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Archiv für Oktober 2013

Was erwartet den Telekomkunden nach dem Urteil?

Was plant die Telekom?

Die Telekom möchte bei Neuverträgen eine Klausel zur Bandbreitenbegrenzung einbauen. Mit dieser Begrenzung möchte sie im Endeffekt ihre Kunden (vorerst Neukunden und später auch Bestandskunden) stärker zur Kasse bitten. Die Kunden sollen sich mit Extrakosten von der Bremse freikaufen. Mit diesen Mehreinnahmen will die Telekom ihr Netzinfrastruktur ausbauen. Kritisiert wurde, daß die Telekom eigene Inhalte von der Drosselung ausnimmt, beispielsweise Entertainment, während alles andere langsamer wird.

Wird die Drosselung nun ganz abgeschafft?

Nein, die Bremse bleibt bestehen. Die Telekom muß ihre Tarife neu deklarieren. Bei dem Begriff Flatrate geht man als Kunde und Nutzer aus, daß man immer die gleiche Leistung für eine Pauschale oder einen Festpreis bekommt. Das Gericht in Köln mornierte eben die Klauseln, die die Telekom in Neuverträge hineinschreibt, ohne daß auf den ersten Blick klar wird, um was es geht. Betroffen sind die Call & Surf Verträge. In früheren Beiträgen habe ich die die Datenlimits schon aufgeführt.

Was werden weitere Instanzen bringen?

Anwälte und Experten sind sich ziemlich einig, daß die Telekom keine Chance hat die Klauseln weiterhin in Verträgen nutzen darf.

Was erwartet die Kunden der Telekom?

Fals das Urteil rechtswirksam wird und die Telekom in weiteren Instanzen verliert, darf sie ihre Drosselpläne weiterhin umsetzen. Aber es wird etwas schwieriger diese Pläne in die Tat umzusetzen.

Was wird passieren?

  1. Angebotene Tarife dürfen nicht mehr Flatrate heißen. Flatrate impliziert für den Kunden ein Pauschalpreis für eine vereinbarte Leistung. Alternativen währen wie im Mobilfunk Flat500 für den Namen der Tarife und in den Fußnoten müßten dann sämtliche Einschränkungen zu dem Tarif aufgeführt sein
  2. Bestandskunden können nun gekündigt werden und neue Angebote für die neuen Verträge vorgelegt werden. Es besteht aber die Möglichkeit für die Kunden gleich den Anbieter zu wechseln.
  3. Für Bestandskunden könnte es teurer werden. Es ist zu erwarten, daß die Telekom versucht Bestandskunden in neue Verträge zu locken. Dazu währen aber Rabatte und Vergünstigungen für beispielsweise ein Jahr notwendig. Aber in diesen Verträgen steckt dann immer noch die Drossel mit drinnen und man muß beim Überschreiten des Freivolumens draufzahlen.
  4. Es kann natürlich auch passieren, daß es für Vielnutzer weiterhin ungedrosselte Flatrates geben wird, aber diese werden dann preislich um einiges teurer als die bisherigen Angebote und Offerten der Telekom

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… und die Drossel schlägt zurück

Heute stand vor dem Landgericht Köln der Streit Verbraucherzebntrale Nordrhein-Westfahlen gegen die Tele(Drossel)kom an. Verhandelt wurde über eine Klausel, die von der Telekom in jeden Neuvertrag geschrieben wurde. Es soll ab einem bestimmten Datenlimit auf eine bestimmte Downloadgeschwindigkeit gedrosselt werden. Die genauen Limits habe ich hier noch einmal zusammengestellt.

