Werke der Populärkultur darbieten zu lassen, ist zwar nichts bahnbrechend neues, aber schöne Umsetzungen dieses Prinzips lohnen immer einen Blick (und zwei Ohren). Das ist zum Beispiel beim Hardware-Ensemble namens Floppotron 2.0 der Fall, das der polnische Bastler Paweł Zadrożniak zusammengetragen und neu verdrahtet hat. Dabei gab die beherrschende Batterie von nicht weniger als 64 3,5“-Diskettenlaufwerken dem Aufbau seinen Namen.

Tighter Beat

Anders als Bastler vor ihm setzt er die acht Festplatten seiner Konstruktion nicht als Lautsprecher für Sounddateien ein – einfach die Steuerspulen an deren Schreib- und Leseköpfen mit Wechselspannungen zu beschicken, auf dass die in Schwingung geraten und den Klang zu Gehör bringen, dass ist Paweł Zadrożniak „zu einfach“, wie er auf seiner Webseite schreibt. Stattdessen legt er gezielt für einen Moment länger Spannung an den Spulen an, sodass die Köpfe beschleunigen, gegen die zentrale Spindel der Festplatte prallen und als Schlaginstrumente mitspielen.

Der Sound diese Festplatten-Drumkits kommt besonders gut in der folgenden Rock-Nummer zum tragen – Smells like Nerd Spirit, frei nach Nirvana:

The Floppotron: Smells Like Nerd Spirit

Inwieweit das auf dem Scanner spazierengefahrene Multimeter Anteil am Gesamtklang hat, ist mir allerdings nicht ganz klar.

Links

Süße Balaleika-Klänge zu deftigen E-Gitarren-Riffs – Kalevala

Kalevala – Nagryanuli ( Нагрянули)

Links

Amberian Dawn – Magic Forrest

AMBERIAN DAWN – Magic Forest (Official Video) | Napalm Records

 

 

Just moments before the dawn
It’s their time to go
One look and
They entered the magic forest
They’re left alone

A strange weight surrounded them
It felt like burned ice
All branches
Like fingers they reach to catch them
Leaving their marks

„Hey you little songbirds
Come here little songbirds
We see you little songbirds
And we’ll keep you“

Run for your life
She’s getting closer
Run for your life
You hear her breathing
Run for your life
Her army’s marching
Run for your life
You feel her seeking
Reaching you, hunting you
Hunting all of you

They run deeper into the woods
They wished they could fly
In the moonlight
They saw those lurking soldiers
Creeping by

Her hunters were whispering
And humming an old tune
Like rolling they passed those little seekers
Leaving them alone

„Hey you little songbirds
Come here little songbirds
Where are you little songbirds
Come we’ll keep you“

Run for your life
She’s getting closer
Run for your life
You hear her breathing
Run for your life
Her army’s marching
Run for your life
You feel her seeking
Reaching you, hunting you
Hunting all of you

[Guitar solo – Emil]

„Oh dear children,
Who has brought you here?
Do come in and stay with me.
No harm shall happen to you!“

Run for your life
She’s getting closer
Run for your life
You hear her breathing
Run for your life
Her army’s marching
Run for your life
You feel her seeking
Reaching you, hunting you
Hunting all of you

Ein frohes neues Jahr mit der Nummer 2016

NIGHTWISH – Alpenglow (OFFICIAL TRACK)

Carolin Kebekus – Wie Blöd du bist|Musikparodie

Ein Abend mit Faun – Die Luna Tour

Faun

Gerade bin ich aus Chemnitz (ehemals Karl-Marx-Stadt) wieder daheim eingetrudelt. In der Stadthalle haben sich die Musiker von Faun und einige geladene Gastmusiker gute 2,5 Stunden auf der Bühne die Ehre gegeben.

Mittlerweile gestern Abend um 20 Uhr 15 (zur Primetime) ging das besagte Konzert vor fast ausverkauftem großen Saal (ca 1800 Zuschauer) in der Stadthalle Chemnitz los. Mit einer viertelstündigen Pause (21 Uhr bis 21 Uhr 15) spielten die Jungs und Mädels von Faun ein mittelalterlich angehauchtes Repertoire von langsamen und gefühlvollen Balladen bis schnellen Tänzen bis komplett akkustischen Einlagen für das Publikum. Stimmung kam schon gleich von Anfang an auf und die Musiker hatten sichtlich Spaß bei ihrer „Arbeit“. Verstärkt wurde Faun von einer Cellistin und einem Musiker, der überall in der Welt herumreist und Folklore samt gebräuchlicher Musikinstrumente ausgräbt. Allerdings war eine (oftmals leicht bekleidete) Tänzerin, die die Truppe mit verschiedenen Einlagen von Feuertanz bis Kontaktjonglage, begleitete.

Das allerdings war mein erstes Konzert dieser Gruppe. Bisher habe ich nur auf Youtube den einen oder anderen Song gehört. CDs und andere Tonträger liegen mir nicht vor, so daß es wirklich fast das Erste war, was ich von Faun hören und sehen durfte. Tontechnisch und visuell kam das Konzert grandios rüber, auch die Songs waren wirklich stimmig. Daher kann ich (ich habe mich früher schon nach Tonträgern von Faun umgesehen) die teilweise schlechten Kritiken neuerer CDs von Faun nicht nachvollziehen. Die Truppe hat hier beim Konzert ihr Bestes gegeben, die beiden Sängerinnen haben schöne Stimmen und das Drumherum passt auch super dazu. Selbst bei einem Konzert vor so einem großen Publikum kann man sich wirklich super in die Musik hineinversetzen und sich einfach ein bisschen gehen lassen.

