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Archiv für Dezember 2013

Verbannt in die Zukunft – Eine Buchbeschreibung

Verbannt in die Zukunft

Lang ist’s her, daß ich eine Buchbeschreibung online gestellt habe. Das möchte ich nun mit dem Buch Verbannt in die Zukunft noch im alten Jahr 2013 nachholen.

Verbannnt in die Zukunft ist ein Buch aus der Feder vom Altmeister Arthur C. Clarke. Auf 160 Seiten befinden sich insgesamt 11 Kurzgeschichten, wie von Clarke üblich, in bester Science-Fiction Manier. Geschrieben wurden diese Werke in den Jahren 1953 und 1954. Schon beim Lesen dieser Geschichten merkt man diesen ihr Alter an.

Clarke beschreibt dort eine Zukunft, wie man diese sich in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts vorgestellt hat. Große, plumpe Raketen und Weltraumkreuzer, die entweder noch mit chemischen Treibstoffen angetrieben wurden oder durch die Kraft der Kernspaltung. Die Zeit, aus der die Geschichten stammen, war das Wettrüsten der USA und der Sowjetununion noch im vollen Gange und der kalte Krieg spitzte sich gerade zu. Auch das wurde in einigen dieser Geschichten mit verarbeitet. So beschreibt er in einer der Geschichte mit dem Titel Am Horizont – die Erde die düsteren Auswirkungen eines alles vernichtenden Atomkrieges. Hier leben Menschen in einem Habitat auf dem Mond. Der Junge Marvin wird von seinem Vater auf eine Expedtion auf dem Mond mitgenommen und sieht da zum ersten Mal die Erde, so wie Neil Armstrong diese gesehen und fotografiert hat. Zum Schluß wird erklärt, warum die Menschen nun auf dem Mond leben und nicht mehr auf der Erde.

In dieser Zeit stellte man sich auch noch vor, daß es Leben auf der Venus unter einer dicken Wolkenschicht in riesigen Ozeanen geben könnte. Auch die angeblichen Kanäle auf dem Mars veranlasste Autoren wie Clarke dazu, über Marsbewohner zu spekulieren.

Andere Geschichten wie Der Wachtposten sind an sich nicht so düster, sondern regen eher die eigene Fantasie an. Außerirdische haben auf dem Mond eine Art Skulptur erbaut, die bei ihrem Auffinden durch die Menschen Signale in die Weiten des Weltraumes sendet.

Andere Geschichten handeln davon, wie sich die Menschen eines Tages in der fernen Zukunft entwickelt haben können und vom Sterben unserer Erde und unserer Sonne. Andere wiederum beschreiben recht fantasievoll, welche Arten von Leben sich auf fremden Planeten entwickelt haben können. Einige dieser Erzählungen handeln von Außerirdischen, die entweder vor langer Zeit oder in irgendeiner fernen Zukunft auf der Erde landen und berichten davon, was diese Besucher dort vorfinden.

Fazit

Ein Buch in bester SciFi Manier, auch wenn in diesen Erzählungen Laserschwert schwingende Jedi-Ritter, Dilizium betriebene Warpantriebe und sprechende Computer fehlen, ist dieses Werk sehr lesenswert. Clarke versteht sich darauf auch ohne aufwendige Actionbeschreibungen fantasievolle Erzählunge zu Papier zu bringen. Heutzutage sind die Vorstellungen der Zukunft ganz anders, da Star Trek und Star Wars die dominierenden SciFi Bücher in den Regalen des Buchhandels sind. Daher wirken die Geschichten aus den fünfziger Jahren auf den ersten Blick etwas altbacken und angestaubt. Liest man aber genauer, so erkennt man doch Spitzen auf die damaligen Zustände des Wettrüstens und eventueller Konsequenzen. Auch Ohne Lichtschwert und Warpantrieb ist diese Geschichtensammlung sehr lesenswert.

Links

Verbannt in die Zukunft bei Amazon

Stille Nacht, Teure Nacht

Nun ist die Stille Nacht vorüber, beide Feiertage natürlich auch. Der laute und feurige Jahreswechsel steht unmittelbar bevor. Weihnachtsgeschenke wurden ausgepackt und für die Sylvesterböller muß noch schnell gesorgt werden. Aber was ist das? Gähnende Leere starrt mir aus meiner Geldbörse entgegen, der Geldautomat streikt mal wieder, weil das Konto am unteren Limit angelangt ist. Mir ist zum Heulen zu mute und nun weiß ich auch, warum die Geldbörse auch ironischerweise Zwiebelleder genannt wird. Es hält sich nichts drinnen und bringt mich zum heulen.