TarifDatenvolumen
Call & Surf mit DSL 75 GB
Entertain mit 16 MBit/s 75 GB
Call & Surf mit VDSL 200 GB
Entertain mit VDSL 200 GB
Call & Surf mit Fiber 100 300 GB
Entertain mit Fiber 100 300 GB
Call & Surf mit Fiber 200 400 GB
Entertain mit Fiber 200 400 GB

Das Landgericht Köln sieht in dieser Klausel ein unangemessene Benachteiligung der Kunden und konnte die Argumentation mit den Power-Usern nicht nachvollziehen. Die Telekom argumentierte ja schon im Frühjahr, daß 3 Prozent der User über ein Drittel des gesamten Traffics in den Netzen der Telekom verursachen. Weiterhin argumentierte die Drosselkom, daß durch diese Power-User auch die normalen übermäßig Kunden belastet werden. Das Landgericht Köln sah dieses Argument aber anders. Dazu waren die Richter dr Meinung, daß eine Bandbreitendrosselung auf 2 Megabit pro Sekunde in Zeiten steigender Datenmengen und gestreamten Fernsehen ein sehr breites Publikum und nicht nur die sogenannten Power-User. Obendrein verbinde der Kunde mit dem Begriff Flatrate zum pauschalen Festpreis ohne Einschränkungen. Da mornierten die Richter das gestörte Verhältnis von Leistung und Gegenleistung. Gerade bei schnellen VDSL und Glasfaseranschlüssen erhielten die Kunden nur noch weniger als ein Zehntel der vertraglich zugesicherten Leistung. Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW betonte:

Kunden sollten über die gesamte Laufzeit die Sicherheit haben, dass das versprochene Surftempo nicht reduziert wird.

Weiterhin erklärte Müller, daß die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfahlen den Fall bis in höchstrichterliche Instanzen verfolgen würden, wenn die Telekom das Urteil nicht aktzeptiere.

Vertreter der Telekom können das Kölner Urteil nicht nachvollziehen und werden, wenn das Urteil samt Begründung vorliegt weitere Rechtsmittel einlegen.

Mittlerweile liegt bei der Verbraucherzentrale die Urteilsbegründung. Insgesamt habe sich der Streit um den Begriff Flatrate gedreht. Im Mobilfunkt, wurde seitens der Telekom argumentiert, sind Drosselungen nach einem gewissen Datenvolumen ein gern eingesetztes und weit verbreitetes Mittel. Doch die Richter argumentierten in der vorliegenden Begründung da anders:

Ein typischer Durchschnittskunde erwartet, dass die Nutzung seines häuslichen Internet-Zugangs in Abhängigkeit von Qualität und Aktualität der eingesetzten Hardware einwandfrei funktioniert

Das heißt, im Festnetzbereich rechnet der Kunde nicht mit versteckten Kosten. Auch wenn die Drosselung durch Buchung von mehr Traffic umgangen werden kann, sind das unzumutbare Kosten für die Kunden und eine unlautere Preiserhöhung.

Fazit

Bleibt zu hoffen, daß die Telekom in den nächsten Instanzen weitere Schlappen hinnehmen muß und die Richter der höheren Gerichte das genauso sehen wie die am Landgericht Köln. Momentan kann die Telekom gegen das vorliegende Urteil Berufung einlegen. Bis aber ein endgültiges Urteil gefällt wird, bleibt die Klausel der Bandbreitendrosselung nach den oben genannten Limits vorerst bestehen.

Dieses Urteil und die Begründung habe ich mit einem gewissen Schmunzeln gelesen und ich bin optimistisch, daß die nächsten Richter diesen Sachverhalt genauso sehen, bedeutet doch eine Bandbreitendrossel doch recht große Einschnitte in einen normalen Haushalt.

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  1. Wie funktionieren die Pläne der Drosselkom
  2. Telekom gibt beim Streit um die Drossel nach
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Sicherheitsnotiz – Neue Masche bei Spamversendern

Spamschleudern gibt es heutzutage en masse. Jeder kennt das leidige Problem, daß der Spamordner und auch öfters einmal der normale Posteingang vor lauter Spam-Mails aus allen Nähten quillt. Dennoch ist der Spamschutz heutzutage recht ausgefeilt. Es gibt globale Spamlisten, die jeder Mailbetreiber nutzen kann und jeder Mailprovider wird auch seine eigenen Spamschutzlisten pflegen.