Achja. Seit Mitte März bin ich im Besitz einer neuen Digitalkamera, einer Samsung NX3000. Diese hatte heute bei dem Konzert im wahrsten Sinne des Wortes ihre Feuertaufe. Dämmriges und knallbunte flackerndes Licht, viel Nebel, oftmals nicht so gute Bedingungen – schlichtweg einfach schlechte Lichtbedingungen. Zussätzlich kam erschwerend hinzu, daß ich über mehrere Reihen Köpfe hinwegfotografieren mußte und wegen der beschränkten Platzverhältnisse kein Stativ verwenden konnte. Daher folgt erst später eine Rezension zu dieser Kamera.

Grandiose Musik in der Game-Szene – Skyrim Dragonborn Theme

Vor gut 2 Wochen hatte ich den Titel als Interpretation von Peter Hollens schonmal hier hereingestellt. Peter Hollens macht mit seiner Stimme und einigem technischen Aufwand aus sich selbst einen ganzen Chor – manchmal recht klassisch und manchmal Acapella.

Doch der Titel passt auch gut in die Reihe Musik aus der Spieleszene. Daher habe ich das Original mit hinterlegtem Text aufgestöbert. Es geht um das Dragonborn Theme von Skyrim. (Elder Scrolls Reihe)

Skyrim: The Song of the Dragonborn (with lyrics)

Musik aufgespürt – Ein Sänger, eine Violine, 120 Spuren

Kaum zu glauben, aber wahr. Peter Hollens Stimme wurde in diesem grandiosen Werk 114 mal kopiert und gemischt, dazu noch ein paar mal die Violinistin von Lindsey Stirling. Heraus kam eine schon Orchesterreife Musik mit einem Video, was schon nun ja hollywoodreif währe. Ein paar Musikvideos weiter, habe ich noch einen recht spontanen auftritt der Violinistin gefunden, irgendwo in den vereinigten Staten. Skyrim und Master of Tides, die Performance des letzten Titels geht so erst nach ca 35 Sekunden los, also Geduld.

Skyrim – Lindsey Stirling & Peter Hollens

Master of Tides – Lindsey Stirling

Happy New Year auf Spanisch…

…wünscht euch die Medienspürnase mit Abba.

ABBA Felicidad 2013 (Spanish Version Of Happy New Year) Deluxe edition Audio HD

Ein frohes Weihnachtsfest…

… wünscht die Medienspürnase all ihren treuen Leserinnen und Lesern.

 

Blackmore's Night – Hark The Herald Angels Sing / Come All Ye Faithfull

Sturm aus den Highlands – Highland Blast

Koenig-Albert-Theater

Koenig-Albert-Theater

Heute, wenn ich direkt nach der Uhr gehe, so war das eigentlich schon gestern Abend, hat es mich ins beschauliche Bad Elster verschlagen, genau genommen ins König Albert Theater. Dort spielten Folklore Sänger und Gruppen aus Schottland auf. Im Petto hatten diese Künstler hauptsächlich traditionelle schottische Lieder, mal so ganz ohne Dudelsack.

Steve Byrne als Solist, Siobhan Miller (Gesang) and Ewan McPherson (Gitarre) als Duett und das Ensemble The Paul McKenna Band sind durchb 8 Städte in Deutschland getourt. Im Gepäck traditionelle schottische und irische Musik. Alles gespielt ohne elektrische Instrumente, nur Konzertgitarren, (eine) Geige, Bodhran und Querflöte. Auf Dudelsäcke hat man während des Konzerts bewußt verzichtet, da diese auch unverstärkt ganz schön Krawall machen können. Mal sind die Gruppen und Künstler allein aufgetreten, mal haben sie sich in den gut 2,5 Stunden gegenseitig verstärkt. Das Theater war ausverkauft, im Parkett gabs rund 240 Plätze, die bei einem Rundblick alle besetzt waren und ein Stockwerk höher war es auch recht gut befüllt – insgesamt vielleicht gut um die 300 Besucher, gemischten Alters, waren anwesend. Leider war im Theater fotografieren verboten und auf der offiziellen Website von Highland Blast gibt es auch keine Pressefotos zum Download, daher kann ich keine Bilder von den einzelnen Künstlern liefern. Am Ende des Artikels findet man natürlich entsprechende Links und das Promovideo.

Die Theatergäste wurden mit einer Kostprobe von einem schottischen Single Malt Whisky begrüßt. So ganz ohne Dudelsack ging es dann auch nicht ab. Beim Einlass stand ein Deutscher in schottischer Tracht und spielte eines dieser etwas nervigen schottischen Nationalinstrumente. Später heizte er das Publikum vor dem Konzert noch ein bisschen an. Nach dem Konzert standen sämtliche Künstler für Autogramme, den Verkauf ihrer CDs und für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Für die Musik lasse ich mal das Promovideo sprechen und für mehr Infos zu den Künstlern gibts noch den Link zu deren Website.

HIGHLAND BLAST – A Taste of Scotland Tour 2014

Link

The Highland Blast

Nolwenn Leroy – Tri Martolod

Nolwenn Leroy hat 2010 ein altes bretonisches Seemanslied mit dem grandiosen Namen Tri Martolod interpretiert. Über einige Umwege über Santiano – ich schrieb bereits über die Gruppe von der Waterkant – und ein Mittelalterfest in Mylau – dort wurde es von der Truppe Reliquiae mit viel Geschepper und Bumm Bumm interpretiert – und Youtube bin ich auf die entzückende Sängerin Nolwenn Leroy gestoßen, die den Titel von allen genannten am Besten gecovert hat. Feine Stimme, dazu ein schönes Setting in einem düsteren Wald und ein hübsches Gesicht. Tri Martolod ist ein Seemannslied aus dem beginnenden 18 Jahrhundert. In dem geht es um drei Matrosen, die ein hübsches Mädchen trffen. Zum Mitsingen gibts den Text und zum besseren Verstehen den text noch in Englisch.