Da ist wieder ein neuer und hoffentlich guter Vorsatz fürs neue Jahr. Es muß Geld gespart werden und ich muß den Überblick über meine Finazen wahren. Um den Überblick über die Finanzen zu behalten, helfen meist die alt bewährten Haushaltsbücher. Wenn Sie jetzt an Ihrem Linux/Mac/Windows PC sitzen und diesen Artikel lesen, benutzen Sie doch einfach mal Google und suchen sie doch einmal nach Haushaltsbüchern in digitaler Form.

Google wird binnen in Sekundenbruchteilen tausende und abertausende Suchergebnisse ausspucken. Meist sind das in erster Linie Programme, mehr oder weniger kostenlos (oder auch nicht) zum Installieren auf dem Computer.

Es geht natürlich auch deutlich einfacher, auch ohne Installation. Als Spürnase habe ich auf meinem Rechner zumindestens ein Büropaket mit einem Tabellenkalkulationsprogramm herumfliegen.

Ich nutze beispielsweise Calc aus der Bürosuite von LibreOffice. Jeder andere wird eben die Software nutzen, die ihm oder ihr am besten gefällt (Excel aus dem Hause Microsoft, oder kostenlos mit OpenOffice oder eben aus Cuppertino mit einem angebissenen Apfel als Logo).

Naja ich habe meine Suchbegriffe noch um die Wörter Tabelle und/oder Excel oder Libreoffice, Calc ergänzt. Jetzt bin ich schon auf der richtigen Spur. Nein ich möchte hier diesmal keine Haushaltsbuchtabellen von verschiedenen Anbietern vorstellen, da gibts im Internet (Google hat mir in 0,31 Sekunden 20300 Treffer aufgelistet) massig davon. Die meisten Tabellen mit der Endung *.xls sind eigentlich für das Programm Excel aus dem Hause Microsoft gedacht. Aber liebe Freunde von Open-Source und angebissenen Äpfeln (Apple/Mac) diese funktionieren auch mit Calc von OpenOffice und Libreoffice, sowie verschiedenen anderen Open-Source Kalkulationsprogrammen und den hauseigenen Programmen und Apps eines Mac-Computers.

Solche vorgefertigten Lösungen haben den Vorteil, daß sie zumeist ersteinmal kostenlos sind und nicht noch einmal erstellt werden müssen. Man hat bis auf das Eintragen der Daten keine weitere Arbeit. Der Nachteil liegt eben darin, daß man vielleicht benötigte zusätzliche Funktionen und Felder nur schwer in das vorgefertigte Design integrieren kann.

Ich nutze selbst ein Tabellenkalkulationsprogramm und werde mich jetzt ran setzen, eines selbst für mich zu entwickeln. Das ist nicht schwer, Office Pakete und Tabellenkalkulationsprogramme bringen schon alle nötigen Werkzeuge mit. Formeln zur Berechnung verschiedener Daten, Diagramme zum Auswerten der Geldbestände, Einnahmen und Ausgaben. Hilfestellungen zu Problemen findet man beim Eingeben der entsprechenden Suchbegriffe bei der Suchmaschine des geringsten Mißtrauens. Für Excel (der verschiedenen Versionen) und OpenOffice gibt es auch beim Verlag Markt und Technik recht gute Kompendien, die sämtliche Funktionen der einzelnen Kalkulationsprogramme beschreiben.

Wichtig ist es für mich, den Bestand und die Bewegungen auf meinem Girokonto und dem Sparkonto genauso aufzuführen, wie daheim die Haushaltskasse mit dem Bargeld. Dann dürfen natürlich feste Einnahmen wie Lohn und Gehalt, vielleicht auch Mieteinnahmen und ständig wiederkehrende Fixkosten wie Versicherungskosten und der monatliche Abschlag für Strom und Wasser nicht fehlen. Weitere Ausgaben, wie für Kleidung, Lebensmittel oder eine Reparatur am Auto sollten sich einfach in Kategorien einteilen lassen, die dann am Monats- oder Jahresende aufaddiert und gegenübergestellt werden, gerne natürlich auch grafisch. Denn bloße Zahlenkolonnen kann man nicht gut vergleichen. Tabellenkalkulationsprogramme bieten hier eine Menge an Diagrammen und Grafiken, um Einnahmen und Ausgaben schön optisch und bildgewaltig auszugeben.

Hat man sich für eine Variante der Haushaltsbücher entschieden, also entweder selbst von Hand gemacht oder aus dem Internet gezogen, braucht man natürlich nur noch ein gewisses Maß Disziplin, um seine Einnahmen und Ausgaben dort einzugeben.