Trotz der ausgefeilten Methoden, lassen sich Spamversender immer neue Ideen einfallen, Mailadressen voll zu spammen. Eine ganz neue Methode ist folgende: Man schickt eine Werbung für irgendein Potenz- oder Hirnmassensteigerndes Produkt, oder auch nur zu einem schnöden Kredit.

Einige Minuten später verschaffen sich die Spammer mit einer zweiten Mail noch einmal nachdrücklich Gehör. In dieser Mail ist die Betreffzeile der vorangegangenen Werbemail vermerkt. Nun wird im Betreff (eventuell auch zusätzlich) im Textkörper darauf hingewiesen, daß man seinen Spamordner einmal prüfen solle und gegebenenfals die Einstellungen des Spamfilters ändern soll. Beispiele dafür können sein: „Falsche Einstellung Ihres Spam Filters“, „Alles angekommen?“ oder auch „Sorry – unser Fehler“

Der MDR wird scharf

Fernsehfans werden sich freuen. Die ARD Pressestelle hat bekannt gegeben, daß der MDR ab dem 5. Dezember 2013 hochaufgelöst in HD um die Ecke kommt. Dazu sagt der Betriebsdirekter Liebenow:

Damit ist der MDR als erste öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt über die gesamte Produktionskette hinweg HD-fähig. Das Weihnachtsprogramm im MDR Fernsehen wird vollständig hochauflösend produziert und in brillanter Bild- und Tonqualität gesendet.

Bis zum genannten Termin wird der HD Betrieb auf Herz und Nieren geprüft. Verfügbar soll die hochauflösende unverschlüsselt digital über Satellit (Astra 19,2 Grad), digitales Kabelfernsehen und über IPTV werden. Allerdings entscheiden die Kabel-, Internet- und Satellitenbetreiber, in welcher Auflösung (HD oder SD) das Programm weitergegeben wird.

Weiterere technische Details zur Auflösung gibt es allerdings noch nicht. Geht man von den anderen öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten aus, so wird wohl als Auflösung das einfache HD mit 1280 mal 720 Punkten im Zeilensprungverfahren (interlaced, Halbbild) benutzt werden. Die privaten Fernsehsender lösen das Bild insgesamt in 1920 mal 1080 Bildpunkten progressive (Vollbild) auf, was eine bessere Qualität gibt, als die Auflösung der öffentlich-rechtlichen Fernsehsanstalten.

Wie bekomme ich denn nun den MDR in HD?

Ganz einfach: Dazu muß beim Reciever eventuell ein neuer Sendersuchlauf angestoßen werden, wenn das nicht automatisch geschieht. Sind die neuen Sender eingepflegt, muß dieser Sender nur auf den entsprechenden Programmplatz verfrachtet werden. Wie das geht, steht detailliert in der Anleitung des benutzen Fernsehers oder Recievers.

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Corvus Corax featuring Wadokyo – Eine kleine Rezension über die neueste DVD

Corvus Corax -  Sverker
Neulich habe ich über Amazon die neueste DVD von Corvus Corax bezogen. Der Titel lautet grandioserweise Corvus Corax feat. Wadokyo – Sverker Live

Allgemeine Dinge zur DVD

Amazon hat wie üblich pünktlich nach ca. zwei Tagen geliefert, das Produkt kam in Top Zustand bei mir daheim an. Die Hülle ist aus stabiler Pappe. Enthalten sind eine DVD mit zwei Konzerten, eine Audio CD dazu ein Büchlein mit Fotos der Gruppe und einen Corvus Corax Aufnäher.

Auf der DVD befinden sich zwei Konzerte, eins zu spätabendlicher Stunde in Dinkelsbühl (Laufzeit ca 70 Minuten) und ein weiteres auf dem Holländischen Fantasyspektakel Castlefest (Laufzeit ca 90 Minuten). Bei beiden Konzerten wurde Covus Corax von den Taiko Trommlern Wadokyo unterstützt. Beide Konzerte und die Audio-CD können mit einer tollen Songauswahl punkten.