FranzösischEnglisch
Tri martolod yaouank... la la la...
Tri martolod yaouank i vonet da veajiñ

E vonet da veajiñ, gê!
E vonet da veajiñ

Gant 'n avel bet kaset... la la la...
Gant 'n avel bet kaset betek an Douar Nevez

Beteg an Douar Nevez, gê!
Beteg an Douar Nevez

E-kichen mein ar veilh... la la la...
E-kichen mein ar veilh o deus mouilhet o eorioù

O deus mouilhet o eorioù, gê!
O deus mouilhet o eorioù

Hag e-barzh ar veilh-se... la la la...
Hag e-barzh ar veilh-se e oa ur servijourez

E oa ur servijourez, gê!
E oa ur servijourez

Hag e c'houlenn ganin... la la la...
Hag e c'houlenn ganin pelec'h 'n eus graet konesañs

Pelec'h 'n eus graet konesañs, gê!
Pelec'h 'n eus graet konesañs

E Naoned er marc'had... la la la...
E Naoned er marc'had hor boa choazet ur walenn
Three young sailors... la la la…
Three young sailors went traveling

Went traveling!
Went traveling

And the wind pushed them… la la la...
The wind pushed them to Newfoundland

All the way to Newfoundland!
All the way to Newfoundland

Next to the windmill stone… la la la...
Next to the windmill stone, they dropped anchor

They dropped anchor!
They dropped anchor

And in that windmill… la la la...
And in that windmill was a servant girl

There was a servant girl!
There was a servant girl

And she asked me… la la la...
And she asked me where we met

Where have we met before?
Where have we met before

In Nantes at the market… la la la...
In Nantes at the market, we chose a ring
Nolwenn Leroy – Clip "Tri Martolod"

Links:

  1. Nolwenn Leroys Website
  2. In Sachsen und im Vogtland wird gefeiert – Burgfest Mylau – @Medienspürnase
  3. Ans Ende der Welt mit Santiano – @Medienspürnase
  4. Eine kurze Weltreise mit Santiano – @Medienspürnase

Corvus Corax und Wadokyo – Wacken 2013

Letztes Jahr waren die Jungs von Corvus Corax in Wacken. Mit von der Partie, die Taiko-Trommler von Wadokyo mit ihren lebhaften Rythmen. Das Konzert hat den Weg in recht guter (Bild)Qualität auf Youtube gefunden. Viel Spaß beim Schauen und Hören.

Die obligatorischen Links am Ende des Artikels

  1. Corvus Corax featuring Wadokyo – Eine kleine Rezension über die neueste DVD
  2. Von Gauklern, Rittern und Musikern – Festival Mediaval in Selb

Treffen der Gaukler und Spielleute – Festival Mediaval 2014 in Selb

Am vergangenem Wochenende war in oberfränkischen Selb das alljährliche Fesitvial Mediaval. Leider spielte das Wetter dieses Jahr nicht ganz so mit – heute einen Tag nach dem Festival – läßt sich die Sonne wieder blicken.

Durch das mehr oder weniger bescheidene Wetter hat es mich dieses Jahr nur einen Tag ins 60 Kilometer entfernte Selb gezogen. Der Samstag war der wohl trockenste Tag während des gesamten Festes. Laut den Infos einiger Gäste, die alle 3 Tage beim Fest waren, muß es Freitag den ganzen Tag ziemlich geregnet haben und sehr sehr nass gewesen sein. Die Spuren davon habe ich am Freitag noch sehen können. Viele Pfützen und noch mehr Schlamm, gerade auf den beiden Märkten. Am Samstag war es weitestgehend trocken, ab und an kamen ein paar kleine Regentröpfchen.

Das interessanteste Programm lief allerdings auf der Schloßbühne. Insgesamt war auf dem gesamten Festival soviel los an Musikgruppen und Künstlern, so daß man nicht alles an einem Tag erleben konnte. Mehrere der Musikgruppen waren allerdings alle drei Tage auf dem Fest, so daß all jene, die ein Dauerticket hatten, auch die Zeit dazu fanden, sich alles anzusehen und zu hören. Aber nur am Samstag das war fast zuviel des Guten.

13 Uhr begann mein Tag mit der Gruppe Firkin aus Irland. Diese gaben ein paar traditionelle irische Titel (Whiskey in the Jar und andere) mit recht griffigen Gitarrenriffs zum Besten. Zwischenzeitlich bin ich zur Burgbühne getrampt um Pampatut – ein lustiges Duo was sich für Selb noch Verstärkung geholt hatte – zuhören zu können.

 

Einer der Höhepunkte an diesem

Cara Irish Music Group

Cara Irish Music Group

Nachmittag war Cara mit ihren traditionellen irischen Klängen. Leider war deren Auftritt mit einer knappen Stunde viel zu kurz. Dafür konnte man die Jungs und Mädels von Cara nach dem Konzert für ein paar Autogramme noch in Beschlag nehmen. Traurigerweise haben aber zwei Mitglieder dieser Gruppe im vergangenem Jahr gewechselt, so daß Cara in leicht veränderter Besetzung ihre zweite Premiere in Selb feiern konnten, was der Stimmung und der Musik allerdings keinen Abbruch tat. Wieder war eine Keyboarderin und Sängerin aus Schottland dabei. Vor einiger Zeit haben Cara zu einem Irish-Folk Festival in den USA gespielt und sind da als Deutscher Export mit schottischen Mitglidern sogar recht gut angekommen.

 

Omnia - Album Earth Warrior

Omnia – Album Earth Warrior

Recht Interessante Musik hat die niederländische Truppe Omnia noch gemacht. Die Musik läßt sich allerdings recht schwer beschreiben. Ein paar Titel und Texte drehten sich rund um die Natur. Auch die Klänge und Rythmen dazu waren entfernt an die von einigen Naturvölkern angelehnt. Ihr neuestes Album heißt Eart-Warrior und einige Titel daraus wurden auch in Selb gespielt. Die Niederlande exportieren Omnia sogar bis in die USA und nach Großbritanien.