Fazit

Wer die Möglichkeiten und Funktionen einer Tabellenkalkulation wirklich selbst erlernen möchte, für den ist das Basteln eines Haushaltsbuches fast schon eine Pflicht. Aber auch jene, die ihre Einnahmen und Ausgaben individuell gegenüberstellen möchten empfiehlt sich die Handarbeit.

Für die etwas nun ja beschäftigteren Leute unter uns, sind die im Internet kostenlos oder gebührenpflichtigen Haushaltsbücher in Tabellenform eine recht gute Alternative.

Die Grundausstattzung hat man meist schon auf dem PC liegen. Wer sich scheut für den Platzhirsch Excel viel Geld auszugeben, der greift zu einem kostenlosen Opensource Tabellenkalkulationsprogramm, wie Gnummeric oder den beliebten Office-Paketen OpenOffice oder LibreOffice, die schon das Kalkulationsprogrogramm Calc mitbringen.

Links zu einzelnen Büropaketen mit Tabellenkalkulation

Mehr Infos zu den Einzelnen Büroprogrammen mit Tabellenkalulationen finden sich im Artikel Weihnachten für den heimischen PC (darauf können Sie natürlich auch Klicken).

  1. Gnumeric
  2. Softmaker Free Office
  3. Open Office
  4. Libre Office
  5. Lotus Symphony

Ähnliche Artikel aus dem Blog

  1. Weihnachten für den heimischen PC
  2. Oh du fröhliches, oh du teures Weihnachtsleid

Ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr…

… wünscht die Medienspürnase ihren treuen Stammlesern und dem eifrigen Korrekturleser, dem alten Herrn der Spürnase. Vielen Dank für deine gelegentliche Mühe beim Korrekturlesen meiner veröffentlichten und unveröffentlichen Beiträge.

Passend zum Fest habe ich den Halleluja-Chorus von Georg Friedrich Händel, gespielt vom Strauß Orchester, herausgesucht. Dieser Chor stammt aus dem Oratorium The Messiah.

Viel Spaß beim Schauen und Lauschen.

G.F. Händel, Messias: Halleluja

WordPress und die Blogrolle

Seit WordPress 3.3.x läuft bei mir, der Medienspürnase, die Blogrolle und der dazugehörige Linkmanager. Beides hat seitdem eine Hand voll Coreupdates und eine Reihe Minorupgrades überstanden. Linkmanager und Blogrolle wurden erst in WordPress 3.5 deaktiviert und fielen in Version 3.6 ganz weg. Jetzt sind wir bei WordPress 3.8.x angekommen und beides läuft noch stabil auf dem Produktivblog der Medienspürnase. Aber wer weiß wie lange das noch bleibt.

Für Blogger, die mit WordPress 3.5.x oder neueren Versionen eingestiegen sind, entfällt beides. Hier müssen entweder neue Text-Widgets mit den Links zu anderen Blogs und Seiten ins Theme aufgenommen werde, oder direkt dazu noch explizite Seiten für den Linktausch eingerichtet werden. Oder man installiert sich diverse Plugins, um sich einen Linkmanager und eine Blogrolle zurück zu holen.

Es gibt noch eine kleine Variante, die man versuchen kann, um die Blogrolle und den Linkmanager zu aktivieren. Öffnet dazu die functions.php eures Themes und ergänzt sie um folgende Code-Zeile

add_filter( 'pre_option_link_manager_enabled', '__return_true' );

Klappt das nicht, dann geht den Weg im Newsblog von WordPress. Erstellt euch ein Textwidget für euer Theme und schreibt dort eure Favoriten und Lieblingswebsites in HTML-Code also via

<a href></a>

und sortiert dieses mit einer Nummerierten oder unnummerrierten Liste an.

<ol></ol>
<ul></ul>

Oder ihr legt euch ganz simpel eine Extra Seite an, die im Header oder in einem Widget sichtbar zum Anklicken liegt. Dort habt ihr Platz eure Favoriten samt Banner und Beschreibung abzulegen.

Diese Funktion sollte den Linkmanager im Dashboard und die Blogrolle im Frontend wieder aktivieren.