Beide Gruppen habe ich Anfang September diesen Jahres schon in Selb auf dem Festival Mediaval gesehen, wo sie ein fantastisches Konzert mit einer top Stimmung ablieferten. Vorweg gesagt, ein Live-Mitschnitt kommt stimmungs- und soundmäßig nicht an das Konzert selbst heran. Auch die Qualität einer Studioaufnahme kann nicht so erreicht werden wie in einem Tonstudio mit professioneller Apparatur. Auf verschiedenen Webseiten und bei Amazon gibt es natürlich über diese DVD Bewertungen, die grundlegend auseinander gehen. Die einen heben die vorliegende DVD mit ihrer Lobhudelei in den Himmel, andere zerreisen und verschrotten das Produkt schon mit ein paar Worten. Ich versuche hier eine objektive Bewertung zu schreiben und diese mit ein paar Fakten zu untermauern.

Bild und Schnitt

Das erste Konzert in Dinkelsbühl wurde am Abend und bei Dunkelheit aufgenommen. Die Bildqualität hier ist nicht wirklich berauschend. Klar, Dunkelheit und eine für Kameras nicht optimal ausgeleuchtete Bühne, ist fast logisch daß man ein paar Abstriche machen muß. Das Bild ist aber stellenweise ziemlich unterbeleuchtet und verrauscht, aber da liese sich mit einiger Erfahrung beim Dreh schon einiges machen, um die Bilder besser einzufangen. Leider hatten zu dem noch die Kameramänner und -frauen ein Faible für die nackten Oberkörper der Bandmitglieder. Oft sieht man nur die nackten Oberkörper und die Köpfe waren nur zum Teil oder gar nicht im Bild zu sehen. Geschnitten wurde das dann noch recht amateurhaft, so daß ein nackter und kopfloser Oberkörper nach dem anderen zu sehen war.

Auf dem Castlefest in Holland dagegen war es Tag und dadurch war die Bühne besser ausgeleuchtet. Das Bild war nicht mehr verrauscht, beim Schnitt und der Aufnahme hat man hier aber zeitweise die selben Fehler gemacht wie beim anderen Konzert, aber nicht mehr in so häufigem Maße.

Der Ton

Die Bässe sind hier zu stark komprimiert und zu laut eingestellt, die mittleren und hohen Töne sind im Gegensatz dazu zu leise. Auf dem Konzert in Selb hat man jeden Anschlag auf die Basstrommeln und Pauken und jeden einzelnen Griff in den Bass gehört. Daß das auch in Live-Mitschnitten auf DVD möglich ist, haben andere Künstler zu anderen Zeiten auf anderen DVDs auch schon erfolgreich demonstriert.

Auf der vorliegenden DVD, aber auch auf der Audio-CD klingt das Ganze nur noch mulmig und breiig. So muß sich ein älterer Mensch, der einzelne Töne durch ein abgenutztes Gehör nicht mehr unterscheiden kann, fühlen. Alles klingt irgendwie matschig und verwaschen, man hört nur noch mulmigen Bass, keine klaren tiefen und hohen Töne mehr. Die Bässe sind nicht klar genug und die hohen und mittleren Töne wie Gesang und einzelne andere Instrumente gehen in dem Mulm unter.