 

Das letzte Konzert des Abends war für Subway to Sally reserviert. Wer Subway to Sally kennt, weiß daß diese Gruppe ein paar Traditionelle Instrumente (Violine, Dudelsack und Leier) mit harten Metal-Sounds kombiniert, dazu ein paar mittelalterlich anmutender Texte.

Subway to Sally

Subway to Sally

Meines Erachtens nach hatten alle Bands und Gruppen prinzipiell zu wenig Zeit um völlig mit dem Publikum warm zu werden. Das teilweise bescheidene Wetter tat sein Bestes dazu. Die Künstler auf der Bühne bemühten sich redlich um gute Stimmung im Publikum, was auch nach ein paar Titeln schließlich gut honoriert wurde. Leider hatte ich meine Strahlenfalle zuhause liegen lassen und muß mich daher auf genehmigte Pressefotos von einzelnen Gruppen hier beschränken.



Links

  1. Von Gauklern, Rittern und Musikern – Festival Mediaval 2013 in Selb
  2. Omnia
  3. Cara
  4. Subway to Sally
  5. Firkin
  6. Pampatut

Videos

Omnia – Earth Warrior

OMNIA (Official) – Earth Warrior

Cara – Leider noch in der Besetzung vom letzten Jahr

Cara Irish Folk Music and Ryan Murphy's uilleann pipes solo II HD

Subway to Sally

SUBWAY TO SALLY – Schwarze Seide (Official)

Firkin – Whisky in the Jar

Firkin-Whiskey In The Jar (www.firkinband.com)

Pampatut

Pampatut – Ein kurzes Lied

In Sachsen und im Vogtland wird gefeiert

RELIQUIAE

RELIQUIAE

Dieses Wochenende war so einiges los in Sachsen und auch im Vogtland. Zum einen gabs in Großenhain die dreiundzwanzigste Auflage des Tages der Sachsen und im Vogtland, ganz in meiner Nähe, auch noch etwas größere Veranstaltungen. In Mylau, ca 30 Kilometer von meinem Wohnort weg, gabs das alljährliche Burgfest und in meinem Wohnort, eine Straße weiter, feierte die Feuerwehr ihr rundes einhundertvierzigstes Jubiläum.

Großenhain schied für mich wegen der Entfernung dorthin aus, war einfach für ein Nachmittag zu weit weg. Das Feuerwehrfest wäre ja von der Nähe her ideal gewesen. Gute Laune im Bierzelt beim Durstlöschen, Spritzenspiele für die Kiddies, Oldtimerausstellung (also alte Feuerwehrfahrzeuge) und eine Disco mit Liveband am Abend und in der Nacht. Und am Sonntag gabs Frühshoppen und Grillen und Schlager aus der Konserve. Alles in allem, bis auf die Oldtimer eher ein Fest, wie es alle Jahre wieder jedes Dorf und jede Kleinstadt haat.

Deswegen habe ich mich spontan für Mylau entschieden. Prinzipiell war das auch kein anderer Mittelaltermarkt wie er sonst überall im Sommer zu finden ist. Aber das Ambiente dort ist großartig, denn Mylau hat eine Burg, die noch weitestgehend intakt ist. Auf zwei Bühnen gabs Musik mit mehreren Mittelalterbands – den Rabenbrüdern, RELIQUIAE und Ohrenpeyn – nur um einige zu nennen. Dazwischen gabs Gaukler und einen richtigen, echten Fakier die so ihre Späße getrieben haben.

Die Eintritspreise von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro und noch billiger für Leute in Kostüm, nein in Gewandung heißt das ja heutzutage, waren angemessen. Verpflegungstechnisch gabs von Knobibrot, Langosch, Bratwürsten, Fleischspiesen, verschiedene Pfannengerichte bis zur feinen Thüringer Rostbratwurst (und diese recht günstig für unter 2 Euro) ziemlich viel. Met, Wein, Schnaps, Bier und Limonaden gabs natürlich auch, das Meiste war natürlich angemessen teuer, teilweise über den Gaststättenpreisen in unserer Region. Aber zugegriffen wurde kräftig, es war ja ein warmer Tag.

Das ganze Programm lief bis gegen 1 Uhr Nachts – es war ja auch Samstag, da ging das allemal – auf zwei Bühnen. Gesehen habe ich die drei Rabebrüder 18 Uhr 30 und 21 Uhr und Reliquiae 20 Uhr und 22 Uhr mit einem kürzerem und einem längeren Programm, danach noch eine Show mit Gaukelei und Feuer.

Die Rabenbrüder, passend aus dem Örtchen Rabenstein im Brandeburgischem, gaben ein paar Lieder mit Texten wie aus dem alltäglichen Leben wieder und dazu ein paar Spielmansweisen zum Besten. Reliquiae (eine Truppe aus jungen Leute und keinen alten Männern um es anzumerken) gab ein paar traditionelle Texte aus Europa (spanien, Russland) und der Mongolei auf die Ohren der Hörer, dazwischen einige selbst komponierte Stücke in Deutsch, garniert mit viel Gedudel und Gepolter.

Die Rabenbrüder – Geteert und Gefedert

Die Rabenbrüder – Geteert und gefedert

Reliquiae – Im Proberaum mit Medusa

RELIQUIAE – Medusa im Proberaum(Session)

Links

  1. Die Rabenbrüder
  2. RELIQUIAE – Die Band
  3. Die Burg von Mylau
  4. Die Rabebrüder – Artikel und Musikbeschreibung der Medienspürnase
Die Rabenbrueder

Die Rabenbrueder

Grandiose Musik in der Retro-Game-Szene

Mir geht ein Titel der Hintergrundmusik aus DSA – Sternenschweif der Nordland Trilogie nicht aus dem Ohr. Hier ist der Titel Travel. Zu haben ist dieser Titel auf der Sternenschweif-Version mit den zwei CDs und von dort ist er sogar auf einer ganz normalen Anlage mit CD Player abzuspielen. Den kompletten Soundtrack zum Game lieferte Guy Henkel.