Fazit

Auch wenn man die Blogrolle als veraltet ansieht, ist sie dennoch ein gutes und probates Mittel zum Verlinken von Partnerseiten und anderen Blogs. Durch den Wegfall der Blogrolle, will man bezwecken, daß die Lieblingsseiten des jeweiligen Bloggers in Artikeln oder separaten Seiten durch den Blogger selbst und seine Leser kommentiert werden. Dadurch geschieht es aber, daß die Links von Partnerseiten irgendwann von einem wirklich guten Platz, der Startseite, verschwinden und nur durch mehrere Klicks gefunden werden können. Durch eine Blogrolle ist es möglich, spezielle Links prominent auf der Startseite zu halten, was für die Leser und die größte Müllhalde des Internets, Google, besser zu handeln ist. Man weiß wo der Lieblingslink steht und braucht nicht großartig zu suchen oder irgendwelche Kommentare durchzulesen, bevor man klickern kann.

Oh du stressige Weihnachtszeit…

Wie üblich habe ich auch dieses Jahr für die noch unentschlossenen Familienoberhäupter ein paar letzte Geschenkideen für ihre Lieben und ihren PC. Letztes Jahr standen ja einige kostenlose und Open-Source Finanz- und Buchhaltungsprogramme, sowie einige Büropakete und Schreibprogramme für Windows, Linux und Mac an dieser Stelle. Diese Programme werden natürlich auch über das Jahr weiterhin gepflegt. Dieses Jahr habe ich einige Bildbearbeitungsprogramme zusammengetragen, die kostenlos und ganz legal zur Verfügung stehen. Die Links dazu gibts wie immer am Ende des Artikels.

Gimp ist ein 8-bit Bildbearbeitungsprogramm und kann durch seinen gewaltigen Funktionsumfang schon mit dem Platzhirsch Adobe Photoshop mithalten. Zudem ist Gimp Open-Source Software und kostet daher für den Otto-Normal-Anwender keinen Cent. Spenden an die Entwickler, sowie Tester, Programmierer und neuer Programmcode sind natürlich gern gesehen. Lauffähig ist Gimp unter Windows, Linux und Mac. Gimp gibt es auch als portable Version für den USB Stick und eine Speicherkarte.

Ein weiteres kleines Tool, auf Freeware-Basis ist Klaus Dögges DigiFoto. Es bietet für eine Größe von unter 50 MB eine recht ansehnliche Funktionsvielfalt. Es kommt ganz ohne Installation aus und kann ohne weiteres von einem USB Stick oder einer Speicherkarte gestartet werden.

Auf die Schnelle habe ich von einem treuen Leser der Medienspürnase noch ein weiteres Programm genannt bekommen. Er nutzt RAW Therapee um die Fotos seiner Spiegelreflexkamera, die im Rohdatenformat RAW ablichtet, weiter zu bearbeiten. Es bietet etliche Vorlagen, nachträglichen Weißabgleich und zig verschiedene Tools. Es ist ebenfals kostenlos erhältlich und steht für Windows, Mac und diverse Linuxdistributionen zur Verfügung.

Wer ganze Stapel von Bildern umbenennen und in andere Formate konvertieren will, dazu noch diverse andere Änderungen automatisiert durchführen möchte, ist mit IrfanView Portable sehr gut beraten. Die Portable Version erleichtert das Upgraden der Software und passt auf jeden beliebigen USB Stick und jede Speicherkarte. Irfanview – und die portable Version davon – ist ein reines Windowsprogramm. Unter Linux mag es nur mit WINE laufen.

Wer eine Menge Fotos zu verwalten und zu sortieren hat, der ist mit Picasa gut beraten. Es bietet zusätzlich noch einen Zungang zum sozialen Netzwerk Google+ und zum Onlinespeicher Drive von Google. Dort lassen sich die Fotos schnell und gut mit Freunden und Bekannten tauschen.

Links

  1. Gimp – The GNU Image Manipulation Programm
  2. Gimp Portable
  3. Klaus Doeges DigiFoto
  4. RAW Therapee
  5. IrfanView Portable
  6. Picasa

Weitere nützliche Programmee aus den letzten Jahren

Auch wenn diese Programme schon letztes Jahr hier in meiner Liste standen, sind diese natürlich selbst noch recht aktuell. Diese Software wird recht aktiv weiterentwickelt und daher lohnt sich immer mal ein Blick auf neue Versionen.

  1. Die Medienspürnase – Oh du fröhliches, oh du teures Weihnachtsleid
  2. Die Medienspürnase – Weihnachten für den heimischen PC

Kurz gemeldet – Minecraft für die Playstation

Ab 18. Dezember geht es in Deutschland ran an die Klötzer. Minecraft geht da auf der Playstation 3 an den Start. Einen Tag früher geht derselbe Klassiker von Mojang in den USA auf der PS3 online. Steuerungsmäßig und inhaltlich soll es keine keine größeren Unterschiede zur XBox 360 Fassung geben. Herunterladbare Inhalte wie Skins und Texturepacks sollen etwas später über das Playstation Network folgen. Eine Version für Playstation 4 und PS Vita soll es erst im kommenden Jahr geben. Daran arbeiten die Entwickler gerade.