Fazit

Von der Musik her sind die Könige der Spielleute und Wadokyo recht gut zu hören. Wer mittelalterlichen Sound mag, gerne die puren und tiefen Beats und Rythmen von Trommeln und Schlagzeugen hört und martialische Dudelsackmelodien geniest, ist mit den beiden Bands, einzeln und bei verschiedenen Konzerten zusammen gut bedient. Die meisten anderen Tonträger von Corvus Corax haben eine recht ordentliche Qualität, aber beim vorliegendem Produkt gibt es eine Menge Schönheits- und Anfängerfehler. Angefangen hat es bei der Aufnahme und beim Schnitt des Bildmaterials und endet beim Abmischen des Sounds. Man könnte berechtigterweise meinen, daß hier aus Kostengründen nur billige Amateure beim Dreh und im Tonstudio zugange waren, um den maximalen Gewinn auf eine verkaufte Box (DVD+Audio CD) herauszubekommen. Daß es zumindestens soundmäßig anders geht, beweisen ja beide Truppen bei ihren Konzerten, bei den meisten anderen Aufnahmen und Produktionen selbst. Ich jedenfals liebe einen glasklaren Sound, bei dem man jedes Instrument, jeden Ton (egal ob Bass oder hoher Ton) einzeln gut unterscheiden kann. Bässe und Hochtöne sollten daher gut ausgewogen sein und die Tontechniker sollten weniger auf die Komprimierung der einzelnen Tonspuren setzen oder diese mit etwas mehr Feingefühl einsetzen.

Corvus Corax - Sverker 2

Links

  1. Von Gauklern, Rittern und Musikern – Festival Mediaval in Selb

WordPress 3.7 und das automatische Update

Seit heute ist das neue WordPress mit der Versionsnummer 3.7 verfügbar. Die größte Neuerung ist das automatische Update. Mindestens seit Version 3.0 hat WordPress eine Funktion um ein automatisches Update anzustoßen, wenn denn eine neue WordPressversion verfügbar ist. Nach der offiziellen Ankündigung werden Punkt-Releases (beispielsweise von Version 3.7 auf Version 3.7.1) automatisch abgefragt und installiert. Bei Core-Releases von 3.7 auf 3.8 ist immer noch Handarbeit notwendig.

Bei sogennten Punkt-Releases oder Minor-Releases entsteht somit ein Updatezwang auf die neuere ud somit aktuellere Version, den der User nur mit Frickelarbeit am Quellcode von WordPress beheben kann. Automatische Sicherheitsupdates sind schon vorteilhaft, gehen aber manchmal – gerade bei auftretenden Fehlern (nicht jedes System ist gleich) – zu Lasten des Produktivsystems. Und die meisten Blogs werden doch gleich als Produktivsystem genutzt. Es sollte deswegen vorher beim Betreiber abgefragt werden, ob ein automatisches Update durchgeführt werden sollte um Fehler zu minimieren. Auch Plugins müssen eventuell an neuere Versionen von WordPress erst angepasst werden um auch mit neueren Versionen von WordPress optimal zu laufen.

Jedenfalls bekommt WordPress von mir eine heftige Rüge, weil man in der offiziellen Anwendung nicht erwähnt, wie man diesen Updater abschalten kann. Sicher ein automatisches Update von WordPress ist schon an einigen Stellen recht sinnvoll, da man wichtige Sicherheitsupdates nicht vergisst und einige unerfahrenere Blogger somit an die Hand genommen werden und Gefrickel beim Update zu vermeiden. Aber das ganze geht zu Lasten des Produktivsystems, da sich mit der Automatik Fehler einschleichen können.

Update 27. Oktober 2013 Die Community hat sich etwas einfallen lassen. Ein Plugin, welches das die Zwangsupdatefunktion deaktiviert gibt es mittlerweile auch schon. Das Plugin wurde unter dem grandiosen Namen Disable Automatic Updates auf der offiziellen WordPresseite für Plugins veröffentlicht. Diese neue Funktion richtet sich gerade an technisch weniger versierte Nutzer, die keine Zeit, Lust oder Erfahrung in Scriptsprachen haben und in WordPress selbst keine Änderungen vornehmen wollen. Der Link dazu folgt in der Linkliste wie üblich am Ende des Artikels. Update vom 27. Oktober 2013 Ende

Eine der folgende Codezeilen kann man in die wp-config.php einfügen, um das automatische Update zu deinstallieren. Die kurzen Erklärungen sind grau hinterlegt und auskommentiert. Wichtig sind prinzipiell nur die farbigen Zeilen.