DSA Sternenschweif OST – 18 Travel

Helene Fischer würde so gern einen sächsischen WM-Song singen…

… und so würde das wohl klingen. Steffen „Helene“ Lukas präsentiert Atemlos über’n Platz

https://youtube.com/devicesupport

Quelle: www.radiopsr.de

Nightwish – Das Ende einer Ära

Nightwish End of an Era Cover

Nightwish End of an Era Cover

End of an Era ist ein tongewaltiges Symphonic-Metal Konzert auf DVD und Bluray. Es ist das Abschiedskonzert von Tarja Turunen, die aus irgendwelchen mir unbekannten Gründen von Nihtwish gegangen (wurde) ist. Das hier vorliegende Konzert fand Anno dazumal 2005 in Helsinki – Finnland – statt. Es ist also mit 9 Jahren schon etwas betagt. Vorliegen habe ich die Bluray und die beiden Audio-CDs mit der Tonspur des Konzerts. Zur DVD-Version kann ich daher leider nichts weiter schreiben.

Fangen wir mit den Audio-CDs an. Diese beiden Discs enthalten die gesamten Titel, so wie sie auf der Bluray oder DVD vorliegen. Ob ein paar Titel auf CD oder BluRay/DVD fehlen, die auf dem Konzert gespielt wurden, kann ich nicht sagen, ich war nicht bei dem Konzert dabei. Die beiden Tonträger wurden fast perfekt abgemischt, der Sound ist ausgewogen und die Stimme der damals erkälteten Sängerin Tarja Turunen kommt über meine Anlage klasse rüber. Auch legen sich die restlichen Bandmitglieder dafür ins Zeug. Alle Titel wurden anscheinend nachträglich mit etwas viel Hall ausgestattet, dem einen gefällts, dem anderen nicht.

Die BluRay

Bild und Schnitt

Die Schnittfolge ist etwas gewöhnungsbedürftig und zeigt niemals sehr lang die einzelnen Bandmitglieder und deren Instrumente. Ein Schnitt dauert ca eine Sekunde, dann wechselt das Bild zum nächsten, was alles in allem etwas unruhig und nervös wirkt. Oftmals sind die ungepflegten und lackierten Fingernägel von Tuomas Holopainen eingeblendet was nicht wirklich toll wirkt. Die Farben auf der Blue Ray sind knackig scharf, das Bildmaterial liegt leider nur in der einfachen HD-Auflösung (720p) vor. Etwas mehr hätte es schon sein können, aber 2005 anno dazumal gabs noch nicht wirklich effektive Full-HD Technik, so daß das Bild hochskaliert werden mußte.

Ton

Das Konzert ist recht tongewaltig eingefangen worden. Dazu noch etwas Hall, aber einer der Techniker hat wohl ausversehen den Hall zuweit aufgedreht, soß daß einiges an Gesang nicht wirklich gut zu verstehen war. Aber damit kann man leben. Genau wie auf der DVD/Blue Ray ist der Ton auch auf den Audio-CDs wieder gegeben.

Technische Umsetzung der Blue Ray

Das ist der Punkt, an dem es die heftigsten Kritikpunkte gibt, leider. Fangen wir bei der Songauswahl an. So sind die Titelnamen von dort aus mit den Spuren der Blue Ray sehr lieblos verknüpft. Beispiel: Wähle ich den Song The Kingslayer an, so lande ich urplötzlich am Ende des gesamten Konzerts. Wählt man diverse andere Titel an, so landet man auch nicht beim gewünschten Song. Weiterhin klappt bei laufendem Konzert auch das Überspringen von einem Song nicht wirklich. Da landet man urplötzlich mehrere Songs weiter hinten. Ob das jetzt an der Blue Ray an sich selbst liegt, oder an meiner Playstation 3 als Player sei mal dahingestellt, obwohl letzteres denke ich selbst nicht, denn alle anderen DVDs und Blu Rays aus meiner Sammlung funktionieren dahingehend einwandfrei. Jedenfals ist diese Sache recht nervig, gerade wenn man einen speziellen Titel hören möchte, oder einfach mal weiter vorspringen mag, wenn ein Titel nicht gefällt.

Fazit

Das Konzert ist der Hammer, gerade Tarjas einmalige Stimme. Man [aartikel]B0024G4ZDQ:right[/aartikel] merkt, daß die Jungs und Mädels sich für dieses Konzert viel Mühe gegeben haben und sich voll reinhängen. Der Ton ist bis auf den vielen Hall recht gut gelungen. Der Bildschnitt selbst ist Geschmacksache, man gewöhnt sich im Laufe des Konzerts an die schnellen Sprünge. Ein No Go ist allerdings dieser Bug mit diesen Songs. Für 29 Euro möchte man eine Blu Ray, wo alle Funktionen einwandfrei verfügbar sind.

Oonagh – Gäa

Sicher haben die meisten meiner Leser diesen Titel schon einmal im Radio gehört oder eben im Internet geyoutubed. Außerdem ists lange her, daß ich schonmal meinen Riecher nach neuer Musik ausgestreckt habe. Ich jedenfalls bin vorhin bei einer Werbung drüber gestolpert und ich muß zugeben, das Video ist bombastisch und der Titel in deutscher und elbischer Sprache ist nicht ganz so übel für ein bisschen Ethno-Pop.

Oonagh – Gäa (Offizielles Musikvideo)

Ein Frohes neues Jahr 2014…

… mit viel Erfolg, dauerhafter Gesundheit und Glück wünscht euch die Medienspürnase. Passend zu diesem Anlass habe ich für dieses Jahr von Händel The Music for the Royal Fireworks herausgesucht.