Ein Spielerdorf auf einem Minecraft Multipayer Server - Klick zum Vergrößern

Ein Spielerdorf auf einem Minecraft Multipayer Server – Klick zum Vergrößern

Quellen

Bild: S. Eckart – vielen Dank

Von Abmahnwellen und Spamtsunamis

Seit Wochen mahnt die Regensburger Anwaltskanzelei Urmann + Collegen (U+C) massenhaft Nutzer der Streamingseite Redtube ab. Neben saftigen Gebühren, bekommen die Nutzer noch Unterlassungserklärungen zum Unterschreiben zugeschickt.

In der Region Vogtland haben sich in der letzten Zeit über 50 betroffene Besucher der oben genannten Pornoseite bei der Verbraucherzentrale gemeldet um sich beraten zu lassen. Die Dunkelziffer dürfte aber noch etwas höher liegen, denn aus Scham oder Unsicherheit melden sich viele Leute nicht erst und unterschreiben die zugesandten Unterlagen. Laut Angaben der hießigen Verbraucherzentrale sollte man die geforderten Geldbeträge nicht gleich und die Unterlassungserklärung nicht unterschreiben. Weiterhin gilt der Rat vorher erst eine rechtliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Rechtliche und anwaltliche Beratungen bieten beispielsweise die Verbraucherzentralen vor Ort. Auf keinen Fall sollten die Abmahngebühren ungeprüft überwiesen werden und die Unterlassungserklärung ohne rechtlichen Rat unterzeichnet werden.

Was ist mit Abmahn-Mails?

Die Abmahnwelle der Regensburger Kanzlei U+C ruft natürlich auch Trittbrettfahrer auf den Plan. In E-Mails drohen sie beliebigen Leuten und mahnen diese im Namen der oben genannten Kanzlei oder anderen Anwälten ab. Den Mails liegt ein Anhang bei, der Rechner mit Trojanern und Maleware infiziert. So können Daten ausgelesen und mißbraucht werden, aber auch Dateien auf dem Rechner zerstört werden, oder der Computer selbst durch Hintertüren gekapert werden. Die Mails können getrost gelöscht werden. Laut der Verbraucherzentrale haben E-Mails keine rechtliche Handhabe vor Gericht, sind also dort bedeutungslos.

Fazit

Was Urmann + Collegen mit Redtube getan haben, war augenscheinlich nur die Spitze des Eisberges. Wegen Streaming abzumahnen steht auch rechtlich gesehen auf wackeligem Fuß. Wer weiß wie lang diese Kanzlei damit durchkommen wird, oder wie die Gerichte in solchen Fällen künftig entscheiden.

Begriffserklärung

Streaming: Diesen Begriff kann man am besten mit einer Sendung oder einem Film im Fernsehen vergleichen. Ein Anbieter von Content (neudeutsch für Inhalt) sendet von irgend einem Punkt der Welt aus einen Film. Dieser wird dann zuhause empfangen und kann direkt während der Sendung angesehen werden. Das geschieht beispielsweise über Satelitt, Kabel oder eben das Internet.

Nur kann man im Internet recht genau bestimmen, wer auf die Inhalte eines Anbieters zugreift, denn jedem DSL-Anschluss wird eine IP-Adresse zugeordnet. Wird diese mit einem Zeitstempel (beispielsweise Zeitpunkt des Zugriffs auf einen Film) versehen, kann man über eine Provideranfrage, die richterlich genehmigt werden muss, den Anschlussbesitzer herausfinden.

Beim Streaming empfängt man nur Daten in Form von Filmen und Musik, man könnte sie wie beim Fernsehen auf dem Computer speichern (neudeutsch für aufnehmen). Streaming bedeutet also gleichzeitiges Senden und Ansehen eines Filmes.

Da liegt der Unterschied zu Peer-to-Peer Tauschbörsen dem Filesharing. Hier lädt man sich Daten aller Art (Musik, Filme, Bilder, Word-Dokumente etc. etc.) auf seinen PC. Diese Daten liegen verteilt bei mehreren anderen Computernutzern auf den Rechnern.

Lädt man sich dort beispielsweise einen Film herunter, kann man diesen nicht gleich ansehen, man muß warten bis er fertig geladen ist. Während der Film vom Internet auf den eigenen PC lädt, werden die empfangenen Bits und Bytes dieses Filmes schon wieder anderen Leuten zur Verfügung gestellt.