/* Automatische Updates vollständig aktivieren. 
(Achtung! Auch für Versionssprünge - Lieber selber durchführen!) */
define( 'WP_AUTO_UPDATE_CORE', true );
// Automatische Updates deaktivieren.
define( 'WP_AUTO_UPDATE_CORE', false );
/* Automatische Updates für kleinere Sachen aktivieren. 
Security Updates etc.*/
define( 'WP_AUTO_UPDATE_CORE', 'minor' );

In einer offiziellen Stellungnahme wird folgendes Vorgeschlagen, man beachte aber, daß hiermit vermutlich der gesamte Updater abgeschalten wird und somit auch nicht nach geupdateten Plugins und Themes gesucht wird.

define( 'AUTOMATIC_UPDATER_DISABLED', true );

Um die Verwirrung noch größer zu machen, kann man mit Hilfe der beiden Filter auch den Updater einiges verbieten oder erlauben.

automatic_updater_disabled
auto_update_coreD

Für Bastler gibt es dazu noch einige Optionen in der Datei functions.php zum Ändern, fals ihnen die obigen Möglichkeiten nicht ausreichen:

//Allow auto updates of development releases ie alpha, beta and RC
add_filter( 'allow_dev_auto_core_updates', 'wp_control_dev_auto_updates' );
function wp_control_dev_auto_updates( $value ) {
// return true to enable and false to disable
return true;
}
 
//Allow auto updates of minor releases ie 3.7.1, 3.7.2
add_filter( 'allow_minor_auto_core_updates', 'wp_control_minor_auto_updates' );
function wp_control_minor_auto_updates( $value ) {
// return true to enable and false to disable
return true;
}
 
//Allow auto updates of major releases ie 3.7, 3.8, 3.9
add_filter( 'allow_major_auto_core_updates', 'wp_control_major_auto_updates' );
function wp_control_major_auto_updates( $value ) {
// return true to enable and false to disable
return true;
}
 
// Allow auto theme updates
add_filter( 'auto_update_theme', 'wp_control_theme_auto_updates' );
function function wp_control_theme_auto_updates( $value ) {
// return true to enable and false to disable
return true;
}
 
// Allow auto plugin updates
add_filter( 'auto_update_plugin', 'wp_control_plugin_auto_updates' );
function function wp_control_plugin_auto_updates( $value ) {
// return true to enable and false to disable
return true;
}
 
// Allow auto language updates
add_filter( 'auto_update_translation', 'wp_control_translation_auto_updates' );
function function wp_control_translation_auto_updates( $value ) {
// return true to enable and false to disable
return true;
}

Eine weitere wichtige Neuerung ist die Vorschlagfunktion für stärkere Passworter. Denn diese sind immer noch wichtigste Schutz und sollten auch öfters einmal getauscht werden. Es ist schon kurios, daß man das vielen Internetnutzern immer wieder unter die Nase binden muß.

Weiterhin bringt WordPress 3.7 einen Assistenten für die automatische Installation der richtigen Sprachdatei mit. Es gibt Menschen, die das System lieber in ihrer Muttersprache als im englischen Original nutzen wollen.

Links:

  1. WordPress Offizielle Ankündigung WP 3.7
  2. WordPress Automatischer Updater
  3. WordPress Plugin: Disable Automatic Updates

Problembehebung Dungeon Master Java

Dungeon Master Java

Dungeon Master Java

Ende August schrieb ich über zwei Dungeon Master Clones. Zu einem, den auf Java basierenden Clone, gab es ein paar kleine Startschwierigkeiten auf moderneren Systemen mit zwei Grafikeinheiten (GPU). In mehreren Zuschriften wurde berichtet, daß der Dungeon Master Java (DMJ) Clone nicht startet und daß die benötigte Java Version veraltet und unsicher ist. Eine kleines Workaround gibt es nun an dieser Stelle.

Für Sicherheitsbewußte

Um den Clone lauffähig zu bekommen, benötigt man eine ältere Java Runtime mit der Version 1.14. Das birgt allerdings Sicherheitsrisiken für den eigenen Computer.