Feuerwerksmusik , MUSIC FOR THE ROYAL FIREWORKS – Georg Friedrich Händel

Ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr…

… wünscht die Medienspürnase ihren treuen Stammlesern und dem eifrigen Korrekturleser, dem alten Herrn der Spürnase. Vielen Dank für deine gelegentliche Mühe beim Korrekturlesen meiner veröffentlichten und unveröffentlichen Beiträge.

Passend zum Fest habe ich den Halleluja-Chorus von Georg Friedrich Händel, gespielt vom Strauß Orchester, herausgesucht. Dieser Chor stammt aus dem Oratorium The Messiah.

Viel Spaß beim Schauen und Lauschen.

G.F. Händel, Messias: Halleluja

Corvus Corax featuring Wadokyo – Eine kleine Rezension über die neueste DVD

Corvus Corax -  Sverker
Neulich habe ich über Amazon die neueste DVD von Corvus Corax bezogen. Der Titel lautet grandioserweise Corvus Corax feat. Wadokyo – Sverker Live

Allgemeine Dinge zur DVD

Amazon hat wie üblich pünktlich nach ca. zwei Tagen geliefert, das Produkt kam in Top Zustand bei mir daheim an. Die Hülle ist aus stabiler Pappe. Enthalten sind eine DVD mit zwei Konzerten, eine Audio CD dazu ein Büchlein mit Fotos der Gruppe und einen Corvus Corax Aufnäher.

Auf der DVD befinden sich zwei Konzerte, eins zu spätabendlicher Stunde in Dinkelsbühl (Laufzeit ca 70 Minuten) und ein weiteres auf dem Holländischen Fantasyspektakel Castlefest (Laufzeit ca 90 Minuten). Bei beiden Konzerten wurde Covus Corax von den Taiko Trommlern Wadokyo unterstützt. Beide Konzerte und die Audio-CD können mit einer tollen Songauswahl punkten.

Beide Gruppen habe ich Anfang September diesen Jahres schon in Selb auf dem Festival Mediaval gesehen, wo sie ein fantastisches Konzert mit einer top Stimmung ablieferten. Vorweg gesagt, ein Live-Mitschnitt kommt stimmungs- und soundmäßig nicht an das Konzert selbst heran. Auch die Qualität einer Studioaufnahme kann nicht so erreicht werden wie in einem Tonstudio mit professioneller Apparatur. Auf verschiedenen Webseiten und bei Amazon gibt es natürlich über diese DVD Bewertungen, die grundlegend auseinander gehen. Die einen heben die vorliegende DVD mit ihrer Lobhudelei in den Himmel, andere zerreisen und verschrotten das Produkt schon mit ein paar Worten. Ich versuche hier eine objektive Bewertung zu schreiben und diese mit ein paar Fakten zu untermauern.

Bild und Schnitt

Das erste Konzert in Dinkelsbühl wurde am Abend und bei Dunkelheit aufgenommen. Die Bildqualität hier ist nicht wirklich berauschend. Klar, Dunkelheit und eine für Kameras nicht optimal ausgeleuchtete Bühne, ist fast logisch daß man ein paar Abstriche machen muß. Das Bild ist aber stellenweise ziemlich unterbeleuchtet und verrauscht, aber da liese sich mit einiger Erfahrung beim Dreh schon einiges machen, um die Bilder besser einzufangen. Leider hatten zu dem noch die Kameramänner und -frauen ein Faible für die nackten Oberkörper der Bandmitglieder. Oft sieht man nur die nackten Oberkörper und die Köpfe waren nur zum Teil oder gar nicht im Bild zu sehen. Geschnitten wurde das dann noch recht amateurhaft, so daß ein nackter und kopfloser Oberkörper nach dem anderen zu sehen war.

Auf dem Castlefest in Holland dagegen war es Tag und dadurch war die Bühne besser ausgeleuchtet. Das Bild war nicht mehr verrauscht, beim Schnitt und der Aufnahme hat man hier aber zeitweise die selben Fehler gemacht wie beim anderen Konzert, aber nicht mehr in so häufigem Maße.

Der Ton

Die Bässe sind hier zu stark komprimiert und zu laut eingestellt, die mittleren und hohen Töne sind im Gegensatz dazu zu leise. Auf dem Konzert in Selb hat man jeden Anschlag auf die Basstrommeln und Pauken und jeden einzelnen Griff in den Bass gehört. Daß das auch in Live-Mitschnitten auf DVD möglich ist, haben andere Künstler zu anderen Zeiten auf anderen DVDs auch schon erfolgreich demonstriert.

Auf der vorliegenden DVD, aber auch auf der Audio-CD klingt das Ganze nur noch mulmig und breiig. So muß sich ein älterer Mensch, der einzelne Töne durch ein abgenutztes Gehör nicht mehr unterscheiden kann, fühlen. Alles klingt irgendwie matschig und verwaschen, man hört nur noch mulmigen Bass, keine klaren tiefen und hohen Töne mehr. Die Bässe sind nicht klar genug und die hohen und mittleren Töne wie Gesang und einzelne andere Instrumente gehen in dem Mulm unter.

Fazit

Von der Musik her sind die Könige der Spielleute und Wadokyo recht gut zu hören. Wer mittelalterlichen Sound mag, gerne die puren und tiefen Beats und Rythmen von Trommeln und Schlagzeugen hört und martialische Dudelsackmelodien geniest, ist mit den beiden Bands, einzeln und bei verschiedenen Konzerten zusammen gut bedient. Die meisten anderen Tonträger von Corvus Corax haben eine recht ordentliche Qualität, aber beim vorliegendem Produkt gibt es eine Menge Schönheits- und Anfängerfehler. Angefangen hat es bei der Aufnahme und beim Schnitt des Bildmaterials und endet beim Abmischen des Sounds. Man könnte berechtigterweise meinen, daß hier aus Kostengründen nur billige Amateure beim Dreh und im Tonstudio zugange waren, um den maximalen Gewinn auf eine verkaufte Box (DVD+Audio CD) herauszubekommen. Daß es zumindestens soundmäßig anders geht, beweisen ja beide Truppen bei ihren Konzerten, bei den meisten anderen Aufnahmen und Produktionen selbst. Ich jedenfals liebe einen glasklaren Sound, bei dem man jedes Instrument, jeden Ton (egal ob Bass oder hoher Ton) einzeln gut unterscheiden kann. Bässe und Hochtöne sollten daher gut ausgewogen sein und die Tontechniker sollten weniger auf die Komprimierung der einzelnen Tonspuren setzen oder diese mit etwas mehr Feingefühl einsetzen.