Kurz: Man empfängt (Download) und sendet (Upload) zugleich. Hier kommt es ganz auf den Inhalt an. Meist sind Bilder, Filme und Musik urheberrechtlich geschützt. Aber es gibt natürlich auch Musik, Bilder, Software, Filme, die einem Wust an Lizenzen unterliegen, die das freie Tauschen und Bearbeiten erlauben (in engen oder weiteren Schranken). Dazu gehören beispielsweise die Lizenzen der Creative Commons (meist für künstlerische Inhalte) oder die GNU/(L)GPL für Softwarelizenzen (beispielsweise für Linux, Openoffice oder Libreoffice).

Update am 17. Dezember

Beim klassischen Streaming von Filmen und Musik, man kennt es ja von Youtube, werden Daten vom Server auf den Computer übertragen, meist sogar etwas schneller als man sich den Film ansehen kann oder das Musikstück anhören kann. Das nennt man im Fachjargong das sogenannte Buffering (neudeutsch für Puffern oder zwischenspeichern). Das sorgt dafür, daß der Film nicht zwischendurch ruckelt und die Musik nicht aussetzt. Und das sehen die Anwälte als Verfielfältigung.

Beauftragt wurde die regensburger Anwaltskanzle Urmann + Collegen von einer schweizerischen Firma The Archive AG Unterlassungserklärungen in Deutschland zu versenden. Bisher gibt es in Deutschland noch kein Gerichtsurteil, welches das Streamen von Inhalten im Internet verbietet. Auf Europäischer Ebene gibt es eine Richtlinie mit der Nummer 2001/29/EG. Als diese Richtline 2001 beschlossen wurde, gab es das Streaming noch nicht.

Jetzt muß man auf gültige Gerichtsurteile warten, aber es gibt Gerichte, die in dieser Hinsicht ganz unterschiedlich urteilen mögen oder ihre Urteile ganz unterschiedlich begründen.

WordPress 3.8 – Richtig eingestellt

Seit heute ist das neue WordPress 3.8 erhältlich. Gerade unter der Haube hat sich einiges getan, was der geneigte Blogger und Neuling gerne zu schätzen weiß. Für Umsteiger von niedrigeren Versionen gibt’s natürlich auch den einen oder anderen Stolperdraht, den es zu umgehen gilt.

Augenscheinlichste Neuerung ist das neue Admin-Panel, der neue Dashboard. Dieser wurde farblich aufgemotzt. Schriften werden besser dargestellt und die Kontraste wurden erhöht. Auch die Hovereffekte für die Menüs wurden verbessert und stehen nun detaillierter zur Verfügung. Die Responsive-Eigenschaften des Dashboards wurden verbessert. An großen Bildschirmen bietet das Admin-Backend nun vier Spalten für Menüs und Widgets an.

Auch ein neues Standard-Theme kam hinzu. Mit dem grandiosen Namen Twenty Fourteen erlaubt es jetzt einen magazinartigen Look. Das neue Theme stellt dem geneigten Blogger die Wahl zwischen einem Grid- oder einem Sliderartigen Stil. Lesenswerte Artikel kann es als Featured Content hervorheben und passt sich gut den aktuellen Bildschirmgrößen an.

Wo hakt es denn bei der Umstellung?

Die deutsche Versionierung von WordPress 3.8 bringt einige neue Dateien mit, ohne die der Dashboard nur teilweise übersetzt wird. Neueinsteigern dürfte das eher wenig auffallen, da alle Dateien, die für die eingedeutschte Version zuständig sind, in WordPress 3.8 vorhanden sind.

All jenen, die von WordPress 3.7.x upgraden, dürften mehrere dieser Dateien fehlen. Das bewirkt, daß nur die linke Menüleiste im Dashboard in Deutsch zu lesen ist, der Rest, also die Überschriften der Widgets und dergleichen, alles in Englisch.

Eindeutschen der Standardversion von WordPress ohne Sprachpakete

Hinweis: Eine Auswahl an Pack- und FTP-Programmen für Windows finden sich ganz unten in den Links. Gut gepflegte Linuxdistributionen bringen schon selbst solche Tools mit, oder man findet diese dort in den aktuellen Repositories.

Nutzt man keine WordPress-Version mit Sprachpaket, muß man ein wenig mehr machen. Aber keine Sorge, es ist nicht kompliziert. Zu allererst muß das deutsche Sprachpaket heruntergeladen werden. Natürlich muß das Paket mit einem Packprogramm der eigenen Wahl entpackt werden. Mit einem FTP Programm der Wahl öffnet man auf dem Server, wo die WordPress Installation liegt, das Verzeichnis /wp-content/languaques.