Mit Virtualbox und einem Windows der eigenen Wahl kann man schon für Abhilfe sorgen. Virtualbox wird aus dem Internet geladen und installiert, dazu das Extension-Pack. Hat man Virtual-Box installiert, startet man die Virtualisierungssoftware. Man wählt sich ein Windows der Wahl (was man eben als CD/DVD vorliegen hat) und gibt dem Gastrechner noch einen passenden Namen. Im folgendem Fenster gibt man den Hauptspeicher (RAM) an. 2 bis 3 Gigabyte dürften schon ausreichen. Eine Festplatte wird im nächsten Fenster erzeugt und dazu nutzt man das VirtualBox Disk Image (VDI). Im nächsten Schritt wird eine dynamisch alloziierte Festplatte, erzeugt. Das heißt, daß die Datei, die die Festplatte belegt nur soviel Platz auf der Platte unseres Hostrechners verbraucht, wie viel Daten eben da drin gespeichert sind. Im nächsten Fenster brauchen wir nicht viel zu verändern. Wir belassen es bei 25 Gigabyte an Plattenplatz und klackern einfach auf Erzeugen. Nun muß nur noch der Grafikspeicher festgelegt werden und die 3D-Grafikbeschleunigung und 2D Video-Beschleunigung aktiviert werden. Die Häckchen dazu findet man nach einem Klick auf Anzeige.

Als nächstes wird das Installationsmedium, vorzugsweise CD oder DVD ins passende Laufwerk unseres Hostrechners gelegt und in Virtualbox die angelegte Maschine gestartet. Nun kann man getrost sein Windows aufsetzen. Ein neueres Windows (Vista, Win 7 und Win8) bringt von Haus aus die erforderlichen Treiber mit. Ist das gewünschte Windows nun virtuell installiert, startet man es und installiert dort drin Java 1.14 und den Dungeon Master Java Clone. Das Vorgehen dürfte ausreichend Sicherheit mit sich bringen.

Dieses Workaround setzt natürlich eine zweite gültige Windows-Lizenz oder eine Testversion von Windows vorraus.

Für Schnellstarter

Wer seine Windowspartition auf dem hauseigenem Rechner nur zum Zocken und Spielen verwendet und ein weiteres System (beispielsweise Linux) für kritische Arbeiten (zum Beispiel Onlinebanking und Surfen) nutzt, der kann sich überlegen, ob diese oben beschriebene Arbeit überhaupt nötig ist. Ist das genutzte Windows, installiert in einer eigenen Partition oder einem eigenen Gamingrechner kein Produktivsystem, sondern nur zum Spielen gedacht, kann nun abwägen, ob das oben genannte Vorgehen nötig ist. Bei Systemen, die man für die alltägliche Arbeit und den ganz persönlichen Medienkonsum genutzt wird, sollte natürlich die Sicherheit Vorrang haben.

Es sei aber empfohlen, die ganzen Sicherheitsupdates der beiden Systeme und die Virensoftware und Firewall auf den neuesten Stand zu bringen.

Starthilfe bei neuen Rechnern

Bei einer normalen Installation auf dem Rechner gab es Startprobleme. Die Installation verlief zumeist reibungslos, aber das Starten von Dungeon Master Java (DMJ) hakte und hing. Das Spiel wurde schlichtweg nicht geladen.

Was ist passiert? Die meisten neueren Rechner (neuer als 3 Jahre) besitzen zumeist 2 Grafikprozessoren. Einen auf dem Hauptprozessor und einen weiteren auf einer zusätzlichen Grafikkarte. Zumeist betrifft das die Prozessoren der Marken von Intel – Ivy-Bridge, Sandy-Bridge, Haswell und kommende Generationen.

Hier hilft ein einfacher Trick. Die zusätzliche Grafikkarte von AMD oder NVidia wird einfach in der Windows Systemsteuerung und dem Gerätemanager deaktiviert. Bei älteren Hauptprozessoren und solche ohne GPU erübrigt sich das Abschalten der zusätzlichen Grafikkarte.