Corvus Corax - Sverker 2

Links

  1. Von Gauklern, Rittern und Musikern – Festival Mediaval in Selb

Von Gauklern, Rittern und Musikern – Festival Mediaval in Selb

Artistik mit Zirkus Mare

Artistik mit Zirkus Mare

Am gestrigen Sonntag, dem 9. September 2013, habe ich mich einmal ins ca 60 Kilometer entfernte Selb aufgemacht, in dem seit 2008 das jährliche Festival Mediaval ausgerichtet wird, das größte MIttelalter-Fest hier bei uns in der Region. Drei Tage lang gab es auf 3 Bühnen, 2 Mittelaltermärkten (Handwerkermarkt und Bäckermarkt mit etlichen Tavernen) und einem Ritterlager eine Menge Show-Programm. Einige hochkarätige Bands aus der Mittelalterszene gaben auf den Bühnen am vergangenem Wochenende ihr Bestes. Dabei waren unter anderem Corvus Corax, Cara, Faun und Wadokyo.

Die Eintrittspreise zum Festival sind recht happig und verleiten doch einmal heftig zum Schlucken. Auch die Preise auf den Märkten sind nicht gerade niedrig. Ein Tag, oder das ganze Wochenende auf dem Gelände geht ganz schön tief ins Zwiebelleder. Gut, die Händler müssen ja von irgendwas leben und die Darsteller müssen vom Veranstalter bezahlt werden. Je bekannter die Gruppen sind, desto teurer werden die auch.

Feurige Gaukelei

Feurige Gaukelei

Am Sonntag Vormittag traten 3 Gruppen aus dem Bereich Mittelalter-Rock nacheinander an, um den Mittelalter-Rock-Award zu erwerben. Wer auf rockige Musik mit zuweilen traditionellen Instrumenten, auf Alt getrimmte Texte und heftige Gitarren-Riffs mit Schlagzeugeinlagen steht, kam hier auf seine Kosten. Zwischenzeitlich traten einige Schausteller direkt auf den Märkten oder der kleineren Theaterbühne auf und zeigten, was sie an unterhaltsamen Sachen, wie Jonglage, lustigen Liedern und Sprüchen, Akrobatik und Artistik, sowie Kraft im Verbiegen von 12 Millimeter durchmessenden Stahlstangen zu bieten hatten.

13 Uhr trat eine Düsseldorfer Truppe mit dem grandiosen Namen Wadokyo auf. Sieben Musikerinnen und Musiker an recht großen japanischen Drums zeigten, wie man in Japan die Kunst des Taiko-Trommelns praktiziert. Mit einigen Zugaben brachten sie schon Mittags die kleine Theaterbühne zum Erzittern und ein Publikum aus 300 bis 400 Männern und Frauen allen Alters zu Standing Ovations.

Wadokyo und ihr Taiko-Trommeln

Wadokyo und ihr Taiko-Trommeln

Nachmittags gab es noch verschiedene Bands und Gruppen, die an den anderen Bühnen auftraten, darunter etwas Jazziges aus Berlin von Berlinskibeat, nordische Beats von Strömskarlen, mittelalterliche Klänge der ungarischen Gruppe Orbscurus Orbis, Metal-Folk von Wolfmare und etwas nach Gothic klingendes von Valvaran.

Ein grandioses Konzert lieferte die deutsch-britische Gruppe mit dem ausgefallen klingendem Namen Cara am Nachmittag an der großen Bühne ab. Mit Konzertgitarre, Uilleann Pipe, eine irische Rahmentrommel, Piano und zwei Geigen gabs bei schneller, irischer Folkmusik und einigen eher langsamen irischen Folk-Songs einiges auf die Ohren.

Ein Schmied beschlägt bei Bedarf die Schuhe neu - heiß versteht sich

Ein Schmied beschlägt bei Bedarf die Schuhe neu – heiß versteht sich

Wer vom Vielen Herumlaufen auf dem Gelände sein Schuhwerk abgenutzt hat, konnte dieses beim örtlichen Schmied auf dem Handwerkermarkt reparieren lassen… heiß beschlagen sozusagen.

Abends ab 19 Uhr 30 kam das Highlight des ganzen Tages. Corvus Corax und Wadokyo brachten die große Schloßbühne zum Erzittern. Zuweilen standen 14 Leute dort auf der Bühne und gaben ihr Bestes (besser gesagt ihr Lautestes). Die Stimmung war fantastisch und die beiden Gruppen hatten auch sichtlich ihren Spaß. Martialische Mittelalterklänge mit Dudelsäcken, Gitarre, Flöten, einer überdimensionierten Leier und anderen Instrumenten wurden mit zeitweise zehn (jawohl richtig gelesen) Schlagzeugen gepaart. Das ganze wurde noch ziemlich gut verstärkt, die Bässe, die die Schlagzeuge erzeugten, gingen durch und durch. Nach anderthalb Stunden und mehreren Zugaben war das Konzert leider auch schon wieder vorbei. Nach dem Konzert standen die Musiker von Corvus Corax noch über eine Stunde zur Verteilung von Autogrammen parat.