Dort landen dann folgende Dateien aus dem (deutschen) Sprachpaket:

  1. admin-de_DE.mo
  2. admin-network-de_DE.mo
  3. continents-cities-de_DE.mo
  4. de_DE.mo

Die Dateien mit der Endung *.po sind nur von Nutzen, wenn man selbst die Spracheinstellungen bearbeiten mag.

Nun muß nur noch die Datei wp-config.php im Stammverzeichnis der WordPressinstallation bearbeitet werden. Aus der Zeile

define('WPLANG', '');

wird dann folgende Zeile:

define('WPLANG', 'de_DE');

Hinweis: Die wp-config.php ist mit einem Texteditor zu ändern. Word, Wordpad und co sind da schon außen vor. Unter Windows bekommt man das Notepad im Startmenü unter Zubehör mitgeliefert, ansonsten gibt es noch Notepad++ oder dutzende andere Editoren. Linuxdistributionen bringen selbst schon haufenweise Texteditoren mit sich. Ein Linuxnutzer wird wissen, welches dieser Programme er bevorzugt.

Upgrade der Deutschen Sprachdateien

Der vorhergehende Schritt erübrigt sich, hat man seit jeher die Deutsche Sprachversion von WordPress im Einsatz. Bei einem Upgrade von einer früheren WordPressversion auf die aktuelle Version 3.8.x fehlen nur ein paar Sprachdateien, die nachgerüstet werden müssen. Welche das sind, verrate ich in den folgenden Schritten. Auch hier gelten die Hinweise aus dem oberen Workaround.

Zu allererst muß das gewünschte Sprachpaket (in unserem Fall das Deutsche Paket) heruntergeladen werden, denn im Verzeichnis /wp-content/languaques müssen daraus noch zwei Dateien nachgerüstet werden

  1. admin-network-de_DE.mo
  2. admin-de_DE.mo

Für jene, die ihre WordPressversion lieber selbst eindeutschen wollen, müssten noch folgende Dateien vorhanden sein:

  1. admin-de_DE.po
  2. admin-network-de_DE.po

Wenn man seit jeher die deutsche Version von WordPress nutzt währe das alles. Die wp-config.php ist schon auf dem aktuellsten Stand. Aber ein Blick in diese kann nicht schaden. Es müsste folgende Zeile in dieser stehen:

define('WPLANG', 'de_DE');

ansonsten aktualisiert man die Zeile

define('WPLANG', '');

Links

  1. WordPress Deutschland mit deutscher Sprachdatei
  2. Deutsche Sprachdateien
  3. 7zip
  4. Winrar
  5. FileZilla
  6. Notepad++

Kurz gemeldet – Amiga Emulator für Chrome

Retrofans aufgepasst: Der Universal Amiga Emulator (UAE) schafft es in den Chrome Webbrowser. Wer im Chrome Webstore die Amiga Forever Essentials erwirbt, bekommt dazu lizenzierte Kickstarter ROMSs und kann eigene ADF-Files laden und alte Amiga-Klassiker zocken.

Wieder einmal haut Cloanto für Fans alter Games von Amiga Heimcomputern einen obendrauf. Gemeinsam mit Google hat Cloanto den Univeral Amiga Emulator (UAE) für den Portable Native Client (PNaCl) entwickelt. Diesen gibts als Demo für den Chrome Webbrowser für Linux, Windows, Mac OS und Chrome OS.

In dem Demo startet Chrome ab Version 31 oder höher die alte Workbench vom Amiga. Und beim ersten Starten dauert das eine Weile. Die Wartezeit vertreibt der Emulator mit witzigen Sprüchen. In dieser Zeit wird der Emulator, der auf einem Webserver vorliegt vom PNaCl in plattformunabhänigen Maschinencode übersetzt wird.

Wie eingangs erwähnt, gibts im Chrome Webstore die Amiga Essentials für schlappe 74 Eurocent zum Download. Diese bringt die Kickstart ROMs 1.2, 1.3 und 2.04 mit. Mit diesen kann man alle alten Amiga-Spiele, die natürlich lizenziert sind, zocken. Diese müssen nur im ADF Format vorliegen. Noch ein paar Tipps: Ein Druck auf die Esc-Taste befreit die Maus aus dem Emulator-Fenster, mit Strg+Shift+F wechselt man ins Vollbild, mit Esc wieder zurück.