Links zu Programmen

Weiterführende Artikel:

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  1. Alte Katakomben – Neuer Spielspaß – Legend of Grimrock (Die Medienspürnase)
  2. Legend of Grimrock wird editierbar (Die Medienspürnase)

Updates für den Reciever Digicorder ISIO S von Technisat

Am vergangenem Donnerstag hat Technisat für die Digicorder ISIO S, das sind digitale Fernsehreciever mit eingebauter Festplatte und Aufnahmefunktion, ein neues Update freigegeben. Nach fast 4 Monaten Wartezeit bekommen die Reciever nun ein paar neue Funktionen spendiert und einige Bugs und Fehler behoben.

Technisat gibt folgende neue Funktionen an:

  1. Die digitale Programmzeitschrift SFI wurde auf 4 Wochen erweitert
  2. Personalisierte Watchmi-Kanäle
  3. Watchmi-Themenkanäle werden besser unterstützt
  4. eine Online Produktregistration

Technisatfans dürfen sich für längere Urlaube oder Abwesenheit von daheim über den verlängerden Programmguide SFI freuen, der nun das Programm der nächsten 4 Wochen anzeigt und damit verdoppelt vervierfacht wurde.

Klassiker aus der Science Fiction Szene

Filmfans aufgepasst, eMedia aus der Heise-Verlagsgruppe hat Mitte September ein neues Zeitschriftenformat herausgebracht. Mit dem Titel

Die besten Sci-Fi Filme und TV Serien

richtet sich das neue Magazin gerade an Fans dieses Filmgenres. Auf 180 Seiten werden 25 Serien- und Filmklassiker neu aufgerollt. Das ganze fängt mit hornbeinalten Filmen wie Metropolis an und hört mit Serien, wie Battlestar Galactica, aus unserer jüngsten Vergangenheit auf. Bekannte Filmhits und Kassenschlager wie Tron, Planet der Affen, Star Wars Episode IV – VI, aber auch Serien wie Akte X, Trekkies: aufgepasst Star Trek The Original Series, The Next Generation, Deep Space Nine und Raumschiff Voyager kommen nicht zu kurz.

12 Euro 90 Cent kosten die 180 Seiten hochwertig bedrucktes und mattes Hochglanzpapier, was nicht gerade billig ist. Jeder aufgeführte Film und jede genannte Serie haben einen exklusiven Artikel über mehrere Doppelseiten verteilt die beschreiben, wie der jeweilige Film und die Serie entstanden ist. Dazu gibts noch viele Infos zu Filmcharakteren und Schauspielern.

Fazit

Wer schon immer etwas mehr über die Hintergründe seines Lieblingsfilmes oder seiner Lieblingsserie wissen wollte, ist mit diesem nicht billigem Schmöker gut bedient. Bei dem einen oder anderen Film kommen durchaus schonmal nostalgische Erinnerungen auf.

Links

Heise Shop Die besten Sci-Fi Filme

Update für Playstation 3 bringt Erleichterung für einige Nutzer

Heute hat Sony das Firmwareupdate 4.5 der Playstation 3 veröffentlicht. Das bringt bei einigen Nutzern Erleichterung im Updatefrust. Es ist das letzte Update, das einige Nutzer, gerade von älteren Modellen der Playstation 3, manuell herunterladen und installieren müssen. Zu den Neuerungen gehört das automatische Update für alle.

Mit der aktuellen Firmware können Nutzer der PS3 aktuelle Updates und Einkäufe aus dem Playstation Network automatisch herunterladen. Bisher konnten das nur Mitglieder des kostenpflichtigen PSN Plus Angebotes.

Zu den weiteren Neuerungen gehören noch ein paar weitere Kleinigkeiten. Spieler können jetzt ihre erspielten Trophähen ein- und ausblenden, so daß weitere Nutzer nicht sehen, wieviel Zeit mit dem Spielen verbracht wurde. Zudem lassen sich jetzt direckt zwischen der Playstation 3 und der PS Vita Daten austauschen, via WLAN oder kabelgebundenem Ethernet.

Links

Offizieller deutscher Playstation Blog

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