Corvus Corax und ihre Drehleier

Corvus Corax und ihre Drehleier

Fazit

Das Festival Mediaval findet jährlich im September in Selb statt und das schon seit 2008. Jedes Jahr steht dieses Mittelalterfest unter einem bestimmten Motto. Dieses Jahr war es das Nordic Special. Über alle 3 Tage verteilt spielten neben anderen Mittelalter-Gruppen auch solche, die sich traditionelle nordische Musik und Gesänge auf die Mütze geschrieben haben. Dieses Jahr waren zudem hochkarätige Bands aus der Mittelalterszene vertreten und das Abschlußkonzert bot ein würdiges Highlight. Wer sich Anfahrt, Übernachtung und Eintritt leisten kann, ist über die 2,5 Tage von Freitag Mittag bis Sonntag Abend gut aufgehoben. Nächstes Jahr gibt es ein schottisch-irisches Special mit Schwerpunkt auf Musik aus dieser Gegend.

Links
Festival Mediaval

Blackmore’s Night – The Beginning

Blackmore's Night - The Beginning

Blackmore’s Night – The Beginning

Ritchie Blackmore steht für gute Musik an der Gitarre und seine Frau Candice Night überzeugt mit einer tollen Stimme. Deswegen habe ich mir kürzlich die Box Blackmore’s Night – The Beginning zugelegt.

Die Box

Enthalten sind die ersten beiden Alben von Blackmore’s Night mit den Namen Schadow of the Moon und Under a Violet Moon. Dazu kommen noch 2 DVDs auf denen Mitschnitte von Konzerten In Deutschland von 1997 – 1998 (Shadows of the Moon) und ihre Castle Tour 2000 in England.

Die 4 Discs kommen in einer violettfarbenen Box daher, die mit einem samtartigen Stoff umhüllt ist, in den silberglänzend der Schriftzug Blackmore’s Night – The Beginning aufgedruckt ist. Um Diese Box ist ein durchsichtiger Kunststoffschuber mit der FSK 0 Altersfreigabe und auf der Rückseite die Titellisten der Discs.

Jede der Discs ist einer Hülle aus Plastik und Pappe gesteckt. Die Hüllen sehen ähnlich wie die umgebende Box aus, ein etwas dunkleres Violett. Zu den beiden CDs gibt es ein Heftchen mit allen auf der Disc enthaltenen Songtexten, dazu Bildern von Ritchie und Candice und das Cover der jeweiligen Alben, wie sie 1997 und 1999 erschienen sind.

Zu den beiden CDs

Die beiden Audio-CDs glänzen mit hochfeiner mittelalterlicher Musik in feinstem Stereoton. Einige der bekanntesten Titel stammen aus der Zeit von 1997 bis 1999 von Blackmores Night. Einfache Rythmen und Melodien wechseln sich mit tollen Texten und feinen Einlagen Blackmores an der Gitarre ab. Tiefe Töne sind, gute Hardware vorausgesetzt, auch fein unterscheidbar herauszuhören.

Die beiden DVDs…

… beinhalten sämtliche Titel der Shadow of the Moon Tour (1997/1998) in Deutschland und die Castle Tour (2000) Under a Violet Moon. Zwischen den einzelnen Titeln gibt es kurze Interviews mit Ritchie Blackmore und Candice Night. Dort plaudern sie aus dem Nähkästchen über ihre Musik, ihre Touren, die Gruppe und so weiter. Synchronsiert sind diese Interviews leider nicht. Nur deutsche Untertitel zum Mitlesen gibt es.

Die Musik selbst ist teilweise an verschiedenen Orten und Bühnen aufgenommen worden, daher unterscheidet sich oftmals auch die Tonqualität der Aufnahmen (oft zuviel Hall). Absolut störend ist der mehrmalige Wechsel in einem Titel von Unplugged-Version (entweder zu Hause bei Blackmores oder auf einer Burg) zu einem Live-Konzert was verstärkt wieder gegeben wurde. Oftmals wechselt mitten im Titel auch einmal die Bühne. Dieser häufige Wechsel ist nur noch störend – das hätte man auch anders lösen können ohne diese Wechsel mitten im Lied. Die Tonqualität der Live-Mittschnitte ist zudem nicht wirklich berauschend. Das einzige Schmankerl sind die Interviews mit den Musikern.

Weiteres Manko ist dias amerikanische NTSC Format in dem die Aufnahmen gehalten wurde. NTSC liefert eine Framerate von 29,9 frames pro Sekunde,mwas prinzipiell ausreichend ist. Aber eine Auflösung von 640×480 Pixeln, was bei größeren Fernsehgeräten um das komplette Bild einen schwarzen Rand einfügt, außer man zoomt das Bild auf eine Bildschirmfüllende Größe, was natürlich Qualitätseinbusen wie Artefaktebildung mit sich bringt. Weiterhin spielt nicht jeder ältere DVD Player auch NTSC-Videos ab, ist doch der deutsche Standart PAL.

Fazit

Die beiden Audio CDs wissen sehr gut zu überzeugen, für Fans von Blackmore’s Night ein absolutes Muss. Etwas nun haariger wird es bei den DVDs mit den Live-Mitschnitten. Die Tonqualität ist nicht berauschend und der ständige Wechsel im Titel zwischen den Drehorten verschlimmert die Sache noch, gibt es hier wieder deutliche klangliche Unterschiede. (Ein Punkt Abzug). Postiv anzrechnen sind die vielen Interviews mit Ritchie und Candice zwischen den Tracks, aber auch schon der Versuch einige Unplugged Versionen von ihren Titeln reinzubringen. Ein Minus gibts für eine fehlende Synchronisation. Einen weiteren Minuspunkt gibt es für das amerikanische NTSC Format, was nicht jeder (ältere) DVD Player abspielt.

Wegen den etwas vermurksten DVDs bekommt die Box von mir nur 2 von 5 Sternen – leider.

Blackmore's Night - The Beginning 2

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