Wer Chrome oder das Konzept mit dem Portable Native Client nicht mag, kann natürlich auf den experimentellen Scripted Amiga Emulator ausweichen. Dieser läuft in allen halbwegs aktuellen Browsern und setzt auf ein alternatives Format von ROMs, dem AROS Research Operating System. Für diesen Amiga-Emulator gibts nur wenige Spiele.

Fazit

Prinzipiell eine gute Idee, aber die Medienspürnase befindet das eher als Schnickschnack. Der Universal Amiga Emulator läuft unter allen gängigen Betriebssystemen, heißt vielleicht auf anderen Systemen etwas anders. Diesen in einen Browser zu integrieren bringt keine ersichtlichen Vorteile. Zudem liegt der WinUAE (für Windows) auf den meisten Classics CDs und DVDs bei, alternativ kann man diesen auch kostenlos im Netz runterladen und die Spiele, die so oder so schon irgendwo auf dem Rechner herumfliegen, dort gebündelt zum Laufen kriegen.

Die allseits beliebten und obligatorischen Links

  1. Amiga Distribution – Amiga Forever
  2. WinUAE – UAE für Windows
  3. Scriptet Amiga Emulator

Sicherheitsnotiz – Schadplugin für WordPress

Seit kurzer Zeit geht eine Phishingwelle um, die sich besonders an WordPress-Administratoren richtet, also jene Leute, die WordPress nur technisch betreuen und jene, die es selbst betreuen und damit Bloggen. Die Phishing Mail soll dazu verleiten, eine kostenlose Pro-Version (Premium) des allseits beliebten All in One SEO Pack zu installieren.

Was ist das All in One SEO Pack? Wozu wird es gnutzt?

Das All in One SEO Pack ist ein Plugin um den Blog durch Seitenbeschreibungen, Tags und Titel (Überschrift) den Blog für Suchmaschinen freundlicher zu gestallten. Dadurch erhöht sich die Chance, bei Google und Co. in der Trefferliste weiter nach vorn zu gelangen. Hiervon gibt es eine kostenlose Version und eine, die man bezahlen muß. Die kostenpflichte Pro-Version umfasst einige Funktionen mehr als die kostenlose. Natürlich ist in der Pro-Version auch besserer Support enthalten.

Was hat es mit der Phihing-Mail nun auf sich?

Die Phishing-Mail bietet WordPress-Administratoren und Bloggern die kostenplfichtige Pro-Version von All in One SEO Pack kostenlos zum Download an. Klackert man auf den Downloadlink in der Mail, so wird man nicht auf die offizielle Plugin-Seite von WordPress geleitet,

http://wordpress.org/plugins/

sondern landet auf einer von Spammern infizierten Seite in Australien oder Brasilien mit den Domainkürzeln *.com *.au oder *.br. Ab hier sollte man bereits das Hirn einschalten und stutzig werden.

Laut der Sicherheitsfirma Sucuri haben bereits einige deren Kunden das Plugin installiert. Und hierbei wird es kriminell. Mit dem Plugin installiert man sich einen Schadcode, der eine Hintertür im Server öffnet und die index.php der betreffenden WordPress-Blogs austauscht. Ab diesem Zeitpunkt ist es möglich, daß Ganoven beliebigen Code in den Blog ihres Opfers einschleusen können, mit dem man die Rechner der Besucher der infizierten Blogseite angreifen kann. Manche Versionen des Schadcodes leiten die Besucher beispielsweise auf Pornoseiten oder andere Server weiter, die weitere Maleware verbreiten.

Fazit

WordPress ist eine beliebte Blogsoftware und daher weit verbreitet. Durch die hohe Verbreitung von WordPress ist es auch ein beliebtes Angriffsziel um Schadcode zu verbreiten oder Spam zu verschicken. Als Blogger der WordPress verwendet oder Administrator für die technische Betreuung für WordPress sollte man dieses natürlich von Anfang an gut absichern. Hierzu findet man im Netz seitenweise Tutorials und How to’s. Auch sollte man Plugins von der offiziellen WordPress-Seite nutzen und nicht irgendwelche dubiosen Angebote aus irgendwelchen Quellen, die mal irgendwer (unbekanntes) per Mail verschickt. Klar können sich auf der Plugin-Seite von WordPress auch dubiose Angebote finden, die Wahrscheinlichkeit ist hier geringer, denn die Community darf hier Bewertungen abgeben und die Zuätzlichen Funktionen auseinandernehmen und überprüfen.

Links

http://wordpress.org/plugins/ Offizielle Seite für WordPress Plugins